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 » Erledigt: Heute Heute Konkurrenz für Klingonisch? Na'vi

23.12.2009, 17:02:53
Beitrag #1
Konkurrenz für Klingonisch? Na'vi
Für den Film Avatar – Aufbruch nach Pandora wurde eine neue Kunstsprache entwickelt: Na'vi. Ihr Erfinder hofft, dass sie ähnlich populär wird wie Klingonisch, die Erfindung seines Kollegen Okrand.

Zitat:In fact, one day, Professor Frommer hopes Na'vi will match Klingon, as the "gold standard" alien language.

"There's a translation of Hamlet into Klingon," says Professor Frommer.

"There are Klingon clubs that meet all over the world. There are a very dedicated group of people who meet and try to speak it.

"If anything happened like this with Na'vi I'd be delighted."

Quelle: http://news.bbc.co.uk/2/hi/entertainment/8408245.stm


Wer schon mal anfangen möchte, die Sprache zu lernen, dem seien folgende Sites empfohlen:


Mitmachen, mitgestalten, mitwissen: Glottopedia: the free encyclopedia of linguistics
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23.02.2010, 13:03:18
Beitrag #2
RE: Konkurrenz für Klingonisch? Na'vi
Ich wundere mich, dass auf einigen Seiten dermaßen komplexe Sätze von Usern anzutreffen sind, wohingegen die Grammatiken, die bereits veröffentlicht wurden, kaum etwas hergeben.


"So the whole reason the French people can't really dance
Is because they haven't got the beat in their blood.
And why don't they live and breathe the beat?
Because their language has no tonic accent."
Martin Solveig ~ Heart of Africa
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25.02.2010, 10:41:35
Beitrag #3
RE: Konkurrenz für Klingonisch? Na'vi
(23.12.2009 17:02:53)janwo schrieb:  Für den Film Avatar – Aufbruch nach Pandora wurde eine neue Kunstsprache entwickelt: Na'vi. Ihr Erfinder hofft, dass sie ähnlich populär wird wie Klingonisch, die Erfindung seines Kollegen Okrand.

Kann man die Sprache der Elfen (s. bei Tolkien) auch hier einordnen? (rein wissenschaftlich gesehen...)


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25.02.2010, 13:26:04
Beitrag #4
RE: Konkurrenz für Klingonisch? Na'vi
Daran habe ich auch gedacht. Allerdings, trotz populärem Status, lernen sie weitaus weniger als Klingonisch. Aber die Materialien und Grammatiken zu Elbisch sind enorm, weshalb es durchaus zu den "großen Plansprachen" zählen sollte ^^


"So the whole reason the French people can't really dance
Is because they haven't got the beat in their blood.
And why don't they live and breathe the beat?
Because their language has no tonic accent."
Martin Solveig ~ Heart of Africa
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25.02.2010, 21:02:54
Beitrag #5
RE: Konkurrenz für Klingonisch? Na'vi
Ja. Die ganzen Sprachen aus dem Herrn der Ringe gehören auch dazu. Herr Tolkien war ja schließlich auch Philologe...


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11.09.2014, 16:30:53
Beitrag #6
RE: Konkurrenz für Klingonisch? Na'vi
David Peterson wurde dazu gefragt, was er von Na'vi halte. Er hat gesagt, dass es für das Werk eines Anfängers gut gelungen sei, aber dass es doch zu regelmäßig sei, weil Anfänger meist versuchen alles perfekt zu machen.

Hier kommt das irgendwo vor:

http://www.ardmediathek.de/radio/Spielwi...Id=5923772


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12.09.2014, 16:57:07
Beitrag #7
RE: Konkurrenz für Klingonisch? Na'vi
Ich glaube, dass die Sprache der Dothraki aus "The Game of Thrones" vllt. noch populärer werden könnte als Na'vi. Obwohl in den letzten Staffeln immer weniger davon vorgekommen ist Traurig

http://www.youtube.com/watch?v=voitxBPRrBY

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13.09.2014, 16:13:47
Beitrag #8
RE: Konkurrenz für Klingonisch? Na'vi
Wobei Na'vi auf mich typologisch gesehen recht interessant wirkt; Valyrisch, die andere bekannte Sprache bzw. Dialektfamilie aus A Song of Ice and Fire/Game of Thrones, hingegen doch eher wie eine (ältere) indoeuropäische Sprache. (bei Dothraki bin ich mir noch nicht sicher; generell basiert das auf mehr oder weniger oberflächlichen ersten Eindrücken).

Was meint ihr?

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16.09.2014, 19:11:25
Beitrag #9
RE: Konkurrenz für Klingonisch? Na'vi
Weil es Fantasysprachen sind, sollen Dothraki und Valyrisch wahrscheinlich europäisch klingen. Da gab es sicher Diskussionen darüber, oder David hat selbst etwas davon erzählt.


