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[Bib]: Literaturtipps, -recherche, Bibliographisches  » nicht erledigt Organisation des Literaturverzeichnisses
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18.02.2013, 11:19:42
Beitrag #1
Organisation des Literaturverzeichnisses
Hallo,
wir planen das Projekt, ein vom Forum herausgegebenes Literaturverzeichnis von linguistischer Fachliteratur in gemeinsamer Zusammenarbeit zu erstellen. Dies wird die Form eines herunterladbaren PDF-Dokumentes haben und regelmäßig aktualisiert. Zusätzlich werden die (meisten) Literaturangaben kommentiert, um dem Suchenden so einen besseren Überblick zu liefern. Bevor wir aber mit dem Sammeln von Literatur beginnen, müssen die Rahmenbedingungen geklärt werden und wir würden uns freuen, wenn ihr auch dabei beteiligt.

Die zu klärenden Themen sind:
- Zitationsweise: Wir brauchen eine genaue und gängige Literaturangabeform.
- Unterteilung: Welche Unterteilung haltet ihr für sinnvoll? Kann man etwas Allgemeines für alle Fachbereiche finden? (Einführungswerk, Übersichtswerk, Nachschlagewerk, bestimmte Theorien, Spezialgebiete,....)
- Kommentierung: Soll jede Literaturangabe kommentiert werden? Auf was sollte jeder Kommentar eingehen? (Stellung des Werkes zur restlichen Fachliteratur, bei englisch-sprachigen Werken auch englische Kommentierung oder bilingual?,.... etc.) Wie lang sollte der Kommentar durchschnittlich sein?
- Menge: Sollte es eine Maximalzahl an Literaturangaben pro Gebiet geben?
- Fachgebiet: Sollten wir nur die Hauptgebiete abdecken oder auch auf kleinere Gebiete eingehen?
- Verfügbarkeit: Sollte das PDF-Dokument nur für angemeldete User herunterladbar sein oder für jeden, der die Seite besucht?
- etc.

Wir freuen uns auf eure Anregungen; jeder Beitrag ist erwünscht!


"So the whole reason the French people can't really dance
Is because they haven't got the beat in their blood.
And why don't they live and breathe the beat?
Because their language has no tonic accent."
Martin Solveig ~ Heart of Africa
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18.02.2013, 16:39:04
Beitrag #2
RE: Organisation des Literaturverzeichnisses
Hallo!

Für das Zitierformat empfiehlt sich das "Unified Style Sheet for Linguistics", welches sie hier einsehen lässt: http://celxj.org/downloads/UnifiedStyleSheet.pdf

Beste Grüße,
Daniel

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19.02.2013, 10:58:23
Beitrag #3
RE: Organisation des Literaturverzeichnisses
Mein Senf:

(18.02.2013 11:19:42)Kevin schrieb:  - Unterteilung: Welche Unterteilung haltet ihr für sinnvoll? Kann man etwas Allgemeines für alle Fachbereiche finden? (Einführungswerk, Übersichtswerk, Nachschlagewerk, bestimmte Theorien, Spezialgebiete,....)
Ich fände es gut, wenn es pro Fachbereich nach Themen unterteilt ist. Bei den theorielastigen Bereichen kann man dann z.B. die verschiedenen Theorien als Themen begreifen. Aber z.B. in Psycholinguistik würde sich ja eher anbieten das in "Verstehen", "Produktion", "Erwerb" und "Störung" einzuteilen, ähnlich ist es bei Typologie und Historischer Linguistik. Bei Syntax allgemein könnte man dann eher nach Theorien gehen, also "Minimalismus", "LFG", "Konstruktionsgrammatik", usw.

(18.02.2013 11:19:42)Kevin schrieb:  - Kommentierung: Soll jede Literaturangabe kommentiert werden? Auf was sollte jeder Kommentar eingehen? (Stellung des Werkes zur restlichen Fachliteratur, bei englisch-sprachigen Werken auch englische Kommentierung oder bilingual?,.... etc.) Wie lang sollte der Kommentar durchschnittlich sein?
Ich würde durchweg auf Deutsch kommentieren, weil die Zielgruppe ja eher Studierende aus Deutschland ist, oder?

