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[Contrib]: Beitrags- und Beteiligungsaufrufe  » nicht erledigt Entwicklung einer eigenen Sprache

03.04.2014, 14:59:11
Beitrag #1
Entwicklung einer eigenen Sprache
Hey liebe Linguisten,
ich bin Hendrik Schilling, 19 Jahre alt und hobbymäßig Dichter und Schriftsteller. Ich möchte aber gar nicht groß um den heißen Brei herumreden. Für meine Fantasygeschichten, die ich schreiben möchte, entschloss ich vor ungefähr einem Jahr eine Fantasywelt zu entwerfen, was mir bisher auch ziemlich gut gelungen ist. Jedoch wollte ich für diese Welt auch eine eigene Runenschrift (die steht bereits) und eine eigene Sprache entwickeln. Das klappte auch soweit ganz gut, doch wenn man sich dann wirklich komplex mit einer Sprache auseinanderzusetzen beginnt ist man als Laie bald leicht überfordert. Daher dachte ich mir es wäre keine schlechte Idee mal bei Leuten nachzufragen die sich auskennen.
Ich suche also jemanden der aus Spaß an der Sache (und weil es ja vielleicht auch nicht ganz uninteressant für einen (angehenden) Sprachwissenschaftler ist eine eigene Sprache zu entwickeln) dabei helfen würde die Sprache soweit zu erweitern, dass sie wirklich komplett ist. Denn letztlich möchte ich auch anfangen Texte zu schreiben und diese zu übersetzen, doch das macht natürlich keinen Sinn wenn ich dann feststelle dass die bisherige Sprache so nicht funktioniert.
Gezahlt wird, wie man sich sicherlich denken kann, leider nix, ich bin auch nur Student (Mathematik und Informatik) und gebe mein erspartes Geld schon für andere Bereiche in diesem Projekt aus.

Wenn jemand von euch Lust hat etwas mehr über das Projekt bzw. das bisherige Konzept der Sprache zu erfahren, so erzähle ich natürlich gerne mehr darüber.
Bis dahin warte ich aber erst einmal ab ob sich überhaupt jemand findet.

Hoffnungsvolle Grüße,
Hendrik.

P.S. Bitte verzeiht mir meine eventuell gravierenden Reschreibungs- und Interpunktionsfehler. So auf die schnelle und ohne mehrmaliges Lesen passiert mir sowas leider des öfteren. Lächel


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03.04.2014, 16:24:18
Beitrag #2
RE: Entwicklung einer eigenen Sprache
Hallo,
eine interessante Anfrage. Ich habe noch einmal ein paar Fragen. Soll die Sprache komplett erfunden werden oder mit zusammen? Das ist nicht so ganz hervorgegangen. Eine zweite Frage ist, wie seriös denn das Buchunterfangen ist? Denn ich glaube die wenigsten, würden sich so viel Mühe machen, eine Sprache zu erfunden, wenn das Projekt nicht einmal auf sicheren Füßen steht. Eine Sprache zu erfinden und dies ordentlich auszugestalten ist nämlich ein sehr zeitaufwendig. Wie soll denn die Sprache überhaupt klingen und wie soll sie strukturiert sein und wer soll sie sprechen?

Viele Grüße,
Kevin


"So the whole reason the French people can't really dance
Is because they haven't got the beat in their blood.
And why don't they live and breathe the beat?
Because their language has no tonic accent."
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03.04.2014, 18:17:49
Beitrag #3
RE: Entwicklung einer eigenen Sprache
Hey,
hier kurz und knapp die Antworten auf deine Fragen, soweit ich sie geben kann.
Zitat:Soll die Sprache komplett erfunden werden oder mit zusammen?
Die Frage verstehe ich vom Sinn her nicht ganz. Die Sprache ist zu Teilen schon entworfen, das Grundkonzept steht also. Das Problem sind die Details. Oder meinst du ob die Art der Sprache erfunden ist oder zb. einfach die deutsche Grammatik kopiert wird? In dem Fall ist es ein Mix aus beidem. Es ist bei weitem keine Eins zu Eins Übernahme einer existierenden Grammatik. Und mit jemandem der sich auskennt kann man sicherlich noch einen Schritt näher in die Richtung einer wirklich "eigenen" Sprache machen, um möglichst wenig aus bekannten Grammatiken zu "kopieren".

