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 » Erledigt: 28.12.2012, 23:40:16 28.12.2012, 23:40:16Historische Linguistik

25.02.2009, 19:42:03,
Beitrag #1
Historische Linguistik
Ich habe eine Frage an euch!
Die Frage lautet :
Wie kommen Verstöße gegen die morphologischen Markiertheitsprinzipien zustande?

Kann jemand mir bitte helfen?

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26.02.2009, 18:20:02,
Beitrag #2
RE: Historische Linguistik
Huhm! Niemand will mir helfen? Ich bin aber sehr traurig! Bitte erläutern Sie mir etwas von dieser Frage. Ich bin dafür sehr dankbar.Wo ist der/die Senior/in von diesem Forum?
Mai.

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27.02.2009, 09:46:43,
Beitrag #3
RE: Historische Linguistik
Hallo,
kannst Du Deine Frage vielleicht etwas präzisieren?

Gruß
jan


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27.02.2009, 10:04:44,
Beitrag #4
RE: Historische Linguistik
Hallo Senior!
Die Frage lautet : Wie kommen Verstöße gegen die morphologischen Markiertheitsprinzipien zustande; zeigen Sie anhand von Beispiele, wie sie behoben werden.

Ich weiß nicht, wie ich formulieren soll.
In dieser Frage es geht um Lautwandel oder was?
Vielen Dank.
Mai

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27.02.2009, 22:20:29,
Beitrag #5
RE: Historische Linguistik
Generell: Durch Sprachwandel.

Markiertheit bezieht sich ja immer auf ein Merkmal. Wird eine Form also hinsichtlich eines Merkmals komplexer (markierter), kann dies auch daran liegen, dass sie hinsichtlich eines anderen Merkmals unmarkierter/weniger komplex geworden ist, denn Sprachwandel geht normalerweise in die Richtung des Komplexitätsabbaus vor sich.

Vielleicht hilft das hier weiter: http://www.tivolo.de/html/sprachwandel.html#Morph


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08.03.2009, 23:17:02,   Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.03.2009, 23:51:46 von mailanmai
Beitrag #6
RE: Historische Linguistik
Vielen Dank für Ihre Antwort! Aber ich glaube, das ist keine direkte Antwort , die ich brauche.
Mai.

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19.03.2009, 14:59:23,   Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.03.2009, 15:08:37 von Lupino
Beitrag #7
RE: Historische Linguistik
Hm, ich versuchs mal so:

Markiertheit ist kein fester Wert, den eine Struktur/ein Laut/ein Wort/eine Konstruktion/… hat oder nicht hat, sondern Markiertheit ist eine Eigenschaft, die ein Laut/eine Struktur/… erst durch andere Laute/Strukturen/… bekommt.

Nehmen wir mal ein Beispiel: der ich-Laut ist global gesehen eher selten im Vergleich zum ach-Laut. Typologisch gesehen ist der ich-Laut damit „markiert“, der ach-Laut „unmarkiert“. Die Abfolge i+ich-Laut ist phonologisch betrachtet weniger stark markiert als die Abfolge i+ach-Laut.

Wenn ich nun wissen will, ob das Wort „ich“ (i+ich-Laut) eine markiertere Struktur (also eine markierte Folge von Lauten) ist als „i+ach-Laut“, muss ich mir anschauen, von welcher Art von Markiertheit ich spreche: Betrachten wir die Laute, so ist i+ich markiert: es steckt ein markierter Laut drin (der ich-Laut). Betrachten wir den phonologischen Aspekt, so wäre „a+ich-Laut“ markierter: Es werden Harmoniebedingungen verletzt.

Bei der Frage, welche Form von „Markiertheit“ markierter ist als andere, kommen die Einzelsprachen ins Spiel, die sich in genau dieser Frage unterscheiden: Ist „Typologische“ Markiertheit markierter als Harmonie oder umgekehrt? In der einen Sprache ist der ich-Laut markierter, in einer anderen ist a+ich-Laut markierter.

So kann es vorkommen, dass eine global markierte Form (z.B. der ich-Laut im Deutschen) anzutreffen ist obwohl sie eben markiert ist, um zu verhindern, dass eine in der Sprache viel wichtigere Markiertheit (z.B. die Komination a+ich-Laut) ausgeschlossen oder verhindert wird.

Ebenso in der Diachronie: Eine markierte Struktur entsteht, wenn (oder gerade weil) dadurch eine für die Srpache noch markiertere Form verhindert wird.

Ist das so einigermaßen verständlich?


Hallo, ich bin Lupino und seit 05.12.2011 18:48 hier angemeldet.
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21.03.2009, 20:46:00,
Beitrag #8
RE: Historische Linguistik
Vielen Dank! Patrick Schulz!
Ein schönes Wochenende wünsche ich dir!
Mai

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