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 » Erledigt: Heute Heute 36. StuTS : Nachlese und Ausblick

24.11.2004, 16:52:11
Beitrag #1
36. StuTS : Nachlese und Ausblick
Moin allerseits,

Ein bisschen bin ich schon zwischen die Fronten geraten, und mit diesem Beitrag wird es wohl noch schlimmer, weil ich gleich noch auf ein paar weitere Zehen treten werde.

Eines vorneweg: Die Geburtstags-StuTS war nicht die schlechteste, die ich erlebt habe. Solides Mittelfeld, würde ich sagen. Nein, die (eher) objektiv schlechtesten StuTSen die ich erlebt habe, fanden in zwei anderen Städten statt und die subjektiv schlechteste habe ich selbst mitorganisiert. Zu weiten Superlativen lasse ich mich jetzt nur ungern hinreißen.


Zweifellos: In Mainz ist eine Menge schief gelaufen, und das war nur teilweise wirklich vermeidbar. -- Es ist ja z.B. kaum Schuld des Orgateams, wenn in den Plenen keiner eine AG-Zusammenfassung machen will, oder wenn die Leute lieber Smalltalk führen als den (korrigierten oder aktualisierten) Wegbeschreibungen zuzuhören, oder wenn Leute (wenn überhaupt) erst kurz vor der Tagung ihre Abstracts einreichen.
Was sie AG-Angebote angeht: Vielleicht sollten wir eine Deadline einführen und etwas mehr Druck aufbauen, dass die Leute AGs machen?

Klar, die "eigenwilligen" Informationen im Programmheft und die resultierenden Probleme mit Notfallnummern und Campus-Orientierung, die haben die Mainzer Orgas zu verantworten. Aber auch da sind sie nicht die ersten oder die einzigen, denen solche Pannen passiert sind. (Und es ist auch nicht ihre Schuld, wenn die Stadt Mainz keine Stadtpläne etc. rausrücken will.)
Was die kalte Unterkunft im (bestimmt bald legendären) Pfarrhaus betrifft: Das ist äußerst dumm gelaufen und hätte jedem Organisator passieren können, der nicht mit so etwas rechnet.


Die "schiefen" Zeitpläne sind das Produkt eines Experiments: Wir von der StuTS-Org-AG haben in Leipzig und zuvor in Düsseldorf bereits über die Idee nachgedacht, die AG-Längen variabler zu gestalten. Bleibt zu fragen, ob wir das beibehalten wollen und ob es man nicht durch eine geschicktere Zeit- und Pausenplanung das Ganze etwas Benutzerfreundlicher gestalten kann.

Einige der Pannen hätten sich wohl mit etwas mehr Sorgfalt und Zeit vermeiden lassen. Auch Erfahrungsberichte bringen einem da viel, weil man dann vor einer Reihe der Stolperfallen gewarnt wird. Deswegen versuche ich ja immer wieder, solche Berichte einzutreiben. (Dies sei ein expliziter Zaunpfahlwink in Richtung Leipzig und Düsseldorf! Bei den anderen habe ich die Hoffnung schon aufgegeben.)
Aber die Mainzer Orgas hatten weder eigene Erfahrungen noch andere Berichte noch hatten sie den inzwischen üblichen Vorlauf von einem Jahr, um manche Dinge gründlicher zu planen.


Leider ist es so, dass Menschen lieber kritisieren als loben. (Auch ich.) Selbst wenn die StuTS in Mainz perfekt gewesen wäre, hätte sie auch nicht wirklich mehr Applaus bekommen. Dann wäre es allen so selbstverständlich vorgekommen. Das ist ein bedauerlicher Wesenszug des menschlichen Charakters.

Viele der Leute, die meckern, haben noch nie selbst eine Tagung organisiert, oder noch nicht einmal durch eine eigene AG zur StuTS beigetragen. Und einige Teilnehmer haben auch sonst nicht unbedingt ein Verhalten an den Tag gelegt, wie man es auf einer "richtigen Konferenz" und von erwachsenen Menschen erwarten würde. (Ich finde es wirklich schade, dass so ein paar Deppen das wunderschöne neue Gästebuch - eine Einzelanfertigung! - sofort so verunstaltet haben. Naja, kann wohl man nix gegen machen. Immer noch besser, als wenn sie die Mainzer KHG in Stücke gehauen hätten.)

Wer eine professionell(er)e Tagung erwartet, muss auch bereit sein, in eigenen AGs seriöse Linguistik zu betreiben und dafür vielleicht einen entsprechend teureren Tagungsbeitrag zu bezahlen, mit dem sich Tagungshäuser mieten lassen, in denen lange Wege, technische Pannen etc. leichter zu vermeiden sind.

Nur mit Affenmannlyrik (so entspannend der Unsinn auch sein mag), Parties und Sightseeing kommt die StuTS auch nicht weiter und ist vielleicht wirklich bloß ein banales Treffen von Sprach(wissenschafts?)freaks. Ist es das, was wir wollen? Oder wollen wir (auch von anderen Linguisten, den Professores, den Sponsoren etc.) als richtige Tagung anerkannt und ernstgenommen werden?
Vielleicht müssen wir dann auch einmal genauer hinsehen, was uns von ConSoLE und TaCoS und anderen studentischen Tagungen unterscheidet.


