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 » nicht erledigt Dissertationsthema nach Forschungsinteresse
▶ Dissertationsthema nach Forschungsinteresse des Betreuers aurichten?

23.05.2014, 11:55:14
Beitrag #1
Dissertationsthema nach Forschungsinteresse
Hallo, Ihr Lieben!

Ich wende mich mit folgender Frage an Euch: Ich habe das Angebot, bei einer sehr gut betreuenden Professorin im Bereich Psycho- und Neurolinguistik zu promovieren. Ich hatte mich ursprünglich auf eine Projektstelle zum Grammatikerwerb von Kindern mit geistiger Beeinträchtigung beworben, die eine andere Mitbewerberin aufgrund größerer einschlägiger Berufserfahrung bekommen hat. Ich habe jedoch trotzdem die Möglichkeit, unter ihrer Betreuung eine Dissertation anzufertigen. Lächel

Nun hatte ich gestern ein sehr nettes Gespräch mit ihr, in dem es um ein potenzielles Thema ging. Es wäre, auch wenn ich die Stelle nicht bekommen habe, trotzdem möglich zu dem o.g. Projekt eine Arbeit anzufertigen, und dieser Bereich interessiert mich auch wirklich sehr. Außerdem fände ich es interessant, mich nach meiner Masterarbeit mal in ein neues Thema einzuarbeiten. Andererseits hat die Professorin auch gemerkt, dass ich durchaus noch ein meinem Masterarbeitsthema, in der es um eine sehr seltene und spezielle Störung ging, hänge und hat mit angeboten, mein Masterarbeitsprojekt auszubauen.

Nun stellt sich mir die Frage, welche der beiden Ideen die Klügere ist und womit ich vor allem hinterher einen Job bekomme. Die Professorin beschäftigt sich selbst vorwiegend mit dem Erwerb und der Verarbeitung von Grammatik, und ich könnte mir schon gut vorstellen, später als Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei ihr tätig zu werden und bin aus privaten Gründen auch eher an meinen Wohnort gebunden...Andererseits arbeiten bei ihr auch Mitarbeiter, die sich mit anderen Themen im Bereich Psycho/Neuro beschäftigen und da es in der MA um eine sehr seltene neurogene Störung ging, gibt es bislang im dt.sprachigen Raum kaumStudien dazu, was auch eine Chance wäre, mich zu etablieren.

ich würde mich freuen, wenn mir jemand einen Tipp geben könnte!
Viele Grüße! Lächel

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26.05.2014, 13:00:00
Beitrag #2
RE: Dissertationsthema nach Forschungsinteresse
Hallo,

du solltest dich bei der Wahl des Themas vor allem (aber natürlich nicht nur) von deinen eigenen Forschungsinteressen leiten lassen, denn letztendlich ist es deine Arbeit und du musst dich mit diesem Thema auch mindestens drei Jahre beschäftigen. Andererseits ist die Promotion auch eine tolle Gelegenheit, zu neuen Ufern aufzubrechen, weshalb es auch eine gute Idee ist, etwas anderes als in der Masterarbeit zu machen, weil du dir dann neue Gebiete und neues Wissen erschließen kannst und dich nicht ganz so sehr auf einen kleinen Spezialbereich festlegst.

Bezüglich deiner Karriereaussichten kommt es natürlich darauf an, was du gerne nach der Promotion machen möchtest. Möchtest du in der klinischen Linguistik in einer Praxis arbeiten? Dann wäre es sicherlich sinnvoll, sich mit einer Störung zu beschäftigen. Wenn du allerdings gerne in der Wissenschaft bleiben möchtest, dann ist eine Sprachstörung als Thema selbstverständlich auch super. Dann solltest du dich aber auf jeden Fall internationaler ausrichten – das Argument, dass es kaum deutsche Arbeiten dazu gibt, zählt dann natürlich nicht, weil Wissenschaft ja nicht an der Grenze halt macht. Im Fall, dass du gern an der Uni weiterarbeiten möchtest, solltest du auch im Hinterkopf haben, dass eine niedrige Mobilität, also an den Wohnort gebunden sein, (leider) ein großes Manko ist. Du wirst vielleicht für die Diss und eine Postdoc-Stelle gut bei deiner Professorin bleiben können, aber Wissenschaftszeitvertragsgesetz, Hausberufungsverbot und die generelle Einstellungspraxis werden es irgendwann nötig machen, ein bis zwei Station an anderen Unis oder sogar im Ausland einlegen zu müssen. (Das ist nicht alles zwingend so, aber du solltest dir der Karrierewege und der Schwierigkeiten bewusst sein, bevor du dich für so einen risikobehaften Weg entscheidest. Mehr Infos dazu gibt's z.B. hier.)

Ich hoffe, das hilft etwas weiter...

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