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 » nicht erledigt Fragen kunterbunt, die einzeln keinen Thread wert sind
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10.02.2015, 15:49:08
Beitrag #166
RE: Fragen kunterbunt, die einzeln keinen Thread wert sind
(09.02.2015 11:56:13)kunnukun schrieb:  Ich weiß nicht, was du mit „initial context“ meinst, gebe dir aber mal eine logische Form an, die man für den Satz wohl standardmäßig annehmen würde (logische Konstanten in Großbuchstaben):

If the king of France has a son, then the king's son is bald.

ESGIBTETWAS x, so dass:
[x ist KingofFrance UND FÜRALLE y (y ist KingofFrance IMPLiZIERT (y = x)) UND
FÜRALLE z (z ist Son-of-x IMPLIZIERT z ist Kahlköpfig) ]



'The king has a son' sollte wohl nicht am Anfang stehen, da es ja nur heißt: Wenn der König einen Sohn hat, ...

Ja, ich hab schon geahnt, dass die Frage womöglich ein bisschen zu spezifisch ist. Diese formalen Aspekte habe ich nicht gemeint. Aber trotzdem vielen Dank Lächel


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22.03.2015, 16:06:25
Beitrag #167
RE: Fragen kunterbunt, die einzeln keinen Thread wert sind
Hallo,

habe gerade deine Antwort gelesen und wollte mal nachfragen ob du mir auch helfen könntest? Ich muss eine Korpusanalyse zu Genuszuweisung und Gebrauch von Anglizismen (zB Mail) im Deutschen durchführen. Komme gar nicht weiter, versuche mich irgendwie in Cosmas II und ... schlau zu machen, kann aber nicht. Habe keine Idee wie ich diese Recherche durchführen soll. Kann mir da bitte jemand helfen?
Jetzt schon mal DANKE

janwo bearbeitete 22.03.2015 21:56:55 diesen Beitrag. Grund:

Aus "RE: Experten gesucht!" hierher verschoben



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17.04.2015, 20:13:51
Beitrag #168
RE: Fragen kunterbunt, die einzeln keinen Thread wert sind
Im Isländischen (und Gotischen) werden in der dritten Person Plural (u.a.) der (Personal)pronomina drei Geschlechter unterschieden; 'Þeir', 'Þær', Þau, die im Deutschen alle 'Sie' entsprechen. Ähnliches gibt es nach meinem Eindruck auch im Neugriechischen. Per WALS habe ich zwar ein paar weitere indoeuropäische Sprachen gefunden, die auch in der 3. Plural genus-differenzierte Pronomina haben, jedoch scheinen diese jeweils weniger als drei Genera zu besitzen.

Folgende Frage: Fallen euch nicht-germanische indoeuropäische Sprachen ein, die in der dritten Person der Personalpronomina sowohl im Singular als auch im Plural drei Genera unterscheiden?

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04.05.2015, 17:16:22
Beitrag #169
RE: Fragen kunterbunt, die einzeln keinen Thread wert sind
Hey Ho,

ich benötige mal wieder euren Rat.

Zur Zeit schreibe ich meine Bachgelorarbeit über "Green Controlling" (BWL-Thema).

Unter anderem beschreibe ich da auch die Stakeholderanalyse.
Bei dieser werden unterschiedliche Stakeholderarten je nach umweltorientiertem Beeinflussungspotenzial und Kooperationsbereitschaft unterschieden.

Einer Stakeholderart sind die sog. "mixxed blessing" Stakeholder.

Wie muss es in diesem Kontext nun richtig heißen? ...

• Typ B – Die „mixxed blessing“ Stakeholder: Mit den „mixxed blessing“ Stakeholdern sollte unbedingt eine Zusammenarbeit angestrebt werden. Sie zeichnen sich durch eine hohe Kooperationsbereitschaft und einem hohen umweltorientierten Beeinflussungspotenzial aus.

Dieses "und einem" ist für mein Sprachgefühl irgednwie seltsam ...
Da ich an der Stelle nicht noch weitere Zeit vergeuden möchte,hoffe ich nun auf euren Rat Lächel

Vielen Dank vorab.


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04.05.2015, 18:31:45
Beitrag #170
RE: Fragen kunterbunt, die einzeln keinen Thread wert sind
Zitat:Sie zeichnen sich durch eine hohe Kooperationsbereitschaft und ein hohes umweltorientiertes Beeinflussungspotenzial aus.