Liebe Mainzer Orgas, lasst Euch nicht fertigmachen und macht Euch nicht fertig. Ihr habt Euch in Leipzig sehr spontan und kurzfristig entschieden, der StuTS aus der Patsche zu helfen, als sich kein anderer bereit fand, der sie organisieren wollte. Im Grunde hättet Ihr also eine größere Portion Dankbarkeit dafür verdient, dass Ihr diesen Sprung ins kalte Wasser gewagt habt, ohne selbst schon oft auf vielen StuTSen gewesen zu sein. Aber über dieses Hintergrundwissen verfügten leider nicht alle.


Die Geburtstagsparty und -überraschungen fand ich klasse. Wir fragen dann noch mal an, ob Ihr nicht die 50. StuTS machen wollt, ok? *scherz*



So, und nun dürft Ihr alle auf mich einprügeln, weil ich das hier alles geschrieben habe.

janwo


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24.11.2004, 18:57:32
Beitrag #2
Ein schnelles Wort von "Ms Enthusiasmus"
Also, ich fand es in Mainz ja toll. Die Pannen waren vernachlässigbar (nichts dabei, was mir den Spaß verdorben hätte), es gab genug Linguistik und genug Spaß, um mich bei Laune zu halten, und genug nette Leute obendrein. Als selber genug Pannen verursacht habender Ex-Orga finde ich, daß solide Arbeit geleistet wurde -- und die Mainzer auch bei der nervigsten, drängeligsten Frage noch ruhig und souverän waren.

(Und ja, Erfahrungsbericht. Habe ich mit hinter die Ohren geschrieben -- ebenso wie Proceedings für Leipzig!)
Und jetzt Schluß, ich habe nämlich heute eigentlich von höchster Stelle Forum-Verbot erteilt bekommen.

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24.11.2004, 21:10:25
Beitrag #3
Re: 36. StuTS : Nachlese und Ausblick
Halla aach,

finde ich gut, dass du an dieser Stelle ein bisschen Kritik bringst (ohne das Positive zu übersehen). Vielleicht schaut ja jemand von den Saarbriggern mal hier vorbei und nimmt sich etwas davon zu Herzen.
Unten noch mein Senf, auch wenn ich nicht weiß, ob der an dieser Stelle was bringt - vielleicht ein bisschen Diskussionsstoff im Raum.

Zur Länge der AGs: Variable Längen zwecks Benutzerfreundlichkeit sind zwar OK, aber nur, solange alles ineinander schachtelbar bleibt. Ich denke, wenn plötzlich ein Vortrag eineinhalb mal so lang ist wie ein anderer, ist die Benutzerfreundlichkeit sogar herabgesetzt, weil man zu lange über seinen Tagungsplan nachdenken muss. Wenn verschiedene Längen tatsächlich erforderlich sein sollten (sind sie das?), ist wahrscheinlich 90:45 die beste Lösung.

Wegen der AGs:
Ich denke, es ist tatsächlich eine große Frage, was die StutTS denn nun sein will: Spaß- und Kennenlernveranstaltung für Studenten mit angehängten Vorträgen oder Forum für junge Linguisten mit Zweck Lernen und Austausch und daneben nettem Rahmenprogramm (ich hoffe, ich habe da deinen, Jans, Beitrag nicht fehlinterpretiert). Ich persönlich fände es toll, wenn es mehr in die letztere Richtung ginge - das heißt ja nicht, dass das Ganze dann bierernst würde, nur wäre es eben Linguistik plus Spaß anstatt Spaß plus Linguistik. Aber wahrscheinlich lässt sich so etwas schlecht steuern. Jedenfalls hängen mit dieser Frage einige Probleme zusammen, wie z.B. das notorische Plenumsschweigen ("Was soll ich zu dieser AG nun sagen? Lustig war's" oder "War ich da drin?") und die Not, rechtzeitig genug AGs zusammen zu bekommen ("Ach stimmt, AGs werden ja auch noch gebraucht").

Und das war's auch schon.
Grüße ans StuTS-Forum
Robert

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24.11.2004, 21:46:49
Beitrag #4
 
Zitat:Ich persönlich fände es toll, wenn es mehr in die letztere Richtung ginge - das heißt ja nicht, dass das Ganze dann bierernst würde, nur wäre es eben Linguistik plus Spaß anstatt Spaß plus Linguistik.

Ich kann dir nur zustimmen! Ich sehe das genauso.
Leider gibt es viel zu viele, die eben nur zur StuTS fahren, um alte "Freunde" wieder zu sehen, neue Leute kennenzulernen, und jeden Tag Party zu machen.
Die StuTS ist da wohl nur noch Nebensache. Man schaut halt beim Frühstück und an einem Vortrag insgesamt vorbei und das war's.
Nun ja, dagegen kann man wohl nichts machen. Es muss ja auch jeder für sich selbst am besten wissen.
Ich jedenfalls fände etwas mehr Ernst an der Sache schon gut. Gerade wenn ich mich an einige Studenten erinnere, die mal sagten, die StuTS wäre doch viiieeel zu ernst und steif und man sollte etwas mehr Spaß da rein bringen :shock: (absichtlich ohne Namen).
Warten wir ab, wie es sich entwickelt...

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26.11.2004, 02:48:48
Beitrag #5
 
Hallo,

ich finde gar nicht, dass die StuTS "nur Spaß" ist oder zu viel Spaß. Ich habe von überall her gehört, dass die AGs gut besucht waren. Die StuTS ist doch ziemlich lang - es sind 4 Nächte, die man wo anders verbringt, da ist doch klar, dass man ausgehen will... Ansonsten ist doch von der StuTS aus nicht viel "Spaß", außer der Party. Und gerade dass man Leute wieder trifft, die man nur zwei Mal im Jahr eben bei der StuTS sieht, finde ich toll. Ich hatte schon in Leipzig das Gefühl, dass es eine große "Community" ist, zu der man unweigerlich dazu gehören möchte. Wie auch immer, jedem seine Meinung.

Oder ist mit dem "nur Spaß" jetzt auch der Rahmenprogramm-Tag gemeint? Langsam kommt es mir so vor, als ob wir da was falsch verstanden hätten. Wir haben versucht, die StuTS genauso aufzubauen wie die in Leipzig, Mittwoch ankommen, Donnerstag AGs, Freitag Sightseeing, Samstag AGs + Party und Sonntags Brunch. Die wenigen Erfahrungsberichte beschreiben den Ablauf so, die alten Flyer und Beschreibungen über "Was ist die StuTS" und so weiter beschreiben das auch so und als sei das so "Tradition". Da wir nur auf einer StuTS zuvor waren (Luise war wohl schon öfters, aber die ist ja gerade in Finnland), haben wir uns einfach nach diesen Ausführungen gerichtet. Stimmt das alles denn nicht?

Ich finde es auch schwierig, die StuTS "professioneller" zu gestalten. Dazu müsste das jeweilige Orgateam von mindestens einer erfahrenen Person viel mehr unterstützt werden. Es wird erwartet, dass man voll die Professionalität hinlegt, auch wenn man so was noch nie gemacht hat. Auf der anderen Seite soll die StuTS - so wie ich das Konzept verstanden habe - eben auch dazu dienen ERFAHRUNGEN ZU SAMMELN, indem man entweder an der StuTS als passiver Teilnehmer teilnimmt, oder aktiv eine AG anbietet (man hat die Möglichkeit, Mal zu testen, wie das so ist, auf der "anderen Seite"), oder Ultra-Aktiv-und-sein-Leben-auopfernd Zwinker eine ganze StuTS zu organisieren. Da müssen sowohl Fehler als auch Kritik erlaubt sein. So wie es ist, finde ich es auch gut. Aber wenn es seriöser und professioneller wird, kann man nicht einfach Leute das machen lassen, die keine Erfahrung haben und erste(!) Erfahrungen sammeln wollen, sondern muss Leute das organisieren lassen, die diese Erfahrung schon haben - und dann geht dieser ganze Teil des Sinns der StuTS verloren (Mal ganz abgesehen davon, dass man das alles freiwillig macht, sehr viel Zeit investiert, egal wie gut oder wie schlecht die StuTS wird und nichts außer der Erfahrung daran an GELD speziell verdient). Das tolle ist doch, dass ich und alle, die jemals eine StuTS organisiert haben, jetzt wissen, wie es geht, was schief geht, was man beachten muss etc. Mehr als dass da eventuell "zu viel" Spaß dabei sein könnte stört mich, dass die Erwartungen so hoch sind (aber vielleicht auch nur, weil ich betroffen bin... wobei, als ich in Leipzig war, war ich erstaunt, wieviel Service wir erhalten haben udn wie toll alles war und hab es sehr hoch gewürdigt, was sie alles auf die Beine gestellt haben, - für so einen geringen Teilnehmerbeitrag). Ich hatte irgendwie erwartet, dass die Leute eher sich total freuen, auf einer STUTS überhaupt wieder zu sein, die "Community" zu sehen und wie sie sich erweitert und so, und dass die Pannen eher total egal sind, und dass Professionalität gar nicht zählt, sondern eher ein Extra-Bonus ist (so hatte ich das in Leipzig empfunden. Ich hatte erwartet, auf Isomatte zu schlafen, ewig viel Geld für ÖPNV zu zahlen, jeden Tag selbst mein Frühstück zu bezahlen etc, und dann war ich total überrascht, dass das alles ganz anders, komfortabel und so war).

Mal ganz abgesehen davon, wer ist eigentlich "wir"?
Zitat:Ist es das, was wir wollen? Oder wollen wir (auch von anderen Linguisten, den Professores, den Sponsoren etc.) als richtige Tagung anerkannt und ernstgenommen werden?
"Wir" sind doch HIER nur eine kleine Minderheit der StuTS - vielleicht eine engagiertere als diejenigen, die sich gerade nicht im Forum beteiligen, aber trotzdem - "wir" haben doch keine Entscheidungskraft. Es entscheidet die Mehrheit der Teilnehmer, die kommen werden und die StuTS so gestalten werden, wie sie es wollen. Wenn eine Minderheit etwas beschließt, könnte es doch sein, dass die Mehrheit - diejenigen die die StuTS nun Mal gestalten - nicht mehr daran teilnehmen wollen. Ich weiß nicht, ob ich mich klar ausdrücke. Ich meine.. man muss halt aufpassen, dass das "wir" nicht zu arrogant wird. Ich habe nicht das Gefühl, dass die Leute die AGs nicht ernst nehmen oder so. Ich habe während der Tagung sehr viele gefragt, wie ihre AGs liefen (die besuchten und selbst gemachten), und es kam nur Positives. Man muss ja nicht zur Party gehen, wenn einem das zu "bunt" wird Zwinker

Was die AGs betrifft, so schreibe ich das lieber unter "Organisatorisches"... morgen oder so.

