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 » Erledigt: Heute Heute Magisterarbeit: Testberichte in Lifestylemagazinen - Adressierung Frau/Mann
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11.11.2009, 17:26:11
Beitrag #1
Magisterarbeit: Testberichte in Lifestylemagazinen - Adressierung Frau/Mann
Liebe Forumsmitglider,

ich sitze gerade an meiner magisterarbeit, bei der ich mir Autotestberichte aus Lifestylemagazinen vornehme und deren unterschiedliche Adressierungsformen für Männer und Frauen untersuche.
Ich will mit dieser Arbeit beweisen, dass die Schreiber sich gesellschaftlicher Klischees bedienen und um ihre Leser zu erreichen auf eine bestimmte Art und Weise die getesteten Produkte vorstellen.

Die Bücherrecherche macht mir Stress. es gibt zwar viel Über Darstellung von Männern und Frauen in den medien, aber nichts über Adressierung.
hat vielleicht jemand von euch Ideen oder kann mir als objektive Person ein Paar Anregungen geben?
Meine grobe Gliederung sieht so aus:

nach der Einleitung kommt
2) ein Kapitel zu gender Studies und Stereotypen,
3) dann Textsorte testbericht und die unterschiedlichen Adressierungsstrategien (wenn ich denn Literatur finde),
3) es folgt die Vorstellung des Korpus und die Zeitungsprofile
4) Vorstellung der Textsortenanalyse
5) Die Analyse, thematiosch und sprachlich
&) Interpretation

Bitte um meinungen
danke


Hallo, ich bin dariah und seit 11.11.2009 hier angemeldet.
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11.11.2009, 18:01:29
Beitrag #2
RE: Magisterarbeit: Testberichte in Lifestylemagazinen - Adressierung Frau/Mann
Hallo,

zunächst eine methodische Rückfrage: du möchtest beweisen, dass... oder herausfinden, ob... ? Wenn "beweisen", dann müsstest Du ja greifbare Anhaltspunkte, Verdachtsmomente oder vielleicht sogar entsprechende Andeutungen in der (Fach-)Literatur haben.

Zum Thema Adressierung und Stereotypen weiß ich nix. Vielleicht hat jemand anderes hier eine Anregung?


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11.11.2009, 18:48:27
Beitrag #3
RE: Magisterarbeit: Testberichte in Lifestylemagazinen - Adressierung Frau/Mann
ich möchte herausfinden, ob die Schreiber beim Verfassen Stereotype verwenden. D.H Meine Frage ist: werden die gelciehn Produkte (Autos) für Männer und Frauen unterschiedlich dargestellt? Trifft das Vorurteil/Stereotyp zu, dass Frauen zu Autos ein anderes verhältnis haben als Männer? Worin unterscheidet sich die Darstellung sprachlich?
Als beispiel: Vorurteil: Frauen haben keine Ahnung von technik, deswegen sind in den Artikeln nur wenige technische Daten zu finden.

Ich hoffe, dass mein Ansatz einigermaßen verständlich ist....


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14.11.2009, 01:35:37
Beitrag #4
RE: Magisterarbeit: Testberichte in Lifestylemagazinen - Adressierung Frau/Mann
Dein Ansatz ist verständlich. Trotzdem ein wenig Gemecker: "Trifft das Vorurteil/Stereotyp zu, dass Frauen zu Autos ein anderes verhältnis haben als Männer?" - Du willst sicher nicht herausfinden, ob die Vorurteile zutreffen, sondern wie wegen dieser Vorurteile/Stereotype in sprachlicher Hinsicht verschieden adressiert wird.

Zum Problem mit der Literatur kann ich dir leider auch nicht helfen, da ich im Thema nicht drinstecke. Aber es gibt doch sicher einen Betreuer zu der Arbeit, der das Thema (und eventuell auch die Gliederung) abgenickt hat und einigermaßen weiß, worum es geht? Kennt der auch keine Literatur zur Adressierung?

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14.12.2009, 10:27:28
Beitrag #5
RE: Magisterarbeit: Testberichte in Lifestylemagazinen - Adressierung Frau/Mann
Hallo liebe Dariah!

