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 » nicht erledigt x-bar Theorie und Beispiele
▶ x bar theorie

14.01.2014, 13:07:56
Beitrag #16
RE: x-bar Theorie und Beispiele
...bisjetzt fand ich die lingutrain-seite am besten;-) oder gibt es noch etwas besseres?? in der literatur wird ja meistens x-bar so erklärt, dass man megaviel grundwissen sofort parat und abrufbar haben muss. dieses wissen ist dann schon da - allerdings in den tieferen hirnschichten vergessen wordenTraurig


Hier könnte sonnenscheins Signatur stehen.
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17.02.2014, 11:35:09
Beitrag #17
RE: x-bar Theorie und Beispiele
Wahrscheinlich kommt die Antwort zu spät aber wenn jemand einen groben Überblick zur generativen Grammatik braucht, dem kann ich

"Basiswissen Generative Grammatik" von Jule Philippi und Michael Tewes (UTB, Stuttgart 2010)

empfehlen. Die Beispielsätze nerven zwar nach einer Weile, aber man hat einen guten Überblick und verständliche Einführungen in die relevanten Themenbereiche wie Bindungstheorie oder Konstituentenanalyse. Für mehr Details muss man sich dann eh in die Fachliteratur vertiefen.

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06.03.2014, 14:20:07
Beitrag #18
RE: x-bar Theorie und Beispiele
Hallo! Ich bin auch gerade beim Thema x-bar-Theorie in meinem Grundkurs und komme bei den Adjunkten nicht weiter.

Wir haben gelernt, dass manche Adjunkte sich auf niedrigeren Ebenen der Syntax beziehen als andere. Z.B., "langsam schreiben" vs. "auf dem Bus schreiben". (Bilder in den Attachments habe ich aus den Folien meines Dozents geholt).

Jetzt haben wir die Aufgabe, den syntaktischen Unterschied zu finden zwischen
(a) Peter wartet auf den Bus. und
(b) Peter wartet auf dem Bus.

Meine Vermutung ist folgende: "auf den Bus" ist ein Komplement vom Verb. Bei (b) ist "auf dem Bus" ein Adjunkt der VP. Dementsprechend müssten die Bäume so aussehen (siehe Attachments "auf dem Bus" und "auf den Bus"). Jedoch bin ich 1. nicht sicher, ob meine Vermutung richtig ist und 2. falls sie richtig ist, scheint mir der Unterschied zwischen meinen zwei Bäumen trivial.

Hilfe?


Angehängte Datei(en)Thumbnail(s)
         

.png  auf dem Bus.png (Größe: 1,7 KB / Downloads: 116)


Hier könnte kabitas Signatur stehen.
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08.03.2014, 18:31:16
Beitrag #19
RE: x-bar Theorie und Beispiele
Deine Vermutung und Beschreibung sind richtig, auch wenn es vllt. wirklich trivial aussieht.
Komplemente des Verbs werden durch Rektion (Kasuszuweisung direkt durch das Verb) oder Selektion ("Auswahl" einer bestimmten Präposition, die dann den Kausus regiert) innerhalb der VP realisiert; also (VP-V').
Adjunkte sind eher Elemente, die man weglassen kann, ohne dass der Satz ungrammatisch wird (natürlich mit Ausnahmen wie beim Verb 'wohnen'). Man geht dann eher davon aus, dass sie eine VP modifizieren, jedoch nicht direkt darin eingebetten sind; also (VP-VP) wie im Beispiel oben "schreibt einen Brief auf dem Bus". Das funktioniert aber auch nur dann gut, wenn ein Adverb oder eine Adverbialphrase direkt vor oder nach der VP steht. Tauchen sie zwischen den Elementen der VP auf, kommt es häufig auf die Autoren an, wo sie die Adjunkte plazieren und wie sie es begründen.
Chomsky lehnt bspw. die Rechtsadjunktion ab; wenn das Adjunkt also an letzter Position steht, wird es durch Bewegung der anderen Bestandteile im Satz hervorgerufen.
Andere Autoren gehen von unterschiedlichen Interpretationsebenen aus und platzieren die Adverbien entsprechen dieser Theorie auch mal innerhalb der VP wie in "schreibt langsam einen Brief". (Das braucht man nicht tun, wenn man mit der IP-Analyse arbeitet und das finite Verb aus der VP bewegt. Da hat man ganz normal die Struktur von [VP [Adv lansam] [VP einen Brief V°]])
Wie man sehen kann, kommt es immer darauf an, welches syntaktische Modell man verwendet und wie man die semantische Interpretation der Adverbiale und der Argumente darin unterbringen möchte. Wenn der Unterschied egal ist, wird nicht selten das Adjunkt wie ein Komplement behandelt.

Es gibt hier im Forum noch diverse andere Beiträge, die sich mit dem Thema beschäftigen und andere Beispiele haben, reinschauen lohnt sich Zwinker

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08.04.2014, 10:10:18
Beitrag #20
RE: x-bar Theorie und Beispiele
Hallo,

Anna K. du hast geschrieben, dass im Deutschen aus bestimmten Gründen alle Sätze mit einer CP Struktur beginnen.... Das bedeutet doch jetzt, dass ' ganz oben' ich weiß klingt sehr dämlich Big Grin, immer ein CP steht und man das dann aufteilt ?! Ich blicke da nicht ganz durch....


Dann habe ich da noch eine Frage...
Ich hatte als Beispielsatz folgendes: Er hasst Frauen in langen Röcken.
'Er' muss ich doch dann als Pronomen kennzeichnen oder?

Tut mir Leid für all die blöden Fragen, aber ich verstehe das gar nicht...

Viele Grüße Foone


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08.04.2014, 12:33:33
Beitrag #21
RE: x-bar Theorie und Beispiele
Hallo foone,

Das mit der CP stimmt, sie steht ganz oben Lächel Allerdings nur, wenn man sich im Bereich der generativen Grammatik bewegt.
Das ist eine Entwicklung in der Betrachtung der Sätze aus der generativen Perspektive:
Erst sagt man, wir haben einen Satz, also steht ganz oben ein S. Später geht man eher der Frage nach, was denn einen Satz so ausmacht. Bei den Präpositionalphrasen ist es eher die Präposition also hat man eine PP, bei den Sätzen ist es die Flexion des Verbs (inflection im Engl.) also ist ein Satz genau genommen eine flektierte Phrase, also eine IP. Wenn man sich die Sprachen der Welt so anschaut, sieht man aber, dass sie bestimmte Wortstellungsmerkmale mit sich bringen, so ist das Deutsche eine Sprache, die das finite Verb in der zweiten Position hat und in der Regel nur eine Position vor dieser mit anderen Konstituenten (Objekte, Adverbien, Subjekte, ...) belegen kann. Vereinfacht formuliert bildet man im Dt. erst eine IP, in der der Kasus und die Verbflexion erledigt werden und im zweiten Schritt kommt die Wortstellung. Da diese von der IP-Struktur abweicht und weitere Positionen überhalb benötigt werden, wird eine CP als oberster Knoten "angebaut". In C° steht das finite Verb (=V2) und die Position davor dient als Landeposition für andere Elemente.
Spätere Ansätze gehen davon aus, dass die CP aufgespalten werden muss, je nach dem, warum etwas an erster Position steht (ist es besonders wichtig, bereits bekannt, wird es erfragt, etc.)
Wichtig ist dabei, dass andere Grammatiktheorien, die andere Auffassung zum Satzbau haben, vllt. keine CP haben, da ist S der oberste Knoten. Kommt also immer darauf an, was man darstellen möchte.

Zu den Pronomina: Ja, Pronomina müssen als solche gekennzeichnet werden. In der Regel als "Pro" oder "DP". Da am besten in den Seminar-/Vorlesungsunterlagen nachsehen, welche Grundlage verwendet wird.
Das Verständnis kommt nach und nach, je mehr man sich damit beschäftigt Zwinker Keine Sorge, es geht fast allen so Big Grin

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09.04.2014, 10:20:22
Beitrag #22
RE: x-bar Theorie und Beispiele
Hallo Anna,

danke für deine Antwort, das konnte mir schon weiter helfen.

Jetzt habe ich aber erneut ein Problem... :/

Mein Beispielsatz war: Max möchte seine Erfindung patentieren lassen.
Wir haben gelernt, das CP ein IP als Komplement benötigt. IP benötigt ein VP, VP benötigt ein NP. Wie muss ich denn da vorgehen? Ich weiß auch nicht genau wie ich die beiden Verben ' patentieren' und 'lassen' richtig darstelle, hast du da noch einen Tipp für mich? :/

Danke!


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09.04.2014, 12:42:38
Beitrag #23
RE: x-bar Theorie und Beispiele
Ich versuche es mal so einfach wie möglich zu beschreiben:
Komplemente sind in der Regel Elemente, die von einem Kopf verlang werden. Haben wir einen C-Kopf, also bspw. eine Konjunktion wie weil oder dass, möchte dieser Kopf einen Satz (IP) haben, der als untergeordnete Information auftritt. Ist es ein Kopf im Hauptsatz, so möchte er, dass das finite Verb dahin bewegt wird.
Haben wir einen I-Kopf, möchte dieser eine VP also eine ihnaltsbeladene Handlung (was wird gemacht) als Komplement. V-Köpfe benötigen ihre Argumente (wer macht was) usw.
Bei mehreren Verben im Satz kann man ähnlich vorgehen und sich ansehen, welche der Verben andere benötigen und welche nicht. Ein Modalverb wie möchte kann nicht allein stehen, es benötigt immer noch ein anderes Verb oder eine VP, damit die Aussage vollständig ist. In deinem Satz ist es Vmöchte - VPseine Erfindung patentieren lassen.
Diese VP hat wieder zwei Verben: patentieren und lassen. Man kann hier die Tilgungsprobe machen:
Max möchte seine Erfindung patentieren lassen. - Ist ok.
Max möchte seine Erfindung patentieren lassen. - Nicht ok, der V-Kopf "lassen" benötigt ein VP-Komplement.
Also schachtelt man diese ineinander [VP1 [VP2 seine Erfindung patentieren] lassen]. (Das Deutsche ist eine Verbletztsprache, deshalb die Köpfe der VP immer rechts)
Man kann auch die Modal- und Hilfsverben in diese VP-Schachtelstruktur einbeziehen, was jedoch aus Übersichtsgründen häufig ausgelassen wird, sodass sie direkt in der I-Position platziert werden.

Hoffe, es macht soweit Sinn Lächel

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14.04.2014, 15:56:01
Beitrag #24
RE: x-bar Theorie und Beispiele
Woow danke Lächel Zum Glück bekomme ich in der Klausur nur französische Sätze Big Grin

ich danke dir echt total für deine genialen Erklärungen Lächel


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17.04.2014, 15:37:50
Beitrag #25
RE: x-bar Theorie und Beispiele
Nicht, dass die französischen Sätze einfacher wären Zunge
Das Prinzip der Syntax ist mehr oder weniger gleich; wenn man in einer Sprache verstanden hat, wie man die Sätze analysiert, hat man schon die Grundlage für andere Sprachen. Dann muss man sich nur noch in die Besonderheiten der EInzelsprachen oder Sprachfamilien einlesen und fertig ist Zwinker

Viel Erfolg und Glück bei der Klausur! Lächel

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06.02.2015, 22:28:34
Beitrag #26
RE: x-bar Theorie und Beispiele
Hallo,
Kann Jemand mir vielleicht helfen, ich habe mehrmals versucht, Xbar Schema zu struckturieren aber leider könnte nicht.
a. viele Bilder mit kleinen Fehlern
b. diese ausgesprochen großen Anstrengungen
c. während der wiederholten Durchsuchungen des Instituts
d. der kleine Laden dort

Vielen Dank!


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07.02.2015, 14:41:43
Beitrag #27
RE: x-bar Theorie und Beispiele
kann jemand mir helfen, ich versuche xbar schema zu machen und kann nicht
a. viele Bilder mit kleinen Fehlern
b. diese ausgesprochen großen Anstrengungen
c. während der wiederholten Durchsuchungen des Instituts
d. der kleine Laden dort
Danke


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10.02.2015, 11:16:40
Beitrag #28
RE: x-bar Theorie und Beispiele
Hallo nano,

wo liegt denn genau dein Verständnisproblem? Man sollte eher daran arbeiten und nicht einfach nur eine Lösung für die Aufgabe bereitstellen.

LG Anna

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09.04.2015, 21:26:31
Beitrag #29
RE: x-bar Theorie und Beispiele
Ich bin jetzt dummerweise vor einem ähnlichen Problem wie der Verfasser des Threads. Aufgrund einer Änderung der Studienordnung scheint mein Syntaxgrundkurs jetzt die X-Bar-Theorie vorauszusetzen. Dummerweise hatte ich die bisher nie, bin aber nun in der misslichen Lage, die alleine lernen zu müssen (weil ich einmal eine Anmeldung verpasst hatte und jetzt in den Syntaxkurs der neuen Studienordnung gerutscht bin, die aber bereits einen Syntaxkurs vor diesem Sytaxkurs kennt etc. usw.).

Ich habe mal verschiedene Websites durchgesehen und mir ein Buch angeguckt und würde gerne mal versuchen, hier meine Lernversuche zu schildern.

Grundlegendes Schema abweichend von der ursprünglichen Phrasenstruktursytax, da diese nicht spezifisch genug und außerdem nicht endozentrisch (da S nicht projiziert):

XP -> X' Spec
X' -> X' (Adjunkt)
X' -> X Komplement (je nach Sprache optional)

Die Phrasen NP, PP, VP und AP folgen dem X-Bar-Schema, wobei oft

Komplement NP: andere NP (oder DP)
Komplement PP: NP
Komplement VP: NP
Komplement AP: PP?

Spezifikator NP: Adjektiv oder Determiner (manche Bücher nennen Determiner in Spec-Position veraltet, also Adjektiv? Was ist dann das Komplement der AP in spec-Position?)
Spezifikator PP: Adverb
Spezifikator VP: Adverb
Spezifikator AP: Adverb?

Als Adjunkte fungieren iaR PPs und Adverbien.
Die Position der Komplemente, Spezifikatoren etc. ist durch Parametrisierung sprachspezifisch beliebig.

Der Satz wird als IP gebildet, wobei I entweder das Hilfsverb oder die gemovete Flexionsendung des finiten Verbs ist. I' hat als Kompleme̼nt die VP, während die NP die Spezifikatorposition besetzt.

Über der IP wird in Nebensätzen die CP aufgespannt, welche die IP des Nebensatzes als Komplement und die einleitende Konjunktion als Basis hat. Die Spezifikatorposition ist leer? Wie wird die CP in die IP des Hauptsatzes integriert?

Die DP regiert die NP mit D als Basis D' als Regenten der NP und DP als maximale Projektion? Was ist der Spezifikator der DP?

Dann finde ich noch so seltsame Sachen wie AgrP und FP, wo ich keine Ahnung habe, was das sein soll.

Ich versuche jetzt einfach mal ins Blaue hinein die Analyse selbstgewählter Phrasen:

half dem wilden Mann

frequently killed the king of England

Er lief über die Straße, als eine kleine Ente lustig lachend vorbeilief.


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Alpun
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10.04.2015, 16:31:18
Beitrag #30
RE: x-bar Theorie und Beispiele
Hallo Alpun,

das sind hier ganz viele Fragen, die du hier aufwirfst, Lächel Ich versuche es mal systematisch zu erfassen, wenn was fehlen sollte, einfach nochmal melden!

Zitat: Grundlegendes Schema abweichend von der ursprünglichen Phrasenstruktursytax, da diese nicht spezifisch genug und außerdem nicht endozentrisch (da S nicht projiziert):

XP -> X' Spec
X' -> X' (Adjunkt)
X' -> X Komplement (je nach Sprache optional)

Zunächst wird das S abgeschafft, da hier das Projektionsprinzip zugrunde gelegt wird: minimale Lexikalische oder funktionale Einheiten (Köpfe) projizieren eine maximale Kategorie (Phrase), sodass jeder Phrase einen Kopf haben muss, und andersrum jeder Kopf in einer Phrase enthalten ist. Deshalb werden aus dem S zwei funktionale Phrasen: IP (Iº als Kopf einer flektierten Phrase also eines Satzes) und CP (Cº als Kopf von untergeordneten finiten Sätzen).

Die Positionen Adjunkt, Spezifikator und Komplement spiegeln grammatische Zusammenhänge wider:
XP -> Adjunkt XP sagt aus, dass hier die grammatische Integrität der XP bestehen bleibt und sie durch zusätzliches Material angereichert wird (idR durch Adverbien, adverbial verwendete IP/CP, PP).
Die Spezifikatorposition spiegelt besondere grammatische Beziehungen zwischen dem Kopf der XP und der Phrase im Spezifikator. Diese Beziehung (häufig sind es Kongruenzen) ist nicht die Rektion, die widerrum zwischen dem Kopf und dem Komplement besteht. Optional sind in der Regel nur Adjunkte.
XP -> Spec X'
X' -> Komp Xº


Zitat: Die Phrasen NP, PP, VP und AP folgen dem X-Bar-Schema
Verstehe ich irgendwie nicht so recht. Eigentlich haben alle Phrasen ein X-Bar-Schema. Das bedeutet, dass ein Knoten maximal zwei Verzweigungen haben darf (insofern sind in deinen Bäumen mehrere Verzweigungen falsch). Machmal kommt man damit aber nicht aus und deshalb braucht man auch die Zwischenprojektionen (X'), bspw. bei mehreren Objekten in der VP.

Zitat: Der Satz wird als IP gebildet, wobei I entweder das Hilfsverb oder die gemovete Flexionsendung des finiten Verbs ist. I' hat als Kompleme̼nt die VP, während die NP die Spezifikatorposition besetzt.
Stimmt nicht ganz: Du musst unterscheiden, ob du in der Tiefenstruktur oder in der Oberflächenstruktur unterwegs bist. In der Tiefenstruktur ist Iº immer das, was die Flexion nach Tempus ausmacht, entweder die Hilfsverben oder die Flexionsendung des Vollverbs. Bewegung erfolgt auf der Oberflächenstruktur, nämlich dann, wenn das Vollverb die flexionsendung tragen soll. Es wird das Verb aus der VP in die Iº Position bewegt und nicht die Endung.

Zitat: Über der IP wird in Nebensätzen die CP aufgespannt, welche die IP des Nebensatzes als Komplement und die einleitende Konjunktion als Basis hat. Die Spezifikatorposition ist leer?
Stimmt soweit, wobei man im Deutschen die CP als Grundstruktur für Hauptsätze annimmt, wo sie Spec-Position die Rolle des Vorfelds übernimmt.
In den Nebensätzen ist diese Position in der Regel frei, es sei denn, man hat es mit Relativsätzen zu tun. Dort steht dann das Relativpronomen und die Cº-Position ist leer.

Zitat:Wie wird die CP in die IP des Hauptsatzes integriert?
Kommt auf die Funktion der CP an: Wenn es ein Objekt sein soll, als Komplement in die VP. Wenn es das Subjekt ist in die Spec-Position der IP oder als Adjunkt bei adverbialen Bestimmungen.

Zitat:Die DP regiert die NP mit D als Basis D' als Regenten der NP und DP als maximale Projektion? Was ist der Spezifikator der DP?
Das ist ein umstrittenes Thema in der Linguistik, ob man eine DP oder eine NP annehmen soll. Das Problem dabei ist, dass das Nomen eigentlich der Kopf des ganzen ist, also auch die Dº-Position regiert, hier aber nicht als max. Projektion auftaucht. Kannst dir selbst überlegen, welcher Theorie du folgen möchtest. Die Positionen der Spezifikatoren oder auch andere können phonologisch leer bleiben.

Zitat:Dann finde ich noch so seltsame Sachen wie AgrP und FP, wo ich keine Ahnung habe, was das sein soll.

Hier geht es um Weiterentwicklungen der X'-Theorie (z.b. das minimalistische Programm), die immer mehr funktionale Merkmale beherbergen und entsprechend mehr funktionale Köpfe und Phrasen brauchen als IP und CP.

Ich hoffe, du kannst was mit den Anmerkungen anfangen Lächel
LG Anna

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