Gute Nacht!

Johanna

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26.11.2004, 11:16:48
Beitrag #6
 
Hallo allerseits,
Liebe Johanna,

Was ich mit "nur Spaß" meinte, war nicht auf die Mainzer StuTS speziell gemünzt, sondern eher auf eine generelle Tendenz, die seit einigen Jahren zu beobachten ist. Und mein Beitrag war auch nicht so sehr als Kritik an Euch Organisatoren gemeint, wie es vielleicht aussehen mag. Was den Ablauf und das Programm angeht habt Ihr Euch (wie Du ja auch schreibst) an dem orientiert, was bislang immer so üblich war, und Ihr müsst Euch auch in dieser Hinsicht nicht vorwerfen (lassen), dass Ihr eine schlechte Tagung abgeliefert habt. Vieles von dem, was hier kritisiert wurde, ist nicht wirklich Eure "Schuld". Wie Du schon sagst, dafür muss auch jedes Orgateam Erfahrungen sammeln, und normalerweise sich auf der StuTS vor der "eigenen" noch mal genau umschauen. Die Chance hattet Ihr ja gar nicht.

Die für mich wichtigere Frage ist, ob das weiterhin alles "Tradition" bleiben soll, was bislang so vorgesehen war. Deshalb ja auch unser Experiment mit den flexibleren AG-Zeiten. Vielleicht sind einige der StuTS-Traditionen überholt. Und vielleicht wird es Zeit, sich über Sinn und Zweck der Tagung einmal offen und öffentlich Gedanken zu machen.

Klar, die StuTS ist ein "Familientreffen" und es soll nicht alles todernst sein. Aber manchmal frage (nicht nur) ich mich doch, ob die StuTS sich in eine gesunde Richtung entwickelt. (Mag sein, dass ich "zu alt" dafür bin, aber wenn ich mir Danielas Kommentar ansehe, scheint es nicht am Alter zu liegen...)

Wenn AG-Zusammenfassungen aus Unlust (des Publikums) ausfallen, oder Morgenplena oder etwas anspruchsvollere AGs (Charitons AG zum Beispiel, oder die von Mua'yyed) nur schwach besucht sind, dann leidet das "Traditionelle" bzw. das "Tagungsmäßige" der StuTS darunter - finde ich. Auch wenn es Spaß-AGs schon seit der ersten StuTS gibt, und das auch gut so ist.

"Früher" war die StuTS ein low-budget-Treffen von Leuten, die sich überdurchschnittlich für Sprachwissenschaft interessieren. Es war zugleich und ganz ausdrücklich auch eine Bundesfachschaftentagung. Von Hochschulpolitik hat man allerdings auf den StuTSen schon lange nichts mehr gehört, das letzte was annähernd in diese Richtung ging war die Ethik-Diskussion auf der 32. StuTS (Göttingen, 2002), ansonsten muss man schon bis zur 22. StuTS (Kiel, 1997) und 24. StuTS (Köln, 1998) zurück schauen, wo Studiensituation und Bildungsreform thematisiert wurden. Wahrscheinlich ist dies ein Ausdruck der allgemeinen Tendenz, dass sich weniger Leute für HoPo interessieren.

Gut, vielleicht muss sich die StuTS inhaltlich und programmtechnisch verändern, aber dann muss das von irgend einer Form von "wir" mehrheitlich beschlossen werden. Traditionellerweise wäre das ein Abschlussplenum, in dem dieses Thema diskutiert wird. Weder der Förderverein (dessen Satzung es auch verbietet), noch die Handvoll Leute aus der StuTS-Org-AG haben zu bestimmen, was die StuTS letztendlich ist und was nicht. Da hast Du völlig Recht, Johanna. Aber vielleicht können diejenigen, die sich halt überdurchschnittlich engagieren (wollen), z.B. hier im Forum, zumindest Denkanstöße geben und Diskussionen anzetteln, die vielen anderen schlichtweg gleichgültig ist.
"Wir" haben jetzt also ein knappes halbes Jahr und eine StuTS vor uns, wo wir uns gemeinsam Gedanken darüber machen können, in welche Richtung die StuTS sich entwickeln soll, bevor überhaupt irgend etwas entschieden wird.

Was aus dann tatsächlich der StuTS wird, hängt eben auch sehr stark von ihren Teilnehmern ab, nicht nur von denen, die das Programm organisieren.

Deshalb wiederhole ich mich noch einmal: Wenn auf der einen Seite von den Organisatoren und von der Durchführung ein höherer Grad an Professionalität verlangt wird (ob das gerechtfertigt und machbar ist, ist eine ganz andere Diskussion, die können wir hier aber auch gerne führen!), dann muss auch von den Teilnehmern etwas Passendes zurück kommen. Und daran hapert es meiner Meinung nach in vielen Fällen. Wie auch Daniela schon bemerkt:
Daniela schrieb:Leider gibt es viel zu viele, die eben nur zur StuTS fahren, um alte "Freunde" wieder zu sehen, neue Leute kennenzulernen, und jeden Tag Party zu machen. Die StuTS ist da wohl nur noch Nebensache. Man schaut halt beim Frühstück und an einem Vortrag insgesamt vorbei und das war's.

