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 » nicht erledigt Genetische Universalsprache vorhanden?

29.10.2011, 16:24:42
Beitrag #1
Genetische Universalsprache vorhanden?
Hallo!

Schaut euch mal dieses Video an:

http://www.myvideo.de/watch/6481289/Baby...Wasserfall

Was gibt das Baby da von sich? Könnte es sich um eine Art Universalsprache handeln, welche in den Genen des Babys bzw. aller Menschen vorhanden ist? Es ist unverständlich was es sagt, aber einmal sagt es "MAMA"...

Es könnte sich um eine silbenlose (rein analoge) Universalsprache handeln. Das Baby prustet gelegentlich, vielleicht übt es diese noch!? Warum "sprechen" nicht alle Babys so, warum konnte sich diese Fähigkeit nur bei dem englischen Baby entfalten? Nun, da die Eltern es nicht verstehen wird es sich anpassen und englisch lernen...

Ich habe mir auch andere Videos von Babys und Kleinkindern angesehen. Zwei Babys nebeneinander – wenn das eine Baby Schluckauf hat, lacht das andere:

http://www.myvideo.de/watch/4664586/Baby_hat_schluckauf

Und das tut es immer wieder, wie in einer Endlosschleife. Das macht es aber nicht, weil es dumm ist - sondern weil es so schlau ist. Da läuft die göttliche Komödie in noch unverwässerter Form. Das Menschenbaby ist zwar nicht Gott, aber mit seinem Supercomputer im Kopf na dran (wie 95%-iger Alkohol; nach einem Schluck verlangt keiner mehr die 100%). Das Menschenbaby entspricht der bisher größten Näherung zu Gott, da es die Projektion noch weitestgehend unverfälschten bzw. nicht verwässerten Quellcodes darstellt. Nur: Der "Alkohol" verwässert immer mehr...

In gewisser Weise stellt ein Neugeborenes ein kleines Alien dar, da es den zwar durch die Zeit gereisten aber hierdurch „gereiften“ Programmcode des Schöpfergottes noch unverfälscht ausführen darf und der Homo sapiens eine sehr leistungsfähige „CPU“ besitzt (schließlich hat er sich im Wettbewerb mit dem Neandertaler durchgesetzt und damit die Krone der Säugetiere errungen).


Grüße,
Thomas


Hallo, ich bin Thomas_1982 und seit 31.08.2011 11:44 hier angemeldet.
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29.10.2011, 16:55:08
Beitrag #2
RE: Genetische Universalsprache vorhanden?
Hallo Thomas,

ich kann mir das Video zwar gerade nicht ansehen, aber ich gehe mal davon aus, dass das Baby einfach vor sich hin "brabbelt". Beim Brabbeln (engl. babbling) üben Kinder die Aussprache der Phoneme, die sie in der sie umgebenden Sprache identifiziert haben. Nach der Geburt sind Kinder noch in der Lage, alle möglichen verschiedenen Laute zu unterscheiden, diese Fähigkeit verlieren sie aber mit der Zeit, wenn sie sich an die Sprache(n) in ihrer Umgebung anpassen.

"Mama" und "Papa" o.ä. sind auch nicht irgendwie universal oder genetisch verankert, sondern sind artikulatorisch einfach ziemlich leicht zu produzieren. Außerdem interpretieren Erwachsene auch gerne solche Wörter in die Artikulationen von Babys hinein. (Siehe u.a. hier.)

Eine genetisch verankerte Universalsprache kann es schon deshalb nicht geben, weil sich Sprache viel zu schnell ändert um in einer genetischen Evolution fixiert zu werden. Ein sog. "moving target". Das kann man z.B. hier nachlesen.

Neugeborene haben tatsächlich ziemlich gute Fähigkeiten, aus den vielen Daten, die ihnen ihre Umwelt bietet (m.H. von statistischen Lernmechanismen), eigene Kategorien zu bilden und so z.B. die Sprache ihrer Umgebung zu lernen. Das hat allerdings nichts damit zu tun, dass sie schon eine Form von Sprache können, sondern, dass sie einfach sehr gut darauf vorbereitet sind, in sozialen Kontexten zu lernen. Michael Tomasello hat dazu ein gutes Buch geschrieben.

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29.10.2011, 21:40:09
Beitrag #3
RE: Genetische Universalsprache vorhanden?
Sieh dir das Video an! Ist das nur Brabbeln?


Hallo, ich bin Thomas_1982 und seit 31.08.2011 11:44 hier angemeldet.
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29.10.2011, 22:05:08
Beitrag #4
RE: Genetische Universalsprache vorhanden?
Ich glaube, was Thomas fragt, ist, ob die Brabbelei von Babys eine Sprache ist, die wir einfach noch nicht entziffert haben.

Nun ist es richtig, dass wir genetisch dazu veranlagt sind, eine Sprache zu lernen. Aber über Annahme, dass uns eine Universalsprache angeboren ist, streitet sich die Linguistik ja schon seit gut fuffzig Jahren. Neutral könnte man sagen: Wir wissen es nicht, ob in unseren Genen eine Universalsprache verankert ist (es ist ja nur eine These, die man - je nach Theorieschule - für grundlegend hält oder eben mehr oder weniger vehement ablehnt). Wenn dem also so wäre, dass Babys eine Art "Aliensprache" sprechen würden, dann hätte die Denkschule, die von der Angeborenheit ausgeht, nicht diese Schwierigkeiten, Evidenz für ihre Annahme(n) zu finden. Dann müsste sich schlicht nur jemand hinsetzen und die Brabbelei von Babys entziffern. Auf die Idee wäre in den letzten Jahren sicherlich mal jemand gekommen.

(Wenn es bei Brabbelei schon um eine Universalsprache handelt, drängte sich sofort die Frage auf, wo du dann die Grenze zum Erwerb der Muttersprache ziehen möchtest.)

Viel plausibler ist die Erklärung, dass es sich bei Babybrabbeln lediglich um die elementare Experimentierung mit Lautproduktion handelt, wie Sebastian ja gesagt hat. Puste ich Luft durch den Vokaltrakt und ist der Mund zu, produziere ich /m/, öffne ich den Mund, produziere ich unter anderem Plosive wie /p/ und /b/ und ist der Mund auf, produziere ich je nach Lage der Zunge eben Vokale (so gut wie alle halt). Dass wir 'mama' und 'papa' daraus erkennen, liegt also nur daran, dass sie aus den den anatomisch "einfachsten" Phonemen bestehen und daran, dass es in unserer Gesellschaft die Begriffe sind, auf die wir natürlich achten. 'Papa' könnte also genauso gut /bəbə/ statt /pɐpɐ/ heißen, die ein Baby dann "aussuchen" würde, wenn es von der Umwelt 'bebe' statt 'papa' hören würde.

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29.10.2011, 22:10:06
Beitrag #5
RE: Genetische Universalsprache vorhanden?
(29.10.2011 21:40:09)Thomas_1982 schrieb:  Sieh dir das Video an! Ist das nur Brabbeln?

Ja.


Wobei dir natürlich unbenommen ist, die These aufzustellen, dass es sich um eine Sprache handelt - und zu beginnen, sie zu entziffern.

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30.10.2011, 10:34:31
Beitrag #6
RE: Genetische Universalsprache vorhanden?
Ich würde mal behaupten, abgesehen von einigen (dogmatisch-ignoranten) Theoretikern, die unbedingt ihre urmelalten Hypothesen aufrecht erhalten wollen, glaubt heutzutage kaum mehr jemand an eine genetisch angelegte Universalgrammatik oder "Innateness" