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[Morph]: Morphologie  » nicht erledigt Die Ersparnis durch eine Flexionsmorphologie im Deutschen.
▶ Ich beschäfige mich mit dieser Frage schon lange. Vielleicht habt ihr eine Ahnung davon. Ich bitte um die Hilfe

03.11.2013, 17:11:49
Beitrag #1
Die Ersparnis durch eine Flexionsmorphologie im Deutschen.
Natürlich-sprachliche Systeme verwenden entweder Wortformenlexika, oder sie verwenden
eine Flexionsmorphologie (Lemmatisierer), und brauchen dann nur die Wortst amme
explizit als Einträge aufzuführen (Stammlexika). Die Ersparnis durch eine Flexionsmorphologie
ist von Sprache zu Sprache stark verschieden: Bei der exionsarmen englischen
Sprache ist das Verh altnis Wortformen: Stämme und damit der Einsparungsfaktor < 2.
Bei Sprachen wie dem Türkischen und Finnischen liegt er eher in der Gegend von 50
oder 100. Beim Deutschen liegt er irgendwo zwischen den Extremen.
Versuchen Sie, die Relation Wortformen:Stämme für das Deutsche abzuschätzen, und
beschreiben Sie Ihr Vorgehen.

Danke im Voraus.


Hallo, ich bin Krishna und seit 02.11.2013 19:28 hier angemeldet.
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03.11.2013, 17:56:32
Beitrag #2
RE: Die Ersparnis durch eine Flexionsmorphologie im Deutschen.
Liebe Krishna,

vielleicht sagst du etwas dazu, woher diese Frage kommt?
Musst du diese Aufgabe für dein Studium lösen? Wo genau liegt denn die Schwierigkeit für dich?

Viele Grüße,
kpl


Lächel
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03.11.2013, 18:10:32
Beitrag #3
RE: Die Ersparnis durch eine Flexionsmorphologie im Deutschen.
Ja das ist für mein Studium. Das Problem ist, das ich die Ersparnis nicht abschätzen kann.

Flexionsparadigmata des Deutschen sind durch Synkretismus gekennzeichnet; mit Synkretismus bezeichnet man den Zusammenfall von Flexionsformen mit verschiedenen Flexionskategorisierungen in eine Form. So hat das substantivische Paradigma 8 Positionen, weist aber im besten Fall 4, oft aber nur 2 morphologisch distinkte Formen auf.

Das Paradigma des Pronomens bzw. Artikels ist nach den vier Kasus und den beiden Numeri gegliedert. Im Singular wird außerdem nach dem Genus differenziert. Es ergeben sich damit 16 Positionen.

Verben flektieren zum einen nach Person (1., 2. und 3.) und Numerus (Singular und Plural), zum anderen nach Tempus (Präsens, Präteritum, Präsensperfekt, Präteritumoerfekt,Futur, Futurperfekt), Modus (Indikativ, Konjunktiv, Imperativ) und Genus (Aktiv, Passiv). Also zirka 24 Positionen.

Adjektiven Genus, Kasus, Numerus.

Also ich bin verwirrt.
Nach meiner Abschätzung kann diese Ersparnis mehr als 60 sein, oder?


Hallo, ich bin Krishna und seit 02.11.2013 19:28 hier angemeldet.
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03.11.2013, 18:16:36
Beitrag #4
RE: Die Ersparnis durch eine Flexionsmorphologie im Deutschen.
Ah bei Adjektiven gibt es auch eine Komparationsstufe (Positiv, Komparativ und Superlativ)...


Hallo, ich bin Krishna und seit 02.11.2013 19:28 hier angemeldet.
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03.11.2013, 19:16:48
Beitrag #5
RE: Die Ersparnis durch eine Flexionsmorphologie im Deutschen.
(03.11.2013 18:10:32)Krishna schrieb:  Verben flektieren zum einen nach Person (1., 2. und 3.) und Numerus (Singular und Plural), zum anderen nach Tempus (Präsens, Präteritum, Präsensperfekt, Präteritumoerfekt,Futur, Futurperfekt), Modus (Indikativ, Konjunktiv, Imperativ) und Genus (Aktiv, Passiv). Also zirka 24 Positionen.
Nach meiner Abschätzung kann diese Ersparnis mehr als 60 sein, oder?

In Bezug auf die Ersparnis könnte es ja vielleicht helfen, wenn du mal versuchst auszurechnen, wieviele Stellen das verbale Flexionsparadigma denn ohne Einbezug von Synkretismen hat und wieviele mit.

Kleiner Tipp: Die erste Zahl wird dreistellig.


Math puns are the first sine of madness.
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