Dagegen kann man nichts machen, das stimmt. Leider. Ich hab auch keine Idee, wie man das ändern könnte, und ob überhaupt...
Daniela schrieb:Ich jedenfalls fände etwas mehr Ernst an der Sache schon gut. Gerade wenn ich mich an einige Studenten erinnere, die mal sagten, die StuTS wäre doch viiieeel zu ernst und steif und man sollte etwas mehr Spaß da rein bringen.

Man nehme auch diesen Spruch:
Zitat:"Das ist alles viel zu linguistisch hier!"
(so verlautbart in Düsseldorf letztes Jahr).
Also, meiner Meinung nach ist jemand mit so einer Einstellung einfach fehl am Platze auf einer StuTS. Bitte sagt mir, warum ich damit falsch liege!?!

Klar, die StuTS ist traditionell offen für alle. Aber es sollte nun einmal schon so sein, dass die Linguistik im Vordergrund steht. Das tut sie bei vielen Teilnehmern zweifelsohne, aber bei manchen eben nicht. Und ein bisschen habe ich die Sorge, dass diese "manchen" auf kurz oder lang die Oberhand gewinnen.

Mit Sicherheit war es bei Mua'yyed ein großes Missverständnis (seine Schuld! Er wurde oft genug auf das Stu hingewiesen), aber was er mir zum Abschied gesagt hat, tat mir trotzdem weh:
Zitat:Maybe we meet again on a REAL conference...

Natürlich ist die StuTS kein Forum für die Alteingesessenen und Habilitierten, wie die DGfS-Jahrestagung. Aber es nehmen dennoch auch viele Postgraduierte daran teil, die auch auf andere Konferenzen fahren. Und deren erste "Gehversuche" fanden oft auf der StuTS statt. Meiner Meinung nach solte die StuTS auch weiterhin eine "echte" Tagung sein, nur eben von und für Studenten, die es dem "linguistischen Nachwuchs" ermöglicht, sich unter seinesgleichen über sprachwissenschaftliche Themen auszutauschen und das "Tagungsgeschäft" zwanglos kennenzulernen -- sowohl seitens der Teilnahme als auch seitens der Organisation.
Ich habe übrigens schon "echte" Tagungen erlebt, die deutlich schlechter organisiert waren als die durchschnittliche StuTS. Das nur mal am Rande...

So. Ich habe fertig.
Gruß,
jan


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27.11.2004, 12:38:55
Beitrag #7
 
Zitat:Maybe we meet again on a REAL conference...

uff :shock: Das ist schon gemein...

Naja, vielleicht geb' ich auch einfach mal meinen Senf dazu...

Meine Wenigkeit war erst auf einer StuTS - nämlich auf der in Leipzig, und die hat mir wirklich sehr gut gefallen. Nach Mainz hab ich es aus Zeitgründen leider nicht geschafft. Traurig

Ich bin der Meinung, dass auf der Studentischen Tagung Sprachwissenschaft auch die Sprachwissenschaft im Vordergrund stehen sollte - wieso sollte sie denn sonst so heißen?! Es heißt eben nicht "halbjähriges Sauftreffen für Linguisten"... wer möchte, kann dieses Treffen ja gründen, aber ich wäre jedenfalls nicht dabei. (Ich wüsste da schon im Vorhinein, dass ich mir das Geld für die Anreise sparen kann...)

Was mir in Leipzig sehr gefallen hat, war schon auch das "neue-Leute-sehen", das will ich gar nicht leugnen. Es kann sehr nett und auch motivierend (!) sein, auch mal andere Leute zu sehen - vor allem wenn man an einem so kleinen Institut wie in Wien studiert. Es ist halt einfach schön, wenn man auch mal andere trifft, die die gleichen Interessen haben, oder ähnliche. Und diese Interessen sollten dann auf irgendeine Art und Weise auch im Mittelpunkt stehen!

Außerdem habe ich von meinem Studienschwerpunkt (Diskursanalyse/Mikrosoziolinguistik) her meistens mit ganz anderen Sachen zu tun als jenen, die (zumindest in Leipzig) in den AGs behandelt wurden. Ich interessiere mich aber auch für das, was andere Leute - mit der gleichen Leidenschaft, mit der ich mein "Ding" mache - tun, höre sie gern drüber reden... das macht einfach Spaß, man lernt was dazu, und das sollte irgendwo doch auch der Sinn des Ganzen sein. (Man kann mir jetzt unterstellen, dass ich einen komische Auffassung von "Spaß" habe - aber ich war schon in der Schule ziemlich unglücklich darüber, wenn Schikurse oder sonstige Ausflüge von meinen MitschülerInnen nur als Gelegenheit gesehen wurden, sich "mal wieder" anzusaufen. Ich hab bis heute eine Abneigung gegen sowas, aber das ist nur meine Meinung.)

Die StuTS soll eine Plattform sein für Austausch - das wäre das, was auch ich mir wünsche. Auch wenn ich erst einmal dort war und das vielleicht nicht so gut beurteilen kann, finde ich, sie sollte keinesfalls zu einem nur-Spaß-Treffen für Leute verkommen, die zufällig das gleiche studieren. :?

Ein persönlicher Wunsch von mir wäre noch, dass es z.B. auf der StuTS-Website nicht mehr überall nur Allgemeine Sprachwissenschaft heißt (auch wenn die Studienrichtung bei Euch fast überall so heißt, das ist mir schon klar), weil ich denke, dass auch ganz andere Richtungen was zu sagen haben und interessant sind Wink Und im deutschen Sprachraum steht die Angewandte Sprachwissenschaft für sehr vieles! (Und mir persönlich liegt das eben sehr am Herzen... :lol: )

Aber das ist wohl eher eine Sache des Engagements von Einzelpersonen, die in diese Richtung drängen, AGs anbieten, usw. Das also nur am Rande Zwinker

Ich denke einfach, die Sprachwissenschaft und ihre StudentInnen haben was zu sagen, und die StuTS sollte dafür eine Plattform sein - und in Zeiten wie diesen durchaus auch für gesellschafts-/hochschulpolitische Themen.

l.g.
Julia


Zu wissen, was man tun sollte, ist sicher das Schwierigste im Leben. Es zu tun, ist vergleichsweise einfach.
(Margaret Mitchell, Astronomin 1818-1889)
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27.11.2004, 15:39:19
Beitrag #8
 
Hallo!

Frisch angemeldet, geb ich halt auch mal meinen Senf dazu.
Ich finde auch - wie ihr offensichtlich alle - dass die StuTS in erster Linie Fachtagung sein sollte. Ich meine aber eigentlich, dass sie das auch ist, und die meisten sehen sie auch so. Ausnahmen bestätigen halt die Regel.

Dass zu den "schwierigen" Vorträgen keiner geht, ist ein Problem, für das, denke ich, drei Faktoren verantwortlich sind.

Erstens: die StuTS hat kein Rahmenthema, und wird von Vertretern der unterschiedlichsten Fächer besucht. Das heißt, Indogermanist trifft auf Computerlinguistin trifft auf Anglistin trifft auf... Man ist mit Vorträgen konfrontiert, in denen es um Sachen geht, von denen man *absolut nichts* versteht, bei denen einem schon die Grundbegriffe fehlen. Dieser Blick -über-den-Tellerrand-Effekt ist (zumindest für mich) ja gerade auch das Schöne an der StuTS. Aber das bedeutet halt auch, dass es gar nicht in die Tiefe gehen *kann.* Sonst wäre die AG-Zeit schon rum, bis man die Terminologie geklärt hat.

Zweitens: die StuTS ist offen für alle, auch für Leute im Grundstudium, auch im ersten Semester. Und die haben ja an den Überblicks- und Einführungsvorträgen schon zu kauen...man kann vielleicht nicht erwarten, dass sie in AGs gehen, deren Titel sie schon nicht verstehen.

Und drittens: Man ist zu müde. Wer nur ca. 4 Stunden auf 'ner Isomatte geschlafen und mehr Ringe unter den Augen hat als Olympia auf der Flagge, geht schon deshalb lieber zu "Korrekt Döner bestellen" (nix gegen diese AG, war bestimmt super, nur der Titel passt so schön!) als zu "Pronominal Binding usw." Um überhaupt was zu verstehen.

Was ich damit sagen will: Die Präferenz für "einfachere" AGs hat nicht unbedingt was damit zu tun, dass man nicht engagiert ist oder sich für nix interessiert. Ich glaube schon, dass die meisten Leute *wegen* der AGs kommen, und nicht *trotz.* Ich war jedenfalls bass erstaunt, dass Leute am Samstagabend um 18:15 noch mit mir über Lautwandel im Spätaltenglischen diskutieren wollten...
Vielleicht muss man einfach damit leben, dass die StuTS eben ein breites Forum für Linguisten der verschiedensten Richtungen ist, dafür aber halt in den einzelnen Bereichen nicht gerade verzwickte Spezialthemen präsentiert. Deswegen wird sie IMHO nicht "unprofessionell," und vielleicht zieht sie auf lange Sicht sogar mehr Teilnehmer an...weil sich mehr Leute hintrauen...

Was die Professionalität der Organisation angeht, sehe ich das genauso wie Johanna. Wer garantiert pannenfreie Orga erwartet, darf halt die StuTS nur an "alte Hasen" vergeben - wodurch die StuTS aber immer mehr zum geschlossenen Club würde...oder die Dokumentation muss halt besser werden, wie gehabt.
Vielleicht sind wir aber selbst auch ein bißchen"schuld" an dieser Erwartungshaltung. Wir hatten eine professionelle Website, Hochglanzplakate, wir haben auf hochoffiziellen Websites (mainz.de) usw. Werbung gemacht und uns generell nach außen als professionelle Tagung präsentiert. (Natürlich mit dem Hintergedanken, Sponsoren zu gewinnen, Professoren zu beeindrucken etc.) Aber vielleicht ist es dann kein Wunder, dass die Leute einen so hohen Level von Professionalität auch während der Tagung erwarten.

Zum Thema StuTS-Traditionen:
Ganz ehrlich: Zusammenfassungen von AGs, die kein Ergebnis haben, finde ich eigentlich auch nicht besonders ergiebig. Wer nicht da war, hat es eh verpasst. Wer sich trotzdem über den Inhalt informieren will, lässt sich besser ein Handout geben. Ich kann also verstehen, dass die Leute das nicht machen wollen. Vielleicht hat einge aber auch die Aussicht abgeschreckt, das auf Englisch machen zu sollen...