Zitat:wie seriös denn das Buchunterfangen ist?
Nun, wie ich bereits sagte: Ich selbst betreibe das Schreiben als Hobby. Das Problem für mich ist natürlich, dass ich niemals voraussagen kann ob meine zukünftigen Geschichten, für die ich ja momentan mit der Fantasywelt und dem Drumherum die Vorbereitungen treffe, überhaupt irgendwann mal verlegt werden und wenn ja wann das sein wird. Welche Seriösität jetzt daraus hervorgeht kann ich leider nicht sagen. Ich bin ambitioniert, aber es ist leider eben nicht so, dass ich meine sämtliche Zeit (oder Freizeit) ausschließlich in dieses Projekt stecke.

Zitat:Wie soll denn die Sprache überhaupt klingen und wie soll sie strukturiert sein und wer soll sie sprechen?
1. Wie soll die Sprache klingen? Das zu beschreiben ist natürlich irgendwie schwierig. Es ist (bzw. soll werden) eine sehr abwechslungsreiche Sprache. Teilweise sehr sanft, manchmal aber auch sehr hart. Hat vielleicht einen Hauch "elbisch" vom Klang, aber wie gesagt - das ließe sich am besten an einem Beispiel zeigen, dass ich bisher übersetzt habe, hier nicht veröffentlichen möchte.
2. Wie soll sie strukturiert sein? Auch diese Frage ist schwer zu beantworten ohne in vielen Seiten Text auszuschweifen. Sie soll einfach sein, ohne viele Sonnderfälle und übermäßig komplizierte Satzkonstruktionen.
Mehr kann ich just in diesem Moment auch gar nicht dazu sagen.
3. Wer soll sie sprechen? Nun, diese Sprache wird in der von mir geschaffenen fiktiven Welt von allen Rassen gesprochen. Sie ist von den Göttern gegeben, also damit auch die Sprache der Götter. Wenn ich aber versuche jetzt weiter darauf einzugehen wird dieser Text noch mindestens 5 DinA4-Seiten lang.

Ich hoffe ich konnte damit ein bisschen weiterhelfen, eine nähere Einführung in das gesamte Projekt würde ich gerne dann bei wirklichem Interesse vornehmen, da die Schreibarbeit imens wäre.

Liebe Grüße,
Hendrik.


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03.04.2014, 18:35:43
Beitrag #4
RE: Entwicklung einer eigenen Sprache
Hallo,
danke für die Antworten.
Die Frage sollte natürlich lauten: "Soll die Sprache komplett erfunden werden oder mit dir zusammen?" Tut mir leid. Aber die Antwort hast du ja schon gegeben.
Mit der Seriösität meinte ich natürlich, ob das eben eine fixe Idee war und sich nächste Woche ändern würde, sich aber hier jemand die Mühe macht, so viel Ernsthaftigkeit da reinzustecken und eine Sprache zu erfinden. Aber das scheint ja nicht der Fall zu sein. Zwinker Wie weit bist du denn schon mit dem Buch? Steht das gesamte Konzept, hast du schon angefangen zu schreiben? Wie viel Prozent der Arbeit exklusive des Sprachenerfindens würdest du sagen, liegen noch vor dir?
Wie eine Sprache sein soll, ist wahrscheinlich vielfältiger als es derzeit Sprachen gibt (6.500-7.000). Man kann sich ruhig an Grammatiken anderer Sprachen orientieren, Sprachen sind ja untereinander auch in den meisten Fällen verwandt und weisen strukturelle Ähnlichkeiten auf. Meiner Erfahrung nach gehen Conlangs (Erfundene Sprachen), die darauf abzielen möglichst unähnlich zu menschlichen Sprachen zu sein, schief, bzw. sind sie seltenst das, was sie sein wollen. Daher muss man schauen, welche Struktur die Sprache haben soll, ob flektierend (wie Deutsch), agglutinierend (wie Türkisch), polysynthetisch (wie Grönländisch) oder isolierend (wie Chinesisch). Weitere grammatikalische Feinheiten kämen dann noch später.
Falls du Interesse hast, können wir uns einmal enger damit auseinander setzen. Ich hätte durchaus Interesse an dem Projekt und habe schon ein paar Erfahrungen mit Conlangs.
Viele Grüße,
Kevin


