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 » nicht erledigt Perspektiven

19.12.2013, 16:55:45
Beitrag #1
Perspektiven
In den letzten 24 Stunden haben mich zwei Nachrichten erreicht, die sehr widersprüchliche Gefühle in mir geweckt haben:

academics.de schrieb:Wie groß ist die Berufungschance? Der Stellenmarkt für Hochschullehrer 2011
von ANGELIKA WIRTH
Zur Bewertung der Berufschancen von Hochschullehrern ist die Beobachtung des Stellenmarktes hilfreich. Eine Analyse der vom Deutschen Hochschulverband über seinen Ausschreibungsdienst verbreiteten Stellenanzeigen soll dazu beitragen, trotz schwieriger Datenlage und einer Vielzahl von Unsicherheitsfaktoren mehr Klarheit in die Situation zu bringen.
[...]
Alle Zeichen weisen auf einen deutlichen Fächerabbau hin: Sinkende Zahlen sowohl bei Ausschreibungen als auch bei den Professoren- und Habilitationszahlen.
[...]
Welche Schlüsse sind aus den Entwicklungen zu ziehen? Wie bereits in den vergangenen Jahren zeigte sich auch 2011 der Stellenmarkt für Hochschullehrer fächerspezifisch heterogen, wobei die Ausschreibungszahlen für eine Bewertung der beruflichen Perspektiven nicht allein entscheidend sind, sondern stets zusammen mit quantifizierbaren Daten auf der Angebotsseite (Professorenzahlen und Habilitationsdaten) zu betrachten sind.

Allzu große Erwartungen für die statistische Chance, einen Ruf zu erhalten, sind nicht angebracht. Fakt ist, dass derzeit und auch in nächster Zukunft nicht mehr so viele Professoren aus Altersgründen ausscheiden wie zu Beginn dieses Jahrtausends. Die Ausscheidenszahlen werden sich vielmehr wieder denen Mitte der 90er Jahre angleichen, was wiederum die Vermutung nahelegt, dass die Zahl der Ausschreibungen aufgrund der geringeren Wiederbesetzungsraten in den nächsten Jahren bestenfalls konstant bleiben, wenn nicht sogar sinken wird.
http://www.academics.de/wissenschaft/wie...56937.html


meinepruefung schrieb:Akademiker der Zukunft - gute Gründe optimistisch zu sein
Immer mehr Praktika, Sprachen, kürzere Studienzeiten und Doktorarbeiten – trotzdem den Ausgleich finden
Blick nach vorne. [...]
Auch in Zukunft braucht man in Deutschland gut ausgebildete Absolventen. In den kommenden zehn Jahren gehen, wegen der geburtenstarken Jahrgänge, Millionen Akademiker in Rente. Es wird einen so hohen Ersatzbedarf an gutausgebildeten Menschen geben, wie noch nie. Gute Gründe optimistisch zu sein!
http://meinepruefung.tumblr.com/post/703...istisch-zu


Was nun: Optimismus oder nicht?
Vermutlich darf man für das "wirkliche Leben" außerhalb der Wissenschaft durchaus verhalten optimistisch sein, auch wenn wir Geisteswissenschaftler ja nicht gerade die begehrtesten und exotischsten Akademiker sind. Für eine halbwegs sichere Karriere innerhalb der Wissenschaft jedoch sieht es mau aus. Zur Professur werden es die wenigsten von uns bringen und alle anderen Stellen sind ja nahezu ausnahmslos kurz und kürzest befristet.

Wie seht Ihr die Situation? Wer von Euch hat vor, in der Wissenschaft zu bleiben? Oder wo zieht es Euch hin?


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19.12.2013, 17:35:38
Beitrag #2
RE: Perspektiven
Hallo,

ja, das sieht nicht gut aus. Traurig

Ich werde wohl so weitermachen wie bisher: Wissenschaft als Hobby (momentan promoviere ich als unbezahltes Hobby) und dazu einen bezahlten Job, der mein Hobby und mich (hoffentlich ausreichend) finanziert. Wenn dann (wie momentan) Job und Hobby noch halbwegs von der Thematik stimmig sind, ist das ok. Von freien Wochenenden etc. habe ich mich eh schon verabschiedet - die verbringe ich mit meinem Hobby. ;-)

Viele Grüsse,
K.


Lächel
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