Die Tradition, den Freitag von AGs freizuhalten, sollte man auf jeden Fall aufgeben. Mir wurde in Mainz von mehreren Leuten gesagt - leider eben erst *während* der Tagung, als es zu spät war - dass es bei früheren StuTSen auch schon AGs am Freitag gegeben habe. Weiß nicht ob das stimmt...Jan? Auf jeden Fall hätten sie alle nix dagegen gehabt, wenn am Freitag auch "Fachprogramm" gewesen wäre. Wie Johanna schon geschrieben hat - wir konnten das beim besten Willen nicht wissen. Aber für künftige StuTSen sollte man es sich überlegen...

Und die Sache mit den flexiblen AGs:
Vielleicht könnte man für jeden Tag eine andere Länge einführen. Also: Alle 60-Minuten-AGs am Donnerstag, alle 45 Minuten-AGs am Freitag, alle 90-Minuten-AGs am Samstag. Das bedeutet natürlich, dass man nicht auf alle Sonderwünsche der Marke "ich will aber nicht parallel zu AG x halten" eingehen kann. Aber das ist schließlich auch zu verkraften. Ich musste auch parallel zur StuTS-Org halten, obwohl ich da gern hingegangen wäre...und hab's gemacht, ganz ohne zu weinen! ;-)

Gruß
Julia

P.S. Vielleicht sollten wir für die weitere Diskussion mehrere getrennte Threads aufmachen. Hab ich mich jetzt nicht getraut, beim ersten Posting... Aber es ist ein bißchen unübersichtlich...

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27.11.2004, 16:37:14
Beitrag #9
 
Und wieder Jan's Senf* dazu:

julesvienna schrieb:Ein persönlicher Wunsch von mir wäre noch, dass es z.B. auf der StuTS-Website nicht mehr überall nur Allgemeine Sprachwissenschaft heißt

Ich glaube, dass das "allgemeine" sich von den ersten Tagungen her erhalten hat. Damals war es explizit eine Tagung nur für ASW (Die erste StuTS hieß denn auch noch nicht StuTS sondern "Fachtagung für Allgemeine Sprachwissenschaft"). da gab es keine Einadung für Germanisten, Anglisten, Indogermanisten etc. Die hatten ja meistens schon ihre Bundesfachschaftentagungen.
Aber Du hast Recht: Wir sind offen für alle, dann sollten wir das auch in der Beschreibung so formulieren.



Julia schrieb:Was die Professionalität der Organisation angeht, sehe ich das genauso wie Johanna. Wer garantiert pannenfreie Orga erwartet, darf halt die StuTS nur an "alte Hasen" vergeben - wodurch die StuTS aber immer mehr zum geschlossenen Club würde...oder die Dokumentation muss halt besser werden, wie gehabt.

An der Dokumentation arbeiten wir. Und auch Ihr in Mainz könnt viel dazu beitragen, dass die Dokumentation etwas aktueller wird. Ansonsten nochmals der allseits beliebte Zaunpfahlwink nach Düsseldorf und Leipzig... *huhu*
Und "alte Hasen". Naja. Die wenigsten dürften Spaß daran haben, StuTS im Plural zu organisieren. Aber theoretisch haben die Orgateams ja die "alten Hasen" via Mail/Forum/Telefon im Hintergrund.

Zitat:Vielleicht sind wir aber selbst auch ein bißchen"schuld" an dieser Erwartungshaltung. [...]

Aber es ist ja nicht verkehrt, das so zu machen. Gerade weil wir Sponsoren brauchen und meistens auch die professorale Rückendeckung. Und die gibt es halt für eine seröse Tagung eher als für etwas, was in fremder Leute Augen eher wie ein gemütliches Beisammensein anmutet.


Zitat:Die Tradition, den Freitag von AGs freizuhalten, sollte man auf jeden Fall aufgeben.

Das ist auch eher eine "Tradition aus der Not heraus": An vielen Unis bekommt man am Werktag keine Seminarräume und im Sommersemester ist der Donnerstag ja ein Feiertag, so dass man den eher mit AGs vollpackte, um am Freitag, wo man keine Räume kriegen kann, den "Kulturtag" zu machen.
Ich weiß nicht mehr, wer es war, der mir das vorgeschlagen hat, aber ich repoduzier's einfach mal hier: Man könnte doch das Besichtigungsprogramm etc. auf zwei halbe Tage verteilen, das würde das Programm auflockern, und wer später kommen muss hat nicht gleich die halbe Zahl der AGs verpasst.
Es hat auch schon mal Überlegungen gegeben, noch am Sonntag AGs zu machen, aber das ist wohl nicht so günstig...


Was die AG-Längen angeht, so kann man ja auch zwei 45er-AGs parallel zu einer 90er planen, und wenn es 60er auch geben soll, dann haben die halt vorne und hinten 15 MInuten Pause extra. Wenn man etwas weniger auf die Sonderwünsche á la "ich will nicht parallel zu xy" eingeht, kann man - denke ich - etwas besser planen. Und auf anderen Tagungen müssen sich die Referenten auch nach dem richten, was die Planer vorgesehen haben.

Gruß,
jan


*) Jaja, ich weiß: Wer überall seinen Senf dazu gibt, kommt leicht in Verdacht, ein Würstchen zu sein...