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03.04.2014, 19:36:39
Beitrag #5
RE: Entwicklung einer eigenen Sprache
Hey Kevin,
Zitat:Wie weit bist du denn schon mit dem Buch? Steht das gesamte Konzept, hast du schon angefangen zu schreiben?
Ersteinmal muss ich meine geplanten Projekte ein wenig genauer aufschlüsseln, damit ein Schuh draus wird. Zunächst plane ich einige Fantasy-Geschichten, keine ganzen Bücher, so um die 50-100 Seiten lang. Diese dienen als Background für das eigentlich geplante Urban-Fantasy-Buch, welches eben nicht in der von mir erschaffenen Fantasywelt, sondern eben in unserer Welt aber dem von mir geschaffenen Universum spielt.

Was das Grob-Plotten betrifft sind die Geschichten fertig (jedoch nicht in Form eines Textdokuments). Fein-Plotting ist bei vielen schon mehr oder weniger geschehen, aber da ich momentan noch bei der Entwicklung der Fantasywelt stehe notiere ich mir immer nur Ideen.
Da ich noch nicht weiß oder wusste, wie die Fantasywelt in fertigem Zustand aussieht habe ich bisher noch nicht angefangen zu schreiben. Ich habe es ein paar Mal probiert aber dann wieder sein gelassen, weil sich bei der Entwicklung der Fantasywelt einfach immer wieder ein paar Unstimmigkeiten gefunden haben, die ich zunächst beseitigen musste.

Zitat:Wie viel Prozent der Arbeit exklusive des Sprachenerfindens würdest du sagen, liegen noch vor dir?
Das, was nach der Sprache noch fehlt ist ein geschichtlicher Hintergrund der Fantasywelt. Das ist jedoch auch kein allzu großer Aufwand mehr, da ich mich nebenbei immer schon ein wenig damit auseinandersetze. Bin ich damit fertig wird alles nochmal überarbeitet und durchdacht, dass am Ende keine Logikfehler innerhalb der Welt auftauchen. Ab dann lege ich mit dem Fein-Plotten und anschließend dem Schreiben los.
Wobei sich der vorige Absatz so angehört hat als könnte ich in 2 Wochen loslegen. Man darf nicht vergessen dass ab nächster Woche die Uni wieder losgeht und ich auch nebenbei noch andere Hobbys habe. Ich rechne damit bis Ende des Jahres mit der Verschriftlichung und Überarbeitung der Fantasywelt fertig zu sein, sodass ich mit dem neuen Jahr mit dem Fein-Plotten anfangen kann. Dass der Prozess des Schreibens dann vermutlich noch einige Jahre dauern wird brauche ich hoffentlich nicht zu sagen.

Wie viel Prozent ich jetzt schon geschafft habe ist schwer zu sagen, da ich nicht gleichmäßig an dem Projekt arbeite. Es gibt Wochen, da beschäftigt mich nichts anderes und dann gibt es Wochen in denen ich meine Fantasywelt gar nicht weiter ausbaue. Das hängt vom Gemütszustand, von der Zeit und auch von den Ideen ab.