(18.02.2013 11:19:42)Kevin schrieb:  - Fachgebiet: Sollten wir nur die Hauptgebiete abdecken oder auch auf kleinere Gebiete eingehen?
Es ist wahrscheinlich gut, mit den großen Gebieten anzufangen und dann je nach Zeit und Bedarf das auf kleinere Gebiete auszuweiten.

(18.02.2013 11:19:42)Kevin schrieb:  - Verfügbarkeit: Sollte das PDF-Dokument nur für angemeldete User herunterladbar sein oder für jeden, der die Seite besucht?
Nur für angemeldete User fände ich gut, denn das motiviert die Leute vielleicht, auch mitzuarbeiten, wenn sie sich schon einmal angemeldet haben.

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19.02.2013, 11:05:09
Beitrag #4
RE: Organisation des Literaturverzeichnisses
(19.02.2013 10:58:23)Sebastian schrieb:  
(18.02.2013 11:19:42)Kevin schrieb:  - Verfügbarkeit: Sollte das PDF-Dokument nur für angemeldete User herunterladbar sein oder für jeden, der die Seite besucht?
Nur für angemeldete User fände ich gut, denn das motiviert die Leute vielleicht, auch mitzuarbeiten, wenn sie sich schon einmal angemeldet haben.

Das ist default. Nur eingeloggte User mit vollen Rechten (also keine gesperrten oder Bots) können Anhänge herunterladen/öffnen. Sonst verbraten google und co hier zentnerweise Bandbreite, indem sie jeden Tag alle Attachments herunterladen. Und für irgendwas muss es ja gut sein, sich hier zu registrieren. Zwinker


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19.02.2013, 11:35:02
Beitrag #5
RE: Organisation des Literaturverzeichnisses
Man könnte sich auch im Stil an den Oxford Bibliographies Online orientieren. Ich hab auch Zugriff darauf.

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19.02.2013, 12:35:22
Beitrag #6
RE: Organisation des Literaturverzeichnisses
Also grundsätzlich finde ich, dass das 'ne gute Idee ist (ein wenig erinnert mich das hier dran. Hatte mich bisher aber noch nicht dazu geäußert, weil da einige Dinge für mich unklar sind; aber vielleicht ist es leichter, da einfach drüber zu diskutieren Zwinker

Du hattest ja gesagt, Kevin, dass du dich um die technischen/gestalterischen Aspekte gerne kümmern würdest. Wie hattest du dir das denn vorgestellt? Ich glaube, dass es wichtig ist, das gut zu durchdenken, sonst hat man nachher eine riesige, unübersichtliche Datei. Meine erste Idee war, dass es sinvoll sein könnte, die eigentliche optische Form und den Inhalt zu entkoppeln und getrennt vorzuhalten. Die bibliographischen Angaben könnten in einer Literaturverwaltung (bzw. in einem BibTex-File) vorgehalten werden, wodurch auch die Frage nach der Zitierweise halbwegs egal wäre, da man die jeder Zeit ändern könnte. Weiterhin hätte das den Vorteil, dass man zu den einzelnen Teillisten Dateien bereitstellen könnte, die man sich in seine Literaturverwaltung importieren kann. (Ein dritte Vorteil an diesem Vorgehen wäre, dass man im Prinzip die Listen dann automatisiert per LaTeX erstellen könnte; allerdings wären dann Einschränkungen in der Gestaltungsfreiheit hinzunehmen, bzw. gliche sich der Aufwand dann wieder aus). Allerdings weiß ich nicht, ob diese Vorteile wesentlich genug sind. Jenachdem, wie du vorgehen wolltest, könnte es dadurch eher noch umständlicher werden.

Dann zum Inhalt:
Ich glaube ein wichtiger Punkt hier ist, dass Linguistik ja in ganz verschiedenen Fächern gelehrt wird, und ich glaube die meisten, die hier mit Fragen ins Forum kommen, befassen sich aus einer philologischen Perspektive damit. Da stellt sich mir dann die Frage, wie/ob sich das in den Literaturtipps niederschlagen soll. Schreibt man das dann in den Begleittext mit rein, oder wäre es gut vielleicht bei manchen Themen eine Unterrubrik "Für besondere Zielgruppen" einzuführen, wo dann spezielle Einführungen für Germanisten/Anglisten/Romanisten/Slavisten (das dürften die häufigsten sein) aufgenommen werden (dort könnten dann auch "wichtige" Bücher erscheinen, die nicht auf Deutsch oder Englisch sind)?