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29.11.2004, 11:54:05
Beitrag #10
 
Tolle Beiträge von beiden, Jan und Julia Lächel

zu den AGs:
Ich halte das für schwierig, mancheTage 45er, and anderen 60er bzw 90er zu machen. So ähnlich hatte ich es zu allererst auch versucht, aber es klappt biem besten Willen nicht, weil viele (gerade die AG-Leiter) irgendwie entweder NUR am Samstag oder NUR am Donnerstag konnten und zwar aus wichtigem Grund, nicht einfach nur, weil Ihre AG parallel zu soundso lief.

Ich finde, der Zeitplan für das Rahmenprogramm sollte felxibel sein und sich nach den Räumlichkeiten richten. Als wir die Räume beantragt haben, haben wir zwar schon gesagt, dass wir es bevorzugen würden, wenn Freitags frei wäre (wir dachten nämlich, es muss so sein und wird so erwartet), jedoch waren wir froh über jeden Raum, den wir kriegen konnten udn haben dann halt gesagt, dass es eigentlich egal ist, und wenn sie eher Freitags Räume hätten, dann sollten die uns halt Freitags Räume geben, udn Rahmenprogramm würden wir wann anders machen. Auch das Aufteilen auf zwei Nachmittage hatten wir im Visier. Aber Freitags GAB es einfach KEINE Räume. Es war schon ein Drama, überhaupt Frühstücksräume zu kriegen.

Und 60er AGs oder egal welche AGs ein bisschen länger machen, um die Blöcke besser abzustimmen geht unter Umständen vor allem bei Raumknappheit und großem AG-Angebot gar nicht. Wir haben die maximale Anzahl an Räumen beantragt die zu dem Zeitpunkt möglich war. Und trotzdem saß ich am Stundenplan etwa 3 Stunden mit hin und her verschieben... und musste dann eh am nächsten Tag 60% davon ändern. Anfangs habe ich allen 45er und 90er noch 15 Minuten dazu gegeben oder irgendiwe aufgerundet, damit man auch die Wege laufen konnte und so weiter. Aber es GING einfach nicht anders, als wie ichs dann gemacht hab. Die zeiten der AGs waren zu unterschiedlich. Das Experiment ist einfach fehlgeschlagen. Es war zwar toll, um die Leute zu überzeugen, AGs anzubieten (viele waren froh, dass sie eine AG für nur 45 MInuten halten konnten), aber Zeitplanmäßig katasthrophal, weil durch die Zugaben zu viel Zeit verloren ging, und dann nicht genug Zeit für andere AGs da war. Ich musste dann alles wieder kürzer machen und am Ende sind doch alle AGs auf ihre eigentliche Länge geschrumpft. Es sei denn, ich bin ein völliger Idiot und habs einfach nicht hingekriegt. Aber Ich denke nicht Zwinker Man musste ja auch tausend Sachen berücksichtigen, wie Welche Technik sich beriets in welchen Räumen befindet, wer wann nicht kann, dass zu jeder Zeit wenigstens eine AG auf Englisch laufen sollte, weil zwei parallel sind bei zwei Englischsprecher doof und dann möglichst noch die Sonderwünsche à la "ich will aber nicht parallel zu AG X", wobei diese natürlich nicht vorrangig waren.

Daher plädiere ich DRINGEND darauf, ENTWEDER 60 und 120 Minütige zu machen, ODER 45 und 90. Wobei man auch einfach SAGEN könnte, dass sie 45 und 90 sein SOLLEN, aber man PLANT dann 60 udn 120, dann ist genug Zeit, Päuschen zu machen, hinzulaufen, weiter zu diskutieren falls die AGdie Diskussion angeregt hat, oder wenn der unerfahrene AG-Leiter einfachlänger braucht, als er denkt.

Desweiteren ist eine Deadline unbedingt nötig. Muss ja nicht sooo streng sein wie bei ConSOLE, aber spätestens 1 Woche vor der StuTS sollte es schon sein. Und dann kann man schon Mal seinen leeren Stundenplan voll machen, irgendwann ist er voll und kann dann auchsagen, jetzt keine mehr, punkt aus. Wahrscheinlich ist es besser, ein bisschen weniger Angebot zu haben, dafür aber erreichbarer (durch weniger Überschneidungen), übersichtlicher, und außerdem MÜSSEN dann mehr Leute zu den jeweiligen AGs kommen, wenn es nicht so viele parallel gibt Zwinker Ach ja.. vielleicht kann man sogar eine Deadline machen und auch sagen, es werden nur soundso viele AGs angenommen. Zwar nicht wie bie ConSOLE, wo ein Kommitee auswählt, aber einfach: die ersten 20 kommen rein, der Rest Pech gehabt(?) Natürlich wäre es dann doof, wenn es wenige AG-Anmeldungen gibt und man froh wäre, in der letzten Woche nach der Deadline noch welche zu bekommen (wobei wir in der letzten Woche nur noch ganz wenige bekommen haben... oder nur eine, dieser Person habe ich aber abgesagt, das war wirklich EIN tag vor der StuTS, er war nicht angemeldet und wollte nur vortragen, und das Thema war gar nicht seins, sonder die Magisterarbeit eines Freundes und mein Stundenplan war eh schon brechend voll... nur Abstracts kamen halt bis zu letzt, aber die hatten schon ewig vorher ihre AG angemeldet). Keine Ahnung wie man das lösen kann... wobei ich mir gar nicht vorstellen kann, dass es bei der StuTS heutzutage AG-Knappheit geben könnte... Für die Abstracts sollte es auch eine Deadline geben, übrigens.

OK, genug für heute

Gruß
Johanna

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