Zitat:Meiner Erfahrung nach gehen Conlangs (Erfundene Sprachen), die darauf abzielen möglichst unähnlich zu menschlichen Sprachen zu sein, schief, bzw. sind sie seltenst das, was sie sein wollen.
Eben das dachte ich mir auch, daher habe ich mir überlegt, wie ich gerne sprechen würde.

Wenn du nach dieser Antwort immernoch Interesse hättest kannst du mir ja gerne mal eine PN schicken, dann würde ich vorschlagen dass wir das Gespräch auditiv weiterführen. Ob via Skype, Teamspeak oder Telefon ist mir völlig egal. Du kannst mir ja in der PN schreiben, was du bevorzugen würdest (oder ob du beim schreiben bleiben willst).

Liebe Grüße,
Hendrik.


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03.04.2014, 20:49:58
Beitrag #6
RE: Entwicklung einer eigenen Sprache
(03.04.2014 14:59:11)Hallagar schrieb:  P.S. Bitte verzeiht mir meine eventuell gravierenden Reschreibungs- und Interpunktionsfehler. So auf die schnelle und ohne mehrmaliges Lesen passiert mir sowas leider des öfteren. Lächel[/font][/size]

Das geht (fast) allen so, und meistens sind es die Fachleute, die da das meiste Verständnis haben. Wir sind ja keine Dorfschulmeisterlein, die mit der Rute und dem Rotstift marodieren.


Mitmachen, mitgestalten, mitwissen: Glottopedia: the free encyclopedia of linguistics
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06.04.2014, 15:23:17
Beitrag #7
RE: Entwicklung einer eigenen Sprache
Falls noch jemand Interesse an dem Projekt hat darf er sich gerne hier im Thread oder per PN / Email bei mir melden, ich suche immer noch nach tatkräftiger Unterstützung und würde mich sehr freuen, wenn sich jemand von euch dafür begeistern kann.

Liebe Grüße,
Hendrik.


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07.04.2014, 17:03:54
Beitrag #8
RE: Entwicklung einer eigenen Sprache
Die Sache mit den eigenen Sprachen für Fantasy und Science Fiction Welten war ja immer schon nicht so ganz unbeliebt, und hat in meiner Wahrnehmung nicht zuletzt durch Avatar und Game of Thrones in der letzten Zeit noch mal etwas mehr öffentliches Interesse bekommen.
Entsprechend unterhält die Language Creation Society ein Blog, in dem von Zeit zu Zeit Ausschreibungen, ähnlich deiner veröffentlicht werden. Vielleicht ist es ja ganz interessant, da mal durch's Archiv zu stöbern um einen Eindruck zu gewinnen.

(03.04.2014 14:59:11)Hallagar schrieb:  Ich suche also jemanden der aus Spaß an der Sache (und weil es ja vielleicht auch nicht ganz uninteressant für einen (angehenden) Sprachwissenschaftler ist eine eigene Sprache zu entwickeln) dabei helfen würde die Sprache soweit zu erweitern, dass sie wirklich komplett ist. Denn letztlich möchte ich auch anfangen Texte zu schreiben und diese zu übersetzen, doch das macht natürlich keinen Sinn wenn ich dann feststelle dass die bisherige Sprache so nicht funktioniert.

Möglicherweise mag das als Spitzfindigkeit eher akademischer Natur durchgehen, aber es gibt keine kompletten Sprachen in diesem Sinne Zwinker Das Ergebnis (sprach)wissenschaftlicher Beschreibung ist immer ein Modell, das den beschrieben Gegenstand aus prinzipiellen Gründen nicht vollständig erfassen kann. Es gibt unendlich viele Grammatiken derselben Sprache. Das, was in der Grammatik landet, das was beschrieben wird, hängt letztendlich von dem ab, was man meint, was Sprache ist und was nicht, was in eine Grammatik gehört, und was nicht, welche Beschreibungskategorien man ansetzt usw. Beispielsweise gibt es (in der Linguistik), Grammatiken, die im Rahmen eines bestimmten theoretischen Frameworks geschrieben worden sind, oder die bestimmte Dinge (nicht) berücksichtigen, weil sie zum Zeitpunkt der Abfassung (nicht) bekannt waren.