Ich finde, dass die Werke grundsätzlich kommentiert sein sollten, weil's sehr nützlich ist, gerade auch für Anfänger. Die Länge sollte sich (ähnlich wie in meinem Beispiel oben vielleicht), auf einige wenige Sätze belaufen, und z.B. kurz darstellen, an wen sich das Buch (nicht) richtet, wo die Stärken, und wo die Schwächen liegen (das setzt natürlich voraus, dass der Empfehlende das auch selbst gelesen hat Zwinker ).

Dann hatte ich noch überlegt, man zu jedem Thema nicht vielleicht noch einige "Klassiker" sammeln könnte. Das ist natürlich ein schwammiger Begriff und das kann leicht ausarten. In der Literaturliste werden sich vermutliche viele Lehr- und Einführungswerke, Handbücher usw. befinden. Da wäre es vielleicht ganz gut auch ein paar "Originaltexte" zu nennen, die viel zitiert werden, und die man kennen sollte, wenn sich mit einem Thema befasst.

Soweit. Lächel

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19.02.2013, 12:45:22
Beitrag #7
RE: Organisation des Literaturverzeichnisses
Es gibt ja auch Konvolute, in denen Grundlagentexte und "Klassiker" bereits zusammengefasst sind. Die kann man dann auch am Stück empfehlen, so etwas hier:


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19.02.2013, 13:18:18
Beitrag #8
RE: Organisation des Literaturverzeichnisses
Zitat:Du hattest ja gesagt, Kevin, dass du dich um die technischen/gestalterischen Aspekte gerne kümmern würdest. Wie hattest du dir das denn vorgestellt?
Also, das mit dem BibTex-Format hat zwar seine Vorteile, aber die meisten, die hier nach guten Literaturvorschlägen suchen, werden kein Programm für BibText-Dateien haben und würden es als zutiefst umständlich empfinden, sich extra eines herunterzuladen, um unser Literaturverzeichnis zu lesen. (Ich kenne mich und ich hätte es wohl auch nicht gemacht. Zumal es für den Laien wohl eher nach etwas zu viel Informatik aussehen könnte.) Ich würde vorschlagen, dass man beidschienig fährt: eine BibTex-Datei nebenbei zu haben, für die Fortgeschrittenen, die lieber mit so etwas arbeiten wollen und ein oder mehrere PDF-Dokumente.
Zu dem Aufbau des Dokumentes:
Ich wollte das PDF-Dokument designtechnisch schlicht und dennoch ansprechend halten, natürlich seriös und wissenschaftlich. Vielleicht mit einem schönen, reprentativen Kopf und einem eleganten Layout. (Wenn bald das Forum eh einen neuen Anstrich bekommt, wenn das klappt mit den themenorientierten Templates, könnte man sich über ein anschaulicheres, ästhetischeres Logo für das Forum Gedanken machen.) Das Dokument selbst soll natürlich nach Themen geordnet sein, mit Unterthemen, etc. Am Anfang gibt es ein Inhaltsverzeichnis mit anklickbaren Links, die einem direkt zu dem jeweiligen Unterthema führen. Das erspart vielen endloses Scrollen und man kann doch vielleicht sogar mit nur einem PDF-Dokument arbeiten, was die ganze Sache kompakter macht, denn im Forum noch nach dem richtigen und für einen selbst passenden PDF-Dokument zu suchen.