Die Idee finde ich gut, allerdings würde ich mich auch den hier gemachten Anmerkungen anschließen. Die Gliederung finde ich gut, ist logisch. Sicherlich ist die Darstellungsweise unterschiedlich, wenn ein überwiegend weibliches oder überwiegend männliches Publikum angesprochen werden soll. Ich würde an Deiner Stelle eher darauf schauen, was da konstruiert wird - nämlich zwei 'gender identities' mit einer unterschiedlichen oder auch gegensätzlichen Haltungen gegenüber Technik/Autos (über Gender und Technik findest Du sicherlich einige Aufsätze).

"Trifft das Vorurteil/Stereotyp zu, dass Frauen zu Autos ein anderes verhältnis haben als Männer?"

So wie ich es verstehe, möchtest Du bestimmte Männer-/Frauen-Stereotype in der Autowerbung nachweisen. Auf die Existenz von Wesens- oder Charaktermerkmalen, die bei Frauen und Männern tatsächlich existieren, wirst Du durch eine solche Analyse nicht stoßen. Was Du herausbekommen kannst, ist aber welche Stereotype verwendet werden, und wie diese (kulturell spezifisch) "bei uns" aussehen.

Die Stereotype, die du herausarbeiten könntest, lassen sich dann sicherlich auch sprachlich oder thematisch belegen.
Ich hoffe, dass Dir das was bringt.

Was die Adressierung angeht, dazu kann ich Dir keine Literatur nennen, aber noch ein Gedanke dazu: Adressierung geschieht ja eben durch die Vorwegnahme bestimmter Eigenschaften der "Nutzer" bzw. LeserInnen, und die entsprechende Gestaltung des Textes hinsichtlich dieser Erwartungshaltung auf Produzentenseite. Darüber, wie die Nutzer von Technologien von Wissenschaftlern, Entwicklern und Designern vorweggenommen oder gemeinsam mit der Technologie konstruiert werden, wurde in den letzten Jahren viel in den Science and Technology Studies geschrieben.
Ein solches Thema behandelt beispielsweise der Artikel von Ellen van Oost in dem Band von 2005 "How Users Matter - The Co-Construction of Users and Technology" (Oudshoorn/Pinch eds.). Dort beschreibt sie die unterschiedlichen Design- und Verkaufsstrategien für Rasierer für Männer und Frauen - einschließlich der Etablierung und entsprechend verschiedenen Gestaltung von Rasiererapparaten für Frauen.

Liebe GrüßeWalker


Hallo, ich bin Maria82 und seit 28.10.2009 hier angemeldet.
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22.12.2009, 11:06:00
Beitrag #6
RE: Magisterarbeit: Testberichte in Lifestylemagazinen - Adressierung Frau/Mann
Vielen Dank für eure Antworten! Das mit den Strategien finde ich einleuchtend.
Nur ist ja ein Testbericht als Textsorte eben ein Bericht und keine Werbung, deswegen bin ich mir nicht sicher, ob ich eine Art Werbestrategie mitverwenden kann.... ????


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22.12.2009, 13:45:38
Beitrag #7
RE: Magisterarbeit: Testberichte in Lifestylemagazinen - Adressierung Frau/Mann
Liebe dariah,

wenn Du deskriptiv vorgehst und die jeweiligen Stereotype herausarbeiten kannst, dann wirst du zwar den Autoren des Berichts keine bestimmte Strategie nachweisen/unterstellen können, aber eben doch diese gewissen Unterschiede finden. Wie lassen sich diese nun erklären? Es liegt vermutlich eine Erwartungshaltung auf Produzentenseite bezüglich der AdressatInnen vor, wie ich bereits oben geschrieben habe. Woher diese genau kommt, lässt sich sicher nicht ohne weiteres feststellen (man kann ihnen ja nicht in den Kopf schauen). Deshalb würde ich aus meiner Sicht die Vorstellungen vom Verhältnis von gender und Technik in unserer ("westlichen") Gesellschaft zu Grunde legen. Darüber gibt es sicherlich einiges zu lesen. Oder die Beobachtungen, die du machst, reichen aus, um die Stereotype zu rekonstruieren.

Ach ja, worin bestehen denn die grundsätzlichen Unterschiede zwischen einer Werbung und einem Bericht? Je nach Betrachtungsweise kann man verschiedene Punkte anführen. Die Intention ist auf jeden Fall verschieden. Trotzdem können Autoren beider Textsorten Strategien anwenden - oder nicht?

Liebe Grüße Walker


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