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 » Vorstellung zweier neuer Fachrichtungen

13.07.2012, 15:09:35
Beitrag #1
Vorstellung zweier neuer Fachrichtungen
Guten Tag,
ich möchte hiermit die Gründung zweier neuer linguistische Fachrichtungen bekanntgeben. Wenn dies auch nicht aus 100%ig ernsthaften Beweggründen geschieht, soll daran trotzdem ein wahrer Funke bleiben.

Parapsychologische Linguistik
(sic, da Paralinguistik leider etwas anderes bezeichnet, leider...)
Der Hauptmerk dieser Forschungsrichtung liegt in der Untersuchung sprachlicher Bestandteile der Parapsychologie-Forschung. Dem aufmerksamen Leser mögen manche Aspekte schon in diesem Forum vorgekommen sein. Die Anwendungs- und Untersuchungsfelder können so vielfältig sein, wie Sprache im Kontext von Paraphänomenen vorkommt.
Folgende Gebiete bilden den Kern der Untersuchung:
* Xenoglossie: Das Vermögen, eine Sprache sprechen zu können, ohne sie vorher gelernt zu haben. Die Intention liegt nicht darin, die Übersinnlichkeit dieses Phänomens zu beweisen, sondern es objektiv zu untersuchen, ob es nun "normal"psychologische Ursachen hat oder doch parapsychologische.
* EVP: Electronic Voice Phenomena, dies ist das Phänomen, wenn fremde Stimmen auf aufgenommenem Tonmaterial auftaucht. Für viele stellen dies Stimmen aus dem Jenseits dar. Das Thema ist ungemein interessant und manche Fälle entziehen sich noch immer einer anständigen Erklärung.
* Stimmen Hören: Zu vielen Spukphänomenen zählt auch das Stimmenhören, bei dem jemand Stimmen wie aus dem Nichts wahrnimmt, obwohl kein Gerät oder kein Mensch sie zu produzieren scheint.
* Telepathie: Die Telepathie ist die Übermittlung von Bildern oder Sprachlichen Einheiten, sprich Gedankenlesen. Hierbei kann die sprachliche Komponente untersucht werden, bei der Wörter, Sätze, Botschaften übermittelt werden.
* Beratung: Die Fachrichtung kann auch beratende Funktion in Einzelfällen einnehmen, wenn diese benötigt wird.
* Sonstige sprachliche Phänomene: Es gibt noch zahlreiche weniger umrissene Gebiete, in denen Sprache die primäre Wahrnehmungsquellen von Spukerscheinungen ist. Hierzu zählen auch Séancen, in denen zum Beispiel im Zuge einer Ouija-Brett-Konsultierung Sprache in Form von kurzen Botschaften auftritt, die durch die Diktierung der Bewegung eines Glases oder Planchette auf einem Brett mit Buchstaben entstehen. Dieses Diktieren kann so aussehen, dass alle ihre Hand oder einen Finger auf das Glas oder die Planchette legen, sie sich zu bewegen beginnt und auf die einzelnen Buchstaben weist, die in chronologischer Reihenfolge eine sinnvolle Sinneinheit ergeben sollen. Diese Form der Botschaftsdiktierung kann vielfältige Variationen haben.

Der Sinn der Forschung liegt nicht hauptsächlich in dem wissenschaftlichen Beweis ihrer Existenz, sondern vielmehr in ihrer objektiven Untersuchung, der Ursachenforschung, den Möglichkeiten, sie zu verhindern, wenn sie eine Störquelle darstellen, der Untersuchung ihrer linguistischen Struktur und/oder anderer Zusammenhänge und Hintergründe.
Da die parapsychologische Forschung allgemein bisher nicht anerkannt wird, trotz vielaussagender Forschungsergebnisse, zählt die "parapsychologische Linguistik" somit zu den Pseudowissenschaften.


Kosmolinguistik
Wenn diese Fachrichtung bisher fast ausschließlich theoretischer Natur ist, könnte sie in Zukunft eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Der Hauptmerk in dieser Forschung liegt auf Sprache im Kontext zur Extraterristik. Um das genauer zu beleuchten, hier die möglichen Forschungsgebiete:
* Extraterristische Sprachformen (theoretisch): Dieser Bereich ist zunächst rein theoretisch. Er behandelt die Untersuchung von Sprache und Kommunikation bei extraterristischen Lebensformen. Bisher kann man nur mutmaßen und Vermutungen über die Struktur anstellen. Dennoch können hieraus äußerst interessante Erkenntnisse erwachsen, die bei einem möglichen Kontakt in Zukunft von Hilfe sein könnten.
* Extraterristische Sprachformen (praktisch): Diese Forschung würde erst beginnen, wenn es zu einem wirklichen Kontakt mit außerirdischen Lebensformen käme. Sie würde die Struktur ihrer Kommunikation untersuchen und alle sich daraus ergebenden Fragen behandeln, wie Kommunikationsaufnahme mit der Lebensform, interspezifizieller Austausch, etc.
* Menschliche Sprachformen im extraterristischen Kontext: Hierbei stünde die Untersuchung von Sprachvarietäten in extraterristischen, menschlichen Kolonien im Mittelpunkt. Da ein außerirdischer Kolonialismus bisher kaum bis gar nicht stattgefunden hat, besteht dieser Bereich auch aus reiner Theoretik.
* Auswirkungen von extraterristischen Zuständen auf die Phonetik: Im die große Bandbreite dieses Forschungsbereiches zu demonstrieren, führe ich diesen Punkt an. Er beschäftigt sich damit, wie zum Beispiel die Schwerelosigkeit Auswirkungen auf die Artikulation von Sprache hat. Dies wäre ein phonetischer Bereich und könnte theoretisch bereits jetzt beginnen. Dennoch wären die Forschungsaufwendungen ziemlich hoch, da eine vor Ort Untersuchung vonnöten wäre und diese zum einen sehr aufwändig und zum anderen sehr teuer wäre.