Zitat:Ich glaube ein wichtiger Punkt hier ist, dass Linguistik ja in ganz verschiedenen Fächern gelehrt wird, und ich glaube die meisten, die hier mit Fragen ins Forum kommen, befassen sich aus einer philologischen Perspektive damit. Da stellt sich mir dann die Frage, wie/ob sich das in den Literaturtipps niederschlagen soll. Schreibt man das dann in den Begleittext mit rein, oder wäre es gut vielleicht bei manchen Themen eine Unterrubrik "Für besondere Zielgruppen" einzuführen, wo dann spezielle Einführungen für Germanisten/Anglisten/Romanisten/Slavisten (das dürften die häufigsten sein) aufgenommen werden (dort könnten dann auch "wichtige" Bücher erscheinen, die nicht auf Deutsch oder Englisch sind)?
Vielleicht böte sich da einmal so etwas an, wie du sagst, dass man philologisch-relevante Literatur nochmal neuordnet und für die Philologen aufbereitet, und/oder andererseits könnte man mit Tags arbeiten, die die einzelnen Werke zugeschrieben bekommen. Wie elegant dann die Lösung ist, im PDF-Dokument über STRG+F nach Tags zu suchen, weiß ich allerdings nicht. Aber es würde mir vielleicht auch helfen, wenn ein Werk den Tag "russisch-relevant" erhält, dann kann ich sie viel einfacher auch in andere Versionen einbauen, die für zum Beispiel Slavisten sind.

Zitat:Ich finde, dass die Werke grundsätzlich kommentiert sein sollten, weil's sehr nützlich ist, gerade auch für Anfänger. Die Länge sollte sich (ähnlich wie in meinem Beispiel oben vielleicht), auf einige wenige Sätze belaufen, und z.B. kurz darstellen, an wen sich das Buch (nicht) richtet, wo die Stärken, und wo die Schwächen liegen (das setzt natürlich voraus, dass der Empfehlende das auch selbst gelesen hat
Genau, an wenige Sätze habe ich auch gedacht. Niemand liest sich eine Din A 4 Seite durch, wenn er ein Verzeichnis durchsieht. (Deshalb finde ich zusätzliche Tags hier vielleicht auch sehr hilfreich, weil die schneller zu überblicken sind.)
Ich finde, wie ich schon erwähnt habe, auch noch den Wichtig etwas zu dem Autor zu sagen, wie sich seine Forschungsmeinung zu dem restlichen Konsens seines Fachgebietes verhält und wie sich das Werk in den Kontext der restlichen Forschergemeinde einreiht, also ob es irgendwie kontrovers ist oder sich dem Konsens anbandelt.

Zitat:Dann hatte ich noch überlegt, man zu jedem Thema nicht vielleicht noch einige "Klassiker" sammeln könnte. Das ist natürlich ein schwammiger Begriff und das kann leicht ausarten. In der Literaturliste werden sich vermutliche viele Lehr- und Einführungswerke, Handbücher usw. befinden. Da wäre es vielleicht ganz gut auch ein paar "Originaltexte" zu nennen, die viel zitiert werden, und die man kennen sollte, wenn sich mit einem Thema befasst.
Würden Klassiker nicht ohnehin unbedingt mit dazukommen? Zwinker Aber man könnte äußerst wichtige Werke, die auch noch oft zitiert werden, vielleicht durch ein bestimmtes Präfix-Zeichen kennzeichnen. Überhaupt könnte man durch einige wenige Präfixe bestimmte Werke bzgl. irgendetwas kennzeichnen.

Zitat:Ich fände es gut, wenn es pro Fachbereich nach Themen unterteilt ist. Bei den theorielastigen Bereichen kann man dann z.B. die verschiedenen Theorien als Themen begreifen. Aber z.B. in Psycholinguistik würde sich ja eher anbieten das in "Verstehen", "Produktion", "Erwerb" und "Störung" einzuteilen, ähnlich ist es bei Typologie und Historischer Linguistik. Bei Syntax allgemein könnte man dann eher nach Theorien gehen, also "Minimalismus", "LFG", "Konstruktionsgrammatik", usw.
Das, denke ich mir auch, wäre die effektivere Methode. Kennt ihr eine Seite oder Quelle, bei der ich eine gute Aufteilung der Fachgebiete in Unterbereiche finden kann? Man kann sie ja noch etwas abändern, falls sie nicht der hiesigen Lehrmeinung entspricht.

Zitat:Ich würde durchweg auf Deutsch kommentieren, weil die Zielgruppe ja eher Studierende aus Deutschland ist, oder?
Nicht bei den einzelphilologisch-relevanten Werken nicht noch zusätzlich in der jeweiligen Sprache? Unter Umständen könnte man so den Benutzerumfang erweitern?