Die Präposition "durch" regiert den Akkusativ. Solche Zweifelsfälle entstehen vor allem dadurch, dass die Präposition so weit vorne im Satz liegt. In diesem Falle würde man einfach "eine hohe Kooperationsbereitschaft" wegnehmen und die fragliche Phrase direkt nach die Präposition stellen. Dann wird klar, dass es "durch ein hohes umweltorientiertes Beeinflussungspotenzial " heißt.


"So the whole reason the French people can't really dance
Is because they haven't got the beat in their blood.
And why don't they live and breathe the beat?
Because their language has no tonic accent."
Martin Solveig ~ Heart of Africa
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04.05.2015, 18:35:53
Beitrag #171
RE: Fragen kunterbunt, die einzeln keinen Thread wert sind
Dank dir Lächel


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03.06.2015, 12:46:34
Beitrag #172
RE: Fragen kunterbunt, die einzeln keinen Thread wert sind
Da schieb ich gleich noch ne Frage hinterher.

Kann man schreiben: "Eine Auswahl der etabliertesten Methoden zur Erhebung von ... folgt in Kapitel 3"

Ich will in dem Satz unbedingt "werden" vermeiden.


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05.06.2015, 01:44:10
Beitrag #173
RE: Fragen kunterbunt, die einzeln keinen Thread wert sind
Hallo,
ja, kann man sagen, würde ich meinen. Ich weiß aber gerade nicht genau, wo die fragliche Stelle darin ist. Wieso bist du bei dem Satz gestolpert?


"So the whole reason the French people can't really dance
Is because they haven't got the beat in their blood.
And why don't they live and breathe the beat?
Because their language has no tonic accent."
Martin Solveig ~ Heart of Africa
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17.06.2015, 11:46:07
Beitrag #174
RE: Fragen kunterbunt, die einzeln keinen Thread wert sind
Wann ist etwas ungrammatisch?


Hallo, ich bin linguasi.

Lightbulb A person who knows two languages can be a translator. Lightbulb
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17.06.2015, 12:10:33
Beitrag #175
RE: Fragen kunterbunt, die einzeln keinen Thread wert sind
Die Verwendung dieser Terminologie impliziert i.d.R, dass die Person, die sie verwendet, explizit oder implizit von einem bestimmten (m.E.n. meist formalen, generativen) Grammatikmodell ausgeht. So betrachtet, ist alles ungrammatisch, was dem Modell widerspricht, also von diesem nicht vorhergesagt bzw. beschrieben werden kann. Allerdings werden umgekehrt ja auch Grammatikalitätsurteile verwendet, um derartige Modelle empirisch auszuloten.

s.a. http://www.christianlehmann.eu/ling/lg_s...itaet.html

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06.07.2015, 15:35:23
Beitrag #176
RE: Fragen kunterbunt, die einzeln keinen Thread wert sind
Hallo Allerseits,

Ich brauche dringend eure Hilfe: Ich (Bergbau-Studentin) lese wissenschaftliche Arbeiten korrektur (bzw. arbeite Änderungen vom Professor ein), und bin dabei auf folgende Konstruktion gestoßen:

"Die Komplexität kann dabei beruhen einerseits auf ..., andererseits auf ... und gekoppelten TH2MC-Prozessen." ((gekürzt für bessere Übersichtlichkeit))

Ich würde das so als falsch ansehen, da ich gelernt habe, dass beim Benutzen von Modalverben der Infinitiv immer an die letzte Stelle gestellt wird
(sagt auch deutsch-als-fremdsprache(Punkt)de :
"Die Stellung der Verbalformen ist festgelegt: Im Hauptsatz Präsens und Präteritum steht das finite Verb an Position II, der Infinitiv an der letzten Stelle.
Im Hauptsatz Futur I steht die finite Verbform des Hilfsverbs werden an Position II, der Infinitiv des Modalverbs an der letzten Stelle, direkt nach dem Infinitiv des verwendeten Vollverbs.").

Nun meinte allerdings einer der Autoren (Deutsch ist bei ihm nur erste Fremdsprache), dass dies zulässig sei, da man so den Fokus auf das "beruhen" legt
Ein anderer Mitarbeiter findet es auch komisch, denkt aber, dass es gerade bei langen verschachtelten Sätzen (wie sie unser Professor liebt) der Lesbarkeit förderlich ist.

Ich bin mir aber leider immer noch Sicher, dass das falsch ist, und finde auch keine Ausnahme-Regeln, die da irgendwas zu sagen...

Was sagt ihr? Falsch, aber zwecks Lesbarkeit in Ordnung? Oder absolut nicht in Ordnung?

Vielen Dank schon mal im Vorraus!


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06.07.2015, 16:44:38
Beitrag #177
RE: Fragen kunterbunt, die einzeln keinen Thread wert sind
Das Phänomen:
Ausklammerung/Auskopplung nach rechts und Verzicht auf Einbetten zwischen finitem Verb "kann" und infinitem Verb "beruhen", also Verzicht auf Nutzung der Verbalklammer.

Kritische Würdigung:
Diese Konstruktion ist zur Entlastung des Mittelfeldes, überhaupt zur Informationsentflechtung: sehr in Ordnung. Angemessen: das Fokussieren auf die Dreigliederung "einerseits" -"andererseits" - "und".
Wahrscheinlich sogar empfehlenswert. Die Elemente der Dreiergliederung rücken dabei gewissermassen ins Rampenlicht. Und darauf legt ja der Sprecher ja sicher Wert.

Hintergrund:
Die Sprachrichtigkeit steht hier wohl nicht in Opposition zur Lesbarkeit. Das Ausklammern ist auch nicht bloß eine Lizenz des mündlichen Sprachgebrauchs und seines Schlendrianfaktors (smile).
Die Verständlichkeit im Duktus der Gedankenführung lässt sich vielmehr als eine Teilnorm der kommunikationsorientierten Sprachrichtigkeit verstehen, die sich hier auch im Schriftlichen bewähren will.
Anders wäre das etwa bei einem Satz wie "Ich konnte in der letzten Zeit im Hörsaal nicht mehr sehen deine Schwester".
Oder bei einem kurzen ausgeklammerten Satzglied wie "Ich werde dich gewiss beraten morgen".
(Die Aussage: Ich werde dich gewiss beraten: morgen" ist wohl etwas anders zu verstehen, nämlich als eine Markierung des Zeitpunkts.
Also gibt es, das sei hier nur anskizziert, eine implizite Akzeptabilitätsskala in der Bestückung des Nachfeldes......

Hinweise:
Zum Nachfeldproblem vergleiche etwa den Duden (2009) s. 886ff, Eisenbergs "Der Satz" (2006), S. 401ff , Wöllsteins "Topologisches Satzmodell" (2010), S. 73f oder Zifonuns (u.a.) Grammatik der deutschen Sprache Bd 2 (1997), S. 1650ff.

Bonustrack:
"Mit uns am Telefon verbunden ist nun Noam Chomsky einerseits und auf der anderen Seite ....." (Bitte um weitere Füllung des Nachfeldes nach Gusto).


Hallo, ich bin Willi Wamser und seit 09.04.2012 15:42 hier angemeldet.
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06.07.2015, 17:05:42
Beitrag #178
RE: Fragen kunterbunt, die einzeln keinen Thread wert sind
Dankeschön! Als Ausklammerung hatte ich das gar nicht gesehen... Nun ja, dann werde ich das mal so lassen, auch wenn ich da auch in Zukunft wohl weiter drüber stolpern werde Lächel

Vielen Dank!


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18.07.2015, 14:59:56
Beitrag #179
RE: Fragen kunterbunt, die einzeln keinen Thread wert sind
Wozu gehören Untersuchungen, die sich mit Unterschieden zwischen 'Hochsprachlichem', 'gehobener Sprache' u.dgl. im Unterschied zur 'Gossensprache' befassen? Ist das Soziolinguistik oder auch Dialektologie (Soziolekt ...?) oder beides? Varietätenlinguistik?
Kann jemand ein oder zwei oder ... Standardwerke nennen?

Gruß, k

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18.07.2015, 16:55:01
Beitrag #180
RE: Fragen kunterbunt, die einzeln keinen Thread wert sind
Varietätenlinguistik ist es auf jeden Fall. Dann streiten sich nur manche germanistischen Geister, ob die Dialekte/-ologie unter Varietäten subsumiert werden dürfen oder nicht. Als Dialekte würde ich das trotz des omnipräsenten Suffix -lekt nicht auffassen. Es sind eher Soziolekte oder ("nur") sprachliche Register.


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