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 » nicht erledigt Diphthonge und ihr Phonemstatus

25.11.2011, 19:00:18
Beitrag #16
RE: Diphthonge und ihr Phonemstatus
Mir ist noch was aufgefallen, was irgendwie dazu passt. Kann jemand von euch Niederländisch? Im Niederländischen gibt es Worte, die mit <ng> geschrieben werden, wenn man sie ableitet wird das aber zu <nk>.

Beispiele:
afhangen (van) - afhankelijk (abhängen (von), abhängig)
oorsprong - oorspronkelijk (Ursprung, ursprünglich)

Ist nur "leider" genau andersrum ... Big Grin


Hallo, ich bin kunterbunt und seit 20.11.2011 14:12 hier angemeldet.
Hier könnte meine Signatur stehen.
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16.06.2012, 17:32:16
Beitrag #17
RE: Diphthonge und ihr Phonemstatus
(14.06.2011 21:06:23)janwo schrieb:  Sebastian meinte vorhin (im RL), dass in dem von ihm zitierten Werk Wiese die zweite Komponente der Diphthonge quasi als Konsonanten wertet. Das finde ich auch - äh - eigenwillig.

Hm, im Deutschen vielleicht unüblich, in z.B: spanischer Phoologie aber Standard: ‹gay› schwul [gaj], ‹bautizar› taufen [baw·ti·ˈθaɾ], ‹europa› Europa [ew·ˈɾo·pa]


* 2012·06·12, 15:56
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11.07.2014, 09:02:16
Beitrag #18
RE: Diphthonge und ihr Phonemstatus
Ich finde eure Diskussion sehr interessant

leider stehe ich vor dem Problem die Anzahl der Phoneme von Diphthongen zu zählen
gibt es hier einen Präzedenzfall/Leitlinie oder so

oder ist es dann einfach Geschmacksache, wie vorher schon bemerkt.


sosu
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11.07.2014, 14:19:31
Beitrag #19
RE: Diphthonge und ihr Phonemstatus
Da du nach einem Leitfaden fragst -- wie sieht's mit den Regeln von Trubetzkoy aus? (Jetzt hat man schon mal den seltenen Fall, dass das Original auf Deutsch ist, aber ich hab leider auf die Schnelle nur die die englische Fassung gefunden Traurig)

Zu staubig?

Nicht ganz zu deinem Thema, aber generell interssant in Bezug auf Diphthonge finde folgende Texte:
http://www.uni-kiel.de/werftprojekt/savs_pub.pdf (s. insb. Abschnitt 2.2.2)
http://books.google.de/books?id=KIz6di5d...ge&f=false

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11.07.2014, 20:29:37
Beitrag #20
RE: Diphthonge und ihr Phonemstatus
Mit der deutschen Fassung kann ich gerne dienen: [attachment=183]


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12.07.2014, 10:28:47
Beitrag #21
RE: Diphthonge und ihr Phonemstatus
Ah, danke sehr Lächel

(Leider fehlen die Regeln 5 und 6)

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12.07.2014, 10:53:10
Beitrag #22
RE: Diphthonge und ihr Phonemstatus
Und noch einmal komplett, sorry:
.pdf  Trubetzkoy_GDP.pdf (Größe: 7,35 MB / Downloads: 11)


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13.07.2014, 12:34:32
Beitrag #23
RE: Diphthonge und ihr Phonemstatus
perfekt super danke werd mir mal diese sachen zu gemühte führen


sosu
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17.12.2014, 14:11:18
Beitrag #24
RE: Diphthonge und ihr Phonemstatus
Ich würde es von der Sprache abhängig machen, ob ich Diphthonge als Phoneme sehe oder nicht. Im Deutschen und fast allen germanischen Sprachen würde ich sie als Phoneme sehen; in vielen Fällen verhalten sie sich genau wie Langvokale.

Man beachte zum Beispiel, wie in englischen Lehnwörtern im Deutschen das Phonem /eɪ/ je nach Sprecher zwischen [eː] und [ɛɪ̯] variiert.

Im Niederländischen gibt es das Ganze auch mit einheimischen Phonemen z.B. kann man geen ("kein") als [ɣeɪn] oder [ɣeːn] aussprechen. Das zugrundeliegende Phonem ist definitiv ein Langvokal, die phonetische Realisierung kann ein Langvokal oder ein Diphthong sein.

Es gibt noch viele andere Phänomene wo der Diphthong nur in der phonetischen Realisieung auftaucht: z.B. wenn aus einem Vokal + Konsonant (phonemisch) in der phonetischen Realisierung ein Diphthong wird.

z.B. Im Standarddeutschen (vor allem nördlich des Mains)
/iːr/ -> [iːɐ̯] usw
oder die l-Vokalisierung z.B. im Berndeutschen:
/iːl/ -> [iːu̯]

Mein Lieblingsbeispiel für l-Vokalisierung ist Schuld : /ʃʊld/ -> [ʃʊu̯d̥] - den resultierenden Diphthong kenne ich aus keiner anderen Sprache Big Grin

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17.12.2014, 23:53:14
Beitrag #25
RE: Diphthonge und ihr Phonemstatus
Würdest du 'Schuld' echt mit [ʃʊu̯d̥] transkribieren? Ich beobachte die l-Vokalisierung bei mir selbst, vor allem weil ich nuschel und sprechökonomisch ordentlich einspare. Ich nenne dann immer das Beispiel mit 'Milch', was ich [mıːç] ausspreche. (Aber nicht nur ich) 'Schuld' spreche ich glaube ich eher [ʃʊıt] aus.
Ich bin zwar gerade gar nicht mehr in der Diphthong[+pro, -pro]-Diskussion drin, aber für mich geht es immer vor allem um die Systematik und ob zwei Laute ein charakteristisches Paar bilden. So kommen /au/ und /oi/ charakteristisch häufig und auffälligerweise oft zusammen auf. Die r-Vokalisierung kann aber nach quasi jedem Vokal auftreten, daher würde ich dabei nicht von einem Diphthong sprechen. Daher teile ich immer strikt zwischen Diphthtong, systematisches Zusammenauftreten, und zwei 'zufällig' auftretende Vokale ein. So ist das Wort 'Feuer' kein Triphthong, sondern ein Diphthong mit drittem Vokal: [fɔ͜ɪɐ].


"So the whole reason the French people can't really dance
Is because they haven't got the beat in their blood.
And why don't they live and breathe the beat?
Because their language has no tonic accent."
Martin Solveig ~ Heart of Africa
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