Wie gesagt, ist dies eine Forschungsrichtung, die eher auf theoretischen Mutmaßen und Was-wäre-wenn-Szenarien basiert. Dennoch gäbe es bereits jetztzeitliche Anwendungsgebiete. Die Bandbreite von möglichen Forschungsgebieten ist größer als es die wenigen Beispiele wie oben darstellen.


Wie gesagt, diese Postulierungen sind nicht ganz ernst gemeint, aber auch nicht ganz unernst. Irgendeiner muss nur irgendwann einmal damit anfangen. Zwinker Viel Spaß beim Lesen und ich freue mich über konstruktives Feedback.
Viele Grüße,
euer parapsychologischer Kosmolinguistik (sollte ich diese Bereiche jetzt zu meinen Expertisengebieten hinzufügen? =P)


"So the whole reason the French people can't really dance
Is because they haven't got the beat in their blood.
And why don't they live and breathe the beat?
Because their language has no tonic accent."
Martin Solveig ~ Heart of Africa
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13.07.2012, 15:57:48
Beitrag #2
RE: Vorstellung zweier neuer Fachrichtungen
Hallo Kevin!

Du bist ein bisschen spät dran mit deinen eso-linguistischen Fachrichtungen, selbst in Frankfurt (Oder).

http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderb...39999.html

Aber versuch es doch mal an einer artverwandten theologischen Fakultät mit Zungen-Reden, ggf. auch mit Engelszungen-Reden, vielleicht kannst du ja damit landen!

Gruß Gernot


Ich bin ein Star Cool; holt mich hier raus!
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14.07.2012, 20:41:04
Beitrag #3
RE: Vorstellung zweier neuer Fachrichtungen
Deine "Kosmolinguistik" nennt sich in Fachkreisen Xenolinguistik und ist so neu nicht. Erste nicht-SciFi-Publikationen gibt es hierzu bereits in den 1980er Jahren.

Übrigens: "Kosmo-" ist ein unglückliches Präfix, da es sich auf die unsrige Welt bezieht. (OK, das ist bei Weltall ähnlich).


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14.07.2012, 21:41:17
Beitrag #4
RE: Vorstellung zweier neuer Fachrichtungen
Och mennoo.... Dann bin ich wohl zu spät dran. Aber den Scherz war es wert. =P
Dennoch scheint mir, dass die Felder nicht ganz klar umrissen wirken. Da muss noch mehr gemacht werden. ;P


"So the whole reason the French people can't really dance
Is because they haven't got the beat in their blood.
And why don't they live and breathe the beat?
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Martin Solveig ~ Heart of Africa
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14.07.2012, 22:13:24
Beitrag #5
RE: Vorstellung zweier neuer Fachrichtungen
Och, die Xenolinguistik zumindest scheint schon irgenwie zu wissen, was sie will.
Man könnte sich höchstens zanken, ob die nur ausserirdische Lebewesen in Betracht ziehen sollten, oder eben auch alles was auf unserem Planeten außer uns noch so alles der Kommunikation fähig ist.


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22.07.2012, 14:14:33
Beitrag #6
RE: Vorstellung zweier neuer Fachrichtungen
(14.07.2012 20:41:04)janwo schrieb:  Deine "Kosmolinguistik" nennt sich in Fachkreisen Xenolinguistik und ist so neu nicht. Erste nicht-SciFi-Publikationen gibt es hierzu bereits in den 1980er Jahren.

Übrigens: "Kosmo-" ist ein unglückliches Präfix, da es sich auf die unsrige Welt bezieht. (OK, das ist bei Weltall ähnlich).

Was es aber scheinbar noch nicht gibt, ist eine Xenosemiotik. Dabei scheint mir das irgendwie ein näherliegenderer Ansatz, wenn man über mögliche Kommunikationsfähigkeiten extraterrestrischer Lebensformen philosophieren möchte. Zwinker

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13.06.2013, 10:39:05
Beitrag #7
RE: Vorstellung zweier neuer Fachrichtungen
Wie wäre es mit Altophonetik: die Lehre von den höhenabhängigen Artikulationspräferenzen.

Ach nee: Das gibt's wirklich. Frisch aus dem hause Everett jun.: http://www.scientificamerican.com/podcas...u-13-06-12

Ich glaube, dazu muss ich 'nen eigenen Thread eröffnen: >> http://www.linguisten.de/Thread-Altophonetik <<


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