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[Sem]: Semantik, Etymologie, Semiotik  » nicht erledigt letztens vs. letztlich

11.01.2012, 16:39:31
Beitrag #1
letztens vs. letztlich
Seit einiger Zeit fällt mir bei einem Freund eine Eigenartigkeit auf. Statt letztens/neulich sagt er letztlich. z.B. "Letztlich war ich im Kino".

Seine Mutter habe ich es so auch schon gebrauchen hören. Somit ist klar woher er das hat - meine Frage: ist das eine familiäre Sache, oder dialektal? Die Familie kommt aus dem Raum Köln.


Starfleet Yeah
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11.01.2012, 16:55:06
Beitrag #2
RE: letztens vs. letztlich
(11.01.2012 16:39:31)LeaRebecca schrieb:  Seit einiger Zeit fällt mir bei einem Freund eine Eigenartigkeit auf. Statt letztens/neulich sagt er letztlich. z.B. "Letztlich war ich im Kino".

Seine Mutter habe ich es so auch schon gebrauchen hören. Somit ist klar woher er das hat - meine Frage: ist das eine familiäre Sache, oder dialektal? Die Familie kommt aus dem Raum Köln.
Ist mir nicht bekannt, dass das gängig wäre, ich werde allerdings mal die Ohren offenhalten. Allerdings kann das auch daran liegen, aus welchem Teil der Stadt er kommt.

Falls du es genau wissen möchtest, könntest du mal in Adam Wredes "Neuer kölnischer Sprachschatz" nachsehen. Wenn es da nicht auftaucht, wüsstest du zumindest schon mal, dass es relativ neu ist. In meinen beiden kleineren Wörterbüchern taucht es nicht auf, ebenso wenig hier: http://www.rheinische-landeskunde.lvr.de...erterbuch/

Ich würde also sagen, es ist nicht dialektal, vielleicht regiolektal, wahrscheinlich aber doch eher individuell.

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11.01.2012, 17:10:52
Beitrag #3
RE: letztens vs. letztlich
Da fällt mir gerade ein, ich weiß eigentlich nur, dass der Vater aus Köln kommt. Bezüglich der Mutter müsste ich nochmal nachfragen.
Mein Freund selbst kommt vom Niederrhein (wie ich), da habe ich es auch sonst noch nie gehört.


Starfleet Yeah
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11.01.2012, 17:45:03
Beitrag #4
RE: letztens vs. letztlich
Im "Rheinischen Wörterbuch" taucht es mit der von dir genannten Bedeutung auf:
http://www.woerterbuchnetz.de/RhWB?lemma=letztlich
(Die genannten Orte liegen in der Eifel)

Da sind auch Links zu anderen Regionalwörterbüchern, möglicherweise hilft das.

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11.01.2012, 17:46:31
Beitrag #5
RE: letztens vs. letztlich
Aufgeregt Wie super! Damit hatte ich garnicht gerechnet. Danke!


Starfleet Yeah
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12.01.2012, 20:15:54
Beitrag #6
RE: letztens vs. letztlich
Geht es hier darum, dass du das Wort nicht kennst oder dass du es in diesem speziellen Kontext nicht kennst?

Mir persönlich ist "letztlich" bekannt als Synonym für "letztendlich" ...


Hallo, ich bin kunterbunt und seit 20.11.2011 14:12 hier angemeldet.
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13.01.2012, 09:06:05
Beitrag #7
RE: letztens vs. letztlich
Ja, genau. Ich verwende es nur als letztendlich, im Grunde.


Starfleet Yeah
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13.01.2012, 16:36:40
Beitrag #8
RE: letztens vs. letztlich
Ok, dann sind wir uns einig Lächel
War mir nicht sicher, ob ich dich richtig verstanden hatte.


Hallo, ich bin kunterbunt und seit 20.11.2011 14:12 hier angemeldet.
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14.01.2012, 13:08:51
Beitrag #9
RE: letztens vs. letztlich
(13.01.2012 09:06:05)LeaRebecca schrieb:  Ja, genau. Ich verwende es nur als letztendlich, im Grunde.
... und dieses letztlich könnte man mit seiner quasi eschatologischen Bedeutung (Ursache, für die es keine weitere Ursache mehr gibt; Ziel, nach dem es kein weiteres Ziel mehr gibt) geradezu als das Gegenteil von kürzlich/unlängst/neulich betrachten.

Im ripuarischen (Kölner Dialekt) wird letztlich meines Wissens nicht so benutzt; da würde man nur 'letz' im Sinne von kürzlich/neulich sagen, wie ich gerade noch einmal im Wörterbuch von Willy Leson 'Kölsch von A bis Z, Verlag J. P. Bachem, Köln, 7. Auflage 1986,' nachgeschlagen habe.


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