Zitat:Es ist wahrscheinlich gut, mit den großen Gebieten anzufangen und dann je nach Zeit und Bedarf das auf kleinere Gebiete auszuweiten.
Zitat:Nur für angemeldete User fände ich gut, denn das motiviert die Leute vielleicht, auch mitzuarbeiten, wenn sie sich schon einmal angemeldet haben.
Das Gleiche denke ich auch.


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19.02.2013, 13:35:43
Beitrag #9
RE: Organisation des Literaturverzeichnisses
Re Benutzerumfang und Literaturkommentarsprache: Es ist faktisch nun einmal so, dass das Forum zu > 99% deutschsprachig abläuft. Die paar englischsprachigen Threads die wir haben.tempusneutral, fallen kaum ins Gewicht, und es gibt so weit ich es sehen kann nur 3 User, die nicht die deutschsprachige Oberfläche nutzen. Ich glaube, dass unsere primäre Zielgruppe auch sehr dankbar dafür ist, dass hier Deutsch gesproschrieben wird.


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19.02.2013, 13:36:45
Beitrag #10
RE: Organisation des Literaturverzeichnisses
(19.02.2013 13:18:18)Kevin schrieb:  
Zitat:Du hattest ja gesagt, Kevin, dass du dich um die technischen/gestalterischen Aspekte gerne kümmern würdest. Wie hattest du dir das denn vorgestellt?
Also, das mit dem BibTex-Format hat zwar seine Vorteile, aber die meisten, die hier nach guten Literaturvorschlägen suchen, werden kein Programm für BibText-Dateien haben und würden es als zutiefst umständlich empfinden, sich extra eines herunterzuladen, um unser Literaturverzeichnis zu lesen. (Ich kenne mich und ich hätte es wohl auch nicht gemacht. Zumal es für den Laien wohl eher nach etwas zu viel Informatik aussehen könnte.) Ich würde vorschlagen, dass man beidschienig fährt: eine BibTex-Datei nebenbei zu haben, für die Fortgeschrittenen, die lieber mit so etwas arbeiten wollen und ein oder mehrere PDF-Dokumente.
Vielleicht habe ich mich da komisch ausgedrückt: ich meinte es auch so, dass die Datei zusätzlich bereit gestellt wird; wenn man die Literatur in einem entsprechenden Programm verwaltet, entsteht so eine Datei ohnehin quasi als "Abfallprodukt". BibTex hatte ich nur als Beispiel erwähnt, weil das quasi jedes Literaturverwaltungsprogramm importieren kann, und es auch kostenlose Software gibt, die darauf aufbaut, wie z.B. JabRef (von dem ich nur so mittelmäßig begeistert bin, aber es funktioniert). Auch Citavi, für das viele Unis eine Campuslizenz haben und das es in einer eingeschänkten Version ebenfalls umsonst gibt, kann das öffnen.

Letztendlich war das aber nur als Vorschlag gedacht. Ich weiß nicht genau, welchen "Workflow" du hast, und mit welcher Software du arbeitest. Evtl. ist es dann eher noch mehr Aufwand, den Kram erst aus Citavi/Endnote et al. zu exportieren und in das Textverarbeitungs- oder Layoutprogramm zu kippen. Allein um so eine Datei zu erhalten, und bei Bedarf die Zitierweise ändern zu können, ist es das nicht wert. Und falls man z.B. beides getrennt verwaltet, das heißt einmal die Literatur in einem entsprechenden Programm und dann noch mal extra in einem Text-Oder-So-Dokument, sollte man sich das eh zwei Mal überlegen.

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19.02.2013, 13:39:22
Beitrag #11
RE: Organisation des Literaturverzeichnisses
Wenn man es eh in \Latex setzt (weil's einfach geiler aussieht), bietet sich eine entsprechende kompatible Literaturverwaltung an. Und - ja - doppelgleisig fahren ist sinnvoll. (Bitte nur Beizeiten den Admin fragen, dass er die notwendigen Dateitypen für Attachments erlaubt. Zwinker )


