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 » nicht erledigtWortstellung - Wörter Anordnung

03.05.2013, 00:24:26,   Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.05.2013, 00:31:40 von Zeiterleben
Beitrag #1
Wortstellung - Wörter Anordnung
Guten Tag allerseits,

mich interessiert aus welchen Gründen bestimmte Wörter Anordnungen, eine andere Wirkung haben bzw. wie die Bezeichnung für so etwas ist.

Ich meine damit zum Beispiel:

Tradition und Moderne - klingt für mich getrennt bzw. getrennter
Moderne und Tradition - klingt für mich verbundener

Wasser und Durst - klingt für mich nach zwei Begriffen die zusammen gehören, jedoch mit einer gewissen Trennung
Durst und Wasser - klingt für mich verbundener

Feuer und Wärme - Feuer erzeugt Wärme ist klar, dennoch klingt es etwas getrennter wie...
Wärme und Feuer - klingt verbundener

Sucht und Drogen - klingt für mich verbundener
Drogen und Sucht - klingt für mich getrennter

Auto und Lenkrad - klingt für mich getrennter
Lenkrad und Auto - klingt für mich verbundener

Schwarz und Weiß bzw. Schwarz-weiß - klingt zugehöriger, verbundener z.B. Schwarzweißfilm
Weiß und Schwarz bzw. Weiß-Schwarz - klingt getrennter, z.B. Weißschwarzfilm

Philosophie und Denken - klingt für mich getrennter
Denken und Philosophie - klingt für mich verbundener

Ich hoffe ich habe keinen an der Klatsche Bash_desk aber wie oben bereits erwähnt würde es mich interessieren warum das so ist bzw. wie so etwas bezeichnet wird und wie Ihr die Beispiele die ich aufgezählt habe empfindet.

Alles Gute

Zeiterleben


Hallo, ich bin Zeiterleben und seit 02.05.2013 21:41 hier angemeldet.
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03.05.2013, 07:50:16,
Beitrag #2
RE: Wortstellung - Wörter Anordnung
Haben wir nicht alle einen an der Klatsche, irgendwie? Big Grin

Ich würde Deine Beispiele und Einschätzungen erst einmal nicht für absurd oder so halten. Ob das jedoch subjektive Einzelmeinung oder etwas Größeres ist wirst Du nur durch eine empirische Studie herausfinden können. Bei manchen Deiner Beispiele würde ich es z.B. genau umgekehrt sehen (z.B. bei Tradition und Moderne). Verallgemeinern kann man da wohl nur anhand einer breiteren Datenbasis.

Was sich aber schon so sagen lässt ist dies: Dass manche der Reihungen "sperriger" und ihre Umkehrung "glatter" oder "verbundener" klingen lässt sich jedoch mit etwas erklären, das ich einmal unter dem Namen "Gesetz der aufsteigenden Glieder" vermittelt bekommen habe. Bei Aufzählungen wird gerne das kürzeste Element (Wort) an den Anfang und das längste Element ans Ende gestellt: Menschen, Tiere, Sensationen (Tiere wirkt durch den Langvokal der ersten Silbe länger).
Bei den meisten Deiner Beispiele (bis auf das mit dem Lenkrad) sind die für Dich "verbundener" klingenden Phrasen so angeordnet, dass die Wörter nach aufsteigender Silbenzahl sortiert sind. Es gibt aber Ausnahmen von diesem Gesetz, die in den Wortbedeutungen begründet liegt. Oft wird die Reihenfolge dann (unbewusst) so gewählt, dass insgesamt folgende Regeln, die sich nicht gegenseitig ausschließen, zur Anwendung kommen:
  • Kürzeres vor Längerem
  • Allgemeineres vor Speziellerem
  • Wichtigeres vor Unwichtigerem
  • Höherrangiges vor Niedrigerrangigem
  • Belebteres vor Unbelebterem (siehe Belebtheitshierarchie)
  • Ganzes vor Teilen (siehe Lenkrad-Beispiel)
  • Implikant vor Implikatum

Ein letztes Motiv wäre schlichtweg die Aussprechbarkeit. Das Prinzip greift nicht nur ʻ aber natürlich besonders leicht – bei ansonsten "gleichrangigen" Wörtern, wie im Beispiel schwarzweiß. Würde man die Reihenfolge umkehren (bei blauweiß vs. weißblau geht das ja auch problemlos!) , träfen zwei Zischlaute aufeinander und die Folge /sʃw/ wäre schwer auszusprechen.


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