Ich denke, ich weiß, was dir vorschwebt, bzw. was du mit "komplett" meinst, aber ich wollte da einfach mal drauf hingewiesen haben. Prinzipiell ist sowas halt ein endloses Projekt.

Ich find' diesen Bereich auch sehr interessant, und bin gerne bereit, Fragen, die aufkommen, hier im Forum zu besprechen; so haben alle etwas davon. Es gibt auch einige Forenteilnehmer (mir fallen @Jannyna und @carbeck), die sich meines Wissens nach ausgiebig mit der "Spracherfinderei" befassen und weitere, die vielleicht Expertisen und Ideen beisteuern könnten.

Zitat:
Zitat:Wie soll denn die Sprache überhaupt klingen und wie soll sie strukturiert sein und wer soll sie sprechen?
1. Wie soll die Sprache klingen? Das zu beschreiben ist natürlich irgendwie schwierig. Es ist (bzw. soll werden) eine sehr abwechslungsreiche Sprache. Teilweise sehr sanft, manchmal aber auch sehr hart. Hat vielleicht einen Hauch "elbisch" vom Klang, aber wie gesagt - das ließe sich am besten an einem Beispiel zeigen, dass ich bisher übersetzt habe, hier nicht veröffentlichen möchte.
2. Wie soll sie strukturiert sein? Auch diese Frage ist schwer zu beantworten ohne in vielen Seiten Text auszuschweifen. Sie soll einfach sein, ohne viele Sonnderfälle und übermäßig komplizierte Satzkonstruktionen.
Mehr kann ich just in diesem Moment auch gar nicht dazu sagen.
3. Wer soll sie sprechen? Nun, diese Sprache wird in der von mir geschaffenen fiktiven Welt von allen Rassen gesprochen. Sie ist von den Göttern gegeben, also damit auch die Sprache der Götter. Wenn ich aber versuche jetzt weiter darauf einzugehen wird dieser Text noch mindestens 5 DinA4-Seiten lang.

Ich weiß halt nicht, wie sehr dich das Sprachenerfinden und die Linguistik interessieren, aber falls das Interesse größer ist, wäre es vielleicht ratsam, wenn du dir z.B. eine generelle Einführung in die Linguistik und zusätzlich eine in die Sprachtypologie ansiehst. Das hätte den Vorteil, dass du vielleicht etwas besser beschreiben kannst, was dir vorschwebt und was es in den Sprachen der Welt eigentlich so alles gibt. Natürlich mag es einerseits spannend sein, da einfach so ranzugehen, aber die Chance ist recht groß, dass die Sprache doch eher wie Deutsch/Französisch/Latein mit anderem Wortschatz aussehen wird. Kennst du z.B. schon das Language Construction Kit?

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26.04.2014, 20:07:45
Beitrag #9
RE: Entwicklung einer eigenen Sprache
Wenn ich Sprachen baue, gehe ich meist so vor:

1. Ich baue eine Schrift (hast du ja bereits erledigt)
2. Ich lege fest, ob ich freie oder gebundene Wortstellung im Satz verwenden möchte.
3. Ich erstelle in erster Linie Tabellen für Verben und eine Liste mit Pronomen
Erste Vokabeln, Namen für Dinge etc. entstehen quasi nebenbei während des Prozesses. Es ist immer hilfreich, eine oder mehrere Sprachgeschichten zu besitzen und zu Rate zu ziehen, wenn du deiner erfundenen Sprache auch sowas wie eine Sprachgeschichte beigeben möchtest (ich besitze jeweils eine für Deutsch, Englisch und Französisch). Denn dann kannst du dir anschauen, welche Veränderungen, Lautverschiebungen und Verschleifungen aufgetreten sind, um z.B. unregelmäßige Verben oder exotische Pluralformen zu schaffen (die trotzdem plausibel klingen).

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