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17.09.2014, 14:12:13
Beitrag #10
RE: Konkurrenz für Klingonisch? Na'vi
Dadurch, dass die Aufmachung der Serie sehr mittelalerlich (oder noch älter) und europäisch wirkt, wollten die Macher wahrscheinlich auch die Sprachen in diesem Raum ansiedeln. Hätte man das ganze extraterrestrisch verankert, was ja nicht unbedingt falsch wäre, hätte man wahrscheinlich auch die Sprachen nicht "indoeuropäisch" aufgezogen. Na'vi, Klingonisch, etc. werden ja sehr eindeutig auf anderen Planeten gesprochen, da sollte auch die Sprache entsprechend fremd klingen.
Ich kann mir vorstellen, dass sich die Macher der Filme und Serien auch an der Erwartungshaltung des Publikums orientieren. Habe des öffteren die Erfahrung gemacht, dass Leute aus meinem Freundeskreis (keine Linguisten) sich bspw. bei Stargate darüber aufgeregt haben, dass auf fremden Planeten die Bewohner Englisch sprechen können. Wenn die Sprache auf der Erde angesiedelt ist und eher alt ist, will man eher eine Sprache hören, die für uns bekannt und indoeuropäisch klingt; ist die Sprache woanders angesiedelt, dann will man das Gegenteil.
Ich denke: So ganz kann man als Spracherfinder seiner Fantasie doch nicht den freien Lauf lassen.
Oder doch? :/

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17.09.2014, 23:13:12
Beitrag #11
RE: Konkurrenz für Klingonisch? Na'vi
Ich weiß nicht mal, ob die Sprache für die Zuschauer, die es ja nur hören tatsächlich europäisch wirkt, das müsste man eigentlich mal überprüfen... Lächel

Aber im Grunde hast du recht, ja. Was ich halt auffällig finde ist, dass man bei der Valyrisch-Sache so ein...Topos.. (falls man das so nennen kann), der stark flektierenden und komplexen Hochsprache mit zig Kasus (übrigens vom Namen her bis auf eine Ausnahme dieselben wie sie für's PIE rekonstriert werden) komplexen Verbformen, mehreren Genera usw., die nur noch eingeschränkt gebraucht wird und grammatisch "reduzierter" Umgangssprachen hat; mich erinnert das (ohne, dass ich da große Kenntnisse hätte) beispielsweise an Latein und die romanischen Sprachen, an Sanskrit und indische Sprachen, oder an Hocharabisch und die verschiedenen lokalen Varietäten. Einerseits passt das natürlich. Andererseits fänd ich es schön, wenn dieses Schema mal durchbrochen würde. Warum nicht zum Beispiel mal eine Tonsprache, oder eine stark analytische mit sehr wenig Morphologie?

Ich kenne mich da zu wenig aus, und das müsste man sich im Detail noch mal ansehen, aber Valyrisch wirkt auf mich auf den ersten Blick so, als hätte da jemand das rekonstruierte Urindogermanische genommen und mit ein paar exotischeren Features angereichert.

Dothraki hab ich mir bisher kaum angesehen. Da scheint es leicht anders zu sein.

Und das soll übrigens kein Qualitätsurteil sein... Lächel

Ich weiß gar nicht, ob ihm das vorgeben war; Diskussionen, wie Privileg meinte, hab ich dazu auch nicht gefunden. Ich weiß nur, dass die Sprache(n) gewissermaßen um lexikalisches Material aus den Büchern herum entwickelt wurden.

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18.09.2014, 10:43:52
Beitrag #12
RE: Konkurrenz für Klingonisch? Na'vi
Aber wenn da schon lexikalisches Material vorgegeben war, ist es auch schwer, dort nicht enthaltene Phonologie und Morphologie neu einzuführen.


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22.09.2014, 21:42:28
Beitrag #13
RE: Konkurrenz für Klingonisch? Na'vi
Ich habe eigentlich ziemlich viel über die Sprachen von David Peterson gelesen, aber ich kann mich nicht so gut erinnern. Bei der Sprache der Dunkelelfen bei Thor war Finnisch ein wichtiges Vorbild, weil sie zwar nördlich, aber nicht nordgermanisch anmuten sollte. Man versucht schon oft ungewöhnliche Sprachen zu machen, aber europäische Sprachen mit uneuropäischem Wortschatz zu entwerfen ist eine eigene Kunstform. Itláni ist auch so eine Sprache, die ganz normal sein soll.


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23.09.2014, 12:54:36
Beitrag #14
RE: Konkurrenz für Klingonisch? Na'vi
Bald können wir uns Dothraki ja alle etwas genauer anschauen und ordentlich lernen: http://www.livinglanguage.com/dothraki Zwinker

Bin schon gespannt!

Lt. folgendem Artikel basiert Dothraki vor allem auf Spanisch und Arabisch:

http://derstandard.at/2000003673138/Game...aki-lernen

Welche Elemente aus diesen beiden Sprachen nun aber genau einflossen, wäre interessant zu erfahren...


barni5
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23.09.2014, 14:53:56
Beitrag #15
RE: Konkurrenz für Klingonisch? Na'vi
(23.09.2014 12:54:36)barni5 schrieb:  Welche Elemente aus diesen beiden Sprachen nun aber genau einflossen, wäre interessant zu erfahren...

Ich vermute, das basiert auf folgender Interview-Passage, die auch in der englischsprachigen Wikipedia zitiert wird:

Zitat:You know, most people probably don’t really know what Arabic actually sounds like, so to an untrained ear, it might sound like Arabic. To someone who knows Arabic, it doesn’t. I tend to think of the sound as a mix between Arabic (minus the distinctive pharyngeals) and Spanish, due to the dental consonants.
(Quellen: http://www.tor.com/blogs/2010/04/creatin...-sai-emrys; http://en.wikipedia.org/wiki/Dothraki_la...manization)

Das scheint sich also auf das Phoneminventar zu beziehen. Von der Grammatik hatte ich mir bisher nur die Nomina angesehen. Die kennen zwei Genera (lose basierend auf Belebtheit), fünf Kasus (Akkusativ/Indirektiv) und zwei Numeri, die durch kumulative Suffixe ausgedrückt werden. Das klingt eher nach z.B. Latein oder slawischen Sprachen als Spanisch oder Arabisch, soweit ich das sagen kann.

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