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19.02.2013, 15:29:15
Beitrag #12
RE: Organisation des Literaturverzeichnisses
Zitat:Re Benutzerumfang und Literaturkommentarsprache: Es ist faktisch nun einmal so, dass das Forum zu > 99% deutschsprachig abläuft. Die paar englischsprachigen Threads die wir haben.tempusneutral, fallen kaum ins Gewicht, und es gibt so weit ich es sehen kann nur 3 User, die nicht die deutschsprachige Oberfläche nutzen. Ich glaube, dass unsere primäre Zielgruppe auch sehr dankbar dafür ist, dass hier Deutsch gesproschrieben wird.
Okay, überzeugt. Zwinker

Zitat:Vielleicht habe ich mich da komisch ausgedrückt: ich meinte es auch so, dass die Datei zusätzlich bereit gestellt wird; wenn man die Literatur in einem entsprechenden Programm verwaltet, entsteht so eine Datei ohnehin quasi als "Abfallprodukt". BibTex hatte ich nur als Beispiel erwähnt, weil das quasi jedes Literaturverwaltungsprogramm importieren kann, und es auch kostenlose Software gibt, die darauf aufbaut, wie z.B. JabRef (von dem ich nur so mittelmäßig begeistert bin, aber es funktioniert). Auch Citavi, für das viele Unis eine Campuslizenz haben und das es in einer eingeschänkten Version ebenfalls umsonst gibt, kann das öffnen.
Ich würde lieber mit JabRef arbeiten, da ich das auf der Arbeit auch lange Zeit benutzt habe und da kein absoluter Neuling bin. Allerdings habe ich...

Zitat:Evtl. ist es dann eher noch mehr Aufwand, den Kram erst aus Citavi/Endnote et al. zu exportieren und in das Textverarbeitungs- oder Layoutprogramm zu kippen.
das noch nicht gemacht, ich musste nichts exportieren. Kann man quasi eine Zitationsweise angeben und das dann so in ein Word-Dokument exportieren lassen? Bisher habe ich gedacht, dass ich beides machen müsste, die Literatur in JabRef eingeben und dann nochmal schön in das Dokument.

Zitat:Wenn man es eh in \Latex setzt (weil's einfach geiler aussieht), bietet sich eine entsprechende kompatible Literaturverwaltung an. Und - ja - doppelgleisig fahren ist sinnvoll. (Bitte nur Beizeiten den Admin fragen, dass er die notwendigen Dateitypen für Attachments erlaubt.
Ich habe noch nie in meinem Leben mit LaTex gearbeitet. (Ich weiß, eine Schande für einen Linguistikstudenten.) Bietet sich das am ehesten für den Zweck hier an? Und dann kann ich von einem Literaturverwaltungsprogramm den BibTex dahin exportieren und da alles aufhübschen?


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19.02.2013, 16:32:09
Beitrag #13
RE: Organisation des Literaturverzeichnisses
(19.02.2013 15:29:15)Kevin schrieb:  Ich würde lieber mit JabRef arbeiten, da ich das auf der Arbeit auch lange Zeit benutzt habe und da kein absoluter Neuling bin. Allerdings habe ich...
[....]
das noch nicht gemacht, ich musste nichts exportieren. Kann man quasi eine Zitationsweise angeben und das dann so in ein Word-Dokument exportieren lassen? Bisher habe ich gedacht, dass ich beides machen müsste, die Literatur in JabRef eingeben und dann nochmal schön in das Dokument.
Ja, das geht, und das ist ja auch einer der wesentlichen Vorteile von Literaturverwaltungen Zwinker Citavi (und ich nehme auch andere kommerzielle Programme vmtl. auch) sind m.M.n in dieser Hinsicht noch besser, aber Jabref kann das auch, z.B. in dem du die Einträge als RTF oder in einem anderen textbasierten Format exportierst. Außerdem gibt es eine Anbindung an OpenOffice/LibreOffice

(19.02.2013 15:29:15)Kevin schrieb:  [...]
Ich habe noch nie in meinem Leben mit LaTex gearbeitet. (Ich weiß, eine Schande für einen Linguistikstudenten.) Bietet sich das am ehesten für den Zweck hier an? Und dann kann ich von einem Literaturverwaltungsprogramm den BibTex dahin exportieren und da alles aufhübschen?
Na ja, ich würde nicht sagen, dass das eine Schande ist. Ich weiß nicht, wie das bei den "professionellen" Linguisten ist, aber unter den Studenten habe ich bisher vielleicht eine handvoll getroffen, die das verwendeten, und das waren dann eigentlich immer Leute, die entsprechendes technisches Interesse/Wissen hatten.

(Um das vielleicht noch mal einleitend zu sagen: Latex ist kein normales Textverarbeitungsprogramm, sondern ein Textsatzsystem. Statt also irgendwas zu markieren, und dann aus der Leiste "Fett" zu wählen, schreibt man entsprechende Befehle in den Text, ansatzweise ähnlich wie man das vom BBCode hier im Forum, oder von HTML kennt - nur in mächtig Zwinker . Im Gegenzug übernimmt das Programm die Formatierung, kümmert sich um Fußnoten, erstellt automatisch Literaturnachweise, Inhalts- und sonstige Verzeichnisse, setzt mathematische Formeln (und IPA Zwinker ) optisch ansprechend usw.)

Bibtex ist für die Zusammenarbeit mit Latex konzipiert. Die Bibtexdatei funktioniert so ähnlich wie eine Datenbank. Im jeweiligen Dokument kannst du dann auf diese Einträge mit Befehlen und dem Kurztitel zugreifen, und das Programm kümmert sich um den Rest (d.h. Formatierung, zusammenstellung der Bibliographie, ggf. unter Berücksichtigung der zitierten Literatur), auf der Basis von Konfigurationen, die du vorher festgelegt hast.

Abgesehen von den optischen Aspekten wäre meiner Meinung nach der wesentliche Vorteil an LaTeX, dass man das in weiten Teilen automatisieren kann. Man baut sich einmal ein Template zusammen, muss dann im besten Fall nur noch die Literaturdatenbank pflegen und zum Schluss alles kompilieren; jenachdem wie man das aufbaut wäre es auch problemlos möglich, sowohl eine Gesamt- als auch einzelne Dateien für die jeweiligen Themenbereiche zu erstellen usw. Der Nachteil ist halt, dass es relativ schnell recht technisch werden kann, wenn man abweichende Designvorstellungen hat. Weiterhin ist es zwar so, dass es grafische Editoren wie LyX gibt, aber insbesondere für ein etwas umfangreicheres Unterfangen stößt man da vmtl. schnell an die Grenzen; ich verwende immer einen normalen Texteditor mit einigen Zusatzfeatures.

Falls du damit arbeiten möchtest, könnte ich dich unterstützen, d.h. z.B. das Grundgerüst bauen, oder dich entsprechen "briefen". Da das aber deine Idee war, solltest du es so machen wie du meinst und wie es dir liegt, finde ich Lächel

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20.02.2013, 19:39:29
Beitrag #14
RE: Organisation des Literaturverzeichnisses
Hallo,
okay, vielen Dank erstmal für die Aufklärung bezüglich LaTex. Zwinker Irgendwann werde ich wohl nicht herumkommen, aber ich werde vermutlich erst einmal mit JabRef und entweder Word oder einem Adobe Produkt arbeiten. Das kenne ich wenigstens schon, finde die Bedienung damit nun eher leichter und muss mich nicht erst komplett in ein neues Programm einlesen. Wenn es dann immer noch zu viel Arbeit ist, zu umständlich oder LaTex sich eher anbietet, kann ich ja noch wechseln, mich im Internet schlaumachen und es dann damit machen. Dann würde ich wohl gerne auf deinen Vorschlag zurückkommen, thf. Danke dafür. Zwinker
Davon unabhängig, werde ich mich aber wohl so oder so irgendwann mal mit LaTex näher auseinander setzen. Vor allem, weil man damit Syntaxbäume super leicht zeichnen können soll, stimmt das?


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20.02.2013, 20:04:43
Beitrag #15
RE: Organisation des Literaturverzeichnisses
Also Lyx kann ich gar nicht empfehlen. das ist im Grunde genauso ein gewürge wie bestimmte WYSIWYG Editoren aus der großen Softwareschmiede.

Ich benutze MikTeX und darauf aufgesattelt das TeXnicCenter. Das geht ganz prima, wenn man sich einmal etwas daran gewöhnt hat, dass WYSINWYG.

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