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[Hist]: Historisch-vergleichende Ling., Diachronie, Sprachwandel  » Erledigt: Heute Heute Sprachwandeltheorien von Keller, Coseriu und Koch

12.10.2012, 10:20:07
Beitrag #1
Sprachwandeltheorien von Keller, Coseriu und Koch
Hallo liebe Mitglieder,

ich habe eine Frage zu den Sprachwandeltheorien von Keller (1990), Coseriu(1974) und Koch (2004/2005). Die Theorie von Keller mit dem Pänomen der dritten Art an sich verstehe ich gut. Coseriu redet von Synchronie (Sprachzustand) und Diachronie (Dynamik des Systems). Aber Koch verstehe ich nicht. Bezieht er sich auf die Theorien oder hat er eine eigene? Er redet etwas von Regulatum und Regulans, das ist mir aber nicht geläufig. Kann mir das vielleicht jemand einfacher erklären?

Außerdem frage ich mich welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten die drei Theorien haben? Ich sehe eigentlich immer das gleiche mit anderen BegriffenUndecided Irgendwie versteh ich da was falsch, glaube ich.

Falls jemand vielleicht die Theorien mit einem Beispiel anwenden kann, wäre es super. Ich habe zum Beispiel versucht das Beispiel der Ökonomisierung "Ach so zu Aso" anzuwenden. Aber wie soll das gehen? Es ist ja klar, dass es jemand angefangen hat zu benutzen um Zeit zu sparen und Energie zu sparen. Ein anderer hat es übernommen und so weiter... Aber das ist nicht wirklich spezifisch angewendet.Undecided

Es wäre wirklich wichtig, da ich das Wissen für eine Prüfung brauche und momentan auf dem Schlauch steheTraurig

Danke schon mal.

LG
Lejla89

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13.10.2012, 12:41:23
Beitrag #2
RE: Sprachwandeltheorien von Keller, Coseriu und Koch
Sorry, dass ich dir jetzt erst antworte (Konferenzstress)... Mit Koch bin ich nicht vertraut - hast du da eine Literaturangabe? Dann schau ich da ggf. mal rein.

Ökonomisierung ist ein gern genannter Grund für Sprachwandel. Ich persönlich finde den Begriff im besten Fall irreführend, aber nun denn, er ist irgendwo vielleicht sogar hilfreich zur Illustration. Bei Sprachwandelphänomenen, die man gemeinhin unter Ökonomie zusammenfasst, geht es weniger darum, dass jemand eine Form benutzt, die dann von anderen übernommen wird. Vielmehr betrifft das hochfrequente Formen, bei denen sowohl Produktion und Verarbeitung so routinisiert sind, dass sie keine deutliche Artikulation zur Unterscheidung benötigen und in Kurzform benutzt werden (können), ohne das Verständnis zu behindern. Damit nutzen sich die Formen im Sprachgebrauch ab. Es geht also da gerade nicht um Innovation.

Hast du die die Vergleiche zu anderen Sprachwandeltheorien in Kellers Buch angesehen? Auch wenn da deine anderen Theorien nicht direkt angesprochen werden, hilft es dennoch, die Theorien zu verorten.

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