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 » Erledigt: Heute Heute Bedingungen der Kommunikation?

26.08.2010, 20:13:25
Beitrag #1
Bedingungen der Kommunikation?
Hallo,

ich muss eine Facharbeit mit folgendem Thema schreiben: „Bedingungen der Kommunikation unter Besonderer Berücksichtigung der Axiome der Kommunikation nach Watzlawick".

Das Problem ist, dass ja nicht über die Kommunikation im Allgemeinen, sondern über die „Bedingungen der Kommunikation" schreiben soll.

Da ich mir absolut im unklaren darüber bin wie ich überhaupt anfangen soll, wäre ich Euch sehr verbunden, wenn Ihr mir sagen könntet, wie Ihr diese Facharbeit aufbauen/gliedern würdet (ganz grob).

Ebenfalls würde ich mich über einige Literaturtipps zum Thema „Bedingungen der Kommunikation" freuen. Infomaterial über Watzlawick habe ich genug.

Danke im Voraus

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26.08.2010, 23:45:24
Beitrag #2
RE: Bedingungen der Kommunikation?
Ich frag mich immer wieder, ob die Kollegen, die Hausarbeiten bzw. Hausarbeitsthemen vergeben, sich nicht auch darum kümmern (können/wollen/müssen), dass ihre Studenten wissen, was von ihnen erwartet wird.

Mein Grundsatzmantra für akademische Hausarbeiten: Erst einmal die Begriffe klären.
Wenn Du erst einmal überlegst (und dann darstellst) was Kommunikationsbedingungen sind, kommst Du (hoffentlich) auch darauf, inwiefern die Axiome des Herrn Watzlawick dort relevant sind (auch die muss man dafür erst einmal einführen).


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27.08.2010, 14:37:04
Beitrag #3
RE: Bedingungen der Kommunikation?
Danke erstmal. Aber was genau sind denn nun Kommunikationsbedingungen? Jedenfalls weiß ich nicht, wie ich mit meinem Wissen darüber die Mindestanzahl von 8 Seiten füllen soll. Das Buch „Menschliche Kommunikation" von Watzlawick liefert mir sicherlich viele gute Informationen. Allerdings kann ich ja nicht die Facharbeit mit Informationen aus einem einzigen Buch füllen^^. Wenn ich mir jetzt aber andere Bücher zum Thema anschaue (z.B. "Miteinander reden 1" von Schulz von Thun), habe ich Angst zu widersprüchliche Aussagen gegenüber Watzlawicks Werk vorzufinden. Gerade, weil ich ja näher auf Watzlawicks Axiome eingehen soll. Ist meine Angst diesbezüglich begründet?

Ich bin zudem kein Germanistik-Student, sondern Schüler und kenne mich mit dem Thema deshalb auch nicht sonderlich gut aus.

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27.08.2010, 15:02:24
Beitrag #4
RE: Bedingungen der Kommunikation?
Vor Widersprüchen muss man keine Angst haben. Wissenschaftliches Denken und Diskutieren "lebt" davon, Thesen und Antithesen abzuwägen und --bestenfalls-- Widersprüche in einer Synthese aufzulösen. ("Wenn es nur eine Wahrheit gäbe, könnte man nicht hundert Bilder über dasselbe Thema malen. (Picasso)).

#Feuerzangenbowlen-Physiklehrer-Tonfall# Was sind Kommunikationsbedingungen? Da stellen wir uns mal ganz dumm und sagen, das ist ein Kompositum aus zwei Teilen. Das eine, das nennt sich "Bedingungen" und das andere kriegen wir später...

Anders formuliert, wenn Dir klar ist, was Bedingungen sind (Voraussetzungen, Begleitumstände) und welche erfüllt sein müssen, damit Kommunikation stattfindet, bist Du schon einen ganzen Schritt weiter. Ganz platt gesagt: Damit Kommunikation stattfinden kann, müssen Träger der Kommunikation da sein ("Sender" und "Empfänger") und es muss eine Möglichkeit der Informationsübertragung geben ("Medium") und ein Kommunikationssystem ("Sprache"). Es kommt noch ein bisschen mehr dazu (Umweltbedingungen, gesellschaftliche und gesetzliche Normen, etc.), aber das sind erst einmal die essentiellsten Dinge.

Wenn Du magst, kannst Du die Gedanken, die Du Dir zum Thema machst, gerne einmal hier festhalten und dann kommunizieren wir nochmal drüber. Zwinker


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28.08.2010, 14:21:50
Beitrag #5
RE: Bedingungen der Kommunikation?
Alles klar. Vielen Dank erstmal. Ich werde mir mal „ Miteinander reden 1“ bestellen.

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30.08.2010, 14:39:20
Beitrag #6
RE: Bedingungen der Kommunikation?
Liebe/-r dot,
schau doch mal in Wikipedia unter 'Kommunikation' oder 'Kommunikationsmodell'.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kommunikati...munikation
Da findest du jede Menge Literaturhinweise (wahrscheinlich viel zu viele, aber man kann ja auswählen).
Alles Liebe
Ika

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31.08.2010, 20:50:15
Beitrag #7
RE: Bedingungen der Kommunikation?
Super, danke auch dafür. Ich habe heute von meiner Lehrerin erfahren, dass sie mit "Bedingungen der Kommunikation", Kommunikation im Allgemeinen meint und dass sie Thema auch genauso gut "Was ist Kommunikation?" hätte nennen können. Ich finde den Namen für das Thema unter diesen Umständen zwar etwas unpassend aber dennoch macht es das ganze wesentlich einfacher.

Da das Thema ja „Bedingungen der Kommunikation unter Besonderer Berücksichtigung der Axiome der Kommunikation nach Watzlawick" heißt, frage ich mich nun wie ich die Axiome am besten integriere. Ich habe mir überlegt in den einzelnen Kapiteln, in denen ich über die Kommunikation schreibe an passenden Stellen Zitate und Beispiele anhand seiner Axiome zu integrieren. Oder ist es sinnvoller die Axiome auf den letzten Seite gesondert zu behandeln? Was meint Ihr?

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31.08.2010, 23:31:13
Beitrag #8
RE: Bedingungen der Kommunikation?
Bei einer Arbeit in dem (knappen) Umfang, wie Du es vorhast, würde ich es so machen, dass ich die Axiome an passender Stelle (optisch vielleicht etwas hervorgehoben --z.B. durch Einrückung--) zitiere und dann direkt diskutiere. Mit einem extra Kapitel über die Axiome wird das Ganze wohl schnell zu umfangreich.

Nebenbei gefragt: Machst Du freiwillig ein linguistisches Thema, oder hattest Du keine Wahl? Das interessiert mich einfach mal so und die Antwort hat keinen Einfluss auf meine weiteren Kommunikationsbedingungen Zwinker Damals™ als ich in der Oberstufe war, gab's so etwas wie Facharbeiten nicht, deswegen weiß ich nicht, was genau es damit auf sich hat...


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01.09.2010, 17:15:07
Beitrag #9
RE: Bedingungen der Kommunikation?
Ich hatte keine Wahl. Ansonsten hätte ich mir ein Thema ausgesucht, mit dem ich mich besser auskenne. Langsam sollte ich mich auch beeilen. Bis zum 14. muss das Ganze fertig sein^^.

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11.09.2010, 23:52:53
Beitrag #10
RE: Bedingungen der Kommunikation?
Hallo, ich bin nun in der Endphase, hätte allerdings noch ne Frage zum indirekten Zitieren. Ich habe z.B. in mehren Büchern etwas gelesen und schreibe nun einen Text (in eigenen Worten) aus meinem so erlangten Wissen, indem natürlich auch einige Gedankengänge anderer Autoren wieder zuerkennen sind.

Bin ich bei sowas gezwungen ein (vgl. XY) unter die Texte zu setzen?


Beispiel 1:
Ein lächeln drückt z.B. Freude, ein Runzeln der Stirn Nachdenklichkeit und ein Rümpfen der Nase Ekel oder Abscheu aus.

Beispiel 2:
Die Sprache ist das Medium, in dem wir verbal kommunizieren. Dies können gesprochene, aber auch geschriebene Worte sein. Deshalb ist ein interkulturelles Kommunizieren auf verbaler Ebene natürlich unmöglich. Die jeweilige Sprache muss erlernt werden, bevor wir mit ihr Informationen senden bzw. empfangen können. Dies ist i.d.R. ein langjähriger Prozess, weshalb es unmöglich ist jede Sprache zu beherrschen.

Beispiel 3:
Als Kommunikation (lat. Communicatio = Mitteilung, Verständigung) bezeichnet man den verbalen oder nonverbalen Informationsaustausch zwischen zwei oder mehreren Personen. Verbale Kommunikation findet über Worte, nonverbale über Körpersprache oder auch visuell durch Bilder statt.

Der sogenannte Sender möchte dem Empfänger eine Nachricht übermitteln. Damit die Nachricht den Empfänger erreicht, muss der Sender sie so verschlüsseln (codieren), dass der Empfänger sie entschlüsseln (decodieren) kann. In einem verbalen Diaglog wären Worte die Verschlüsselung. Wenn der Empfänger diese versteht und die Nachricht somit entschlüsselt gibt er dem Sender ein Feedback, damit dieser weiß, dass die Nachricht angekommen ist und wie sie aufgenommen wurde. Es besteht während der Übermittlung der Kommunikation allerdings auch noch die Gefahr, dass Störungen auftreten. Auf verbaler Ebene könnten dies z.B. laute Hintergrundgeräusche sein.

Beispiel 4:
Der, bei Weitem größte Teil der Kommunikation findet jedoch auf nonverbaler Ebene statt. Egal, ob wir lachen, weinen oder tanzen. Ständig kommunizieren wir auf eine gewisse Art und Weise. Wir senden Informationen und Signale an unsere Mitmenschen. Mit der Aussage „Man kann nicht nicht kommunizieren“ hat Paul Watzlawick (1980: 53) dies sehr treffend formuliert.

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12.09.2010, 14:25:42
Beitrag #11
RE: Bedingungen der Kommunikation?
Wann immer Du nicht bloß Allgemeinwissen wiedergibst, musst Du eine Quellenangabe machen. Das ist bei indirekten Zitaten nicht anders als bei direkten. Bei Beispiel 1 kann man sich darüber streiten, ob das unter Allgemeinwissen fällt; wenn Du die Angaben aber nicht aus Deinem eigenen Wissen sondern eben aus einer Quelle hast, dann nenne sie auch. Die anderen drei Fälle sind eindeutig. Generell kann man sagen: Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig Quellenangaben gemacht.

(Lächeln in Bsp. 1 ist übrigens ein Substantiv. Und was soll eigentlich das erste Komma in Bsp. 4?)


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12.09.2010, 14:36:43
Beitrag #12
RE: Bedingungen der Kommunikation?
Ok, danke. Also müsste ich ja im Prinzip alle Quellen, in denen ich gelesen habe angeben. Unter Beispiel 3 dann (vgl. Autor A, Autor B, Autor C)?

Gerade beim zweiten Absatz in Beispiel 3 bin ich mir sehr unsicher. Ich beschreibe mit diesem Text ein Kommunikationsmodell, welches ich rechts daneben als Grafik eingefügt habe.


Edit: Ich hätte noch eine Frage zum Zitieren. Angenommen ich möchte einen kompletten Absatz mit einer Quellenangabe versehen. Schreibe ich dann einfach ein (vgl. XY) unter den Absatz?

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12.09.2010, 17:17:42
Beitrag #13
RE: Bedingungen der Kommunikation?
Normalerweise lässt du dann das "vgl." weg und gibst dafür aber noch die Seitenzahl mit an.
Denn in dem Fall gibst ja kein Wissen in kompirmierter Form weiter, sondern etwas das du direkt so wiedergibst, wie es der Autor auch formuliert hat.

D.h.: (Autor evtl Jahr der Publ.: Seitenzahl)
konkret: (Mustermann 2010: 100)

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12.09.2010, 17:51:57
Beitrag #14
RE: Bedingungen der Kommunikation?
@ dot: Genau. Alle Quellen müssen angegeben werden. Ist zwar lästig, aber nur so wird es wissenschaftlich korrekt.
Wenn Du Dich (indirekt) auf mehrere Quellen beziehst, musst Du die auch alle angeben.


Ich weise an dieser Stelle mal auf eine Anleitung zum Zitieren und Bibliographieren hin, die sumire und ich mal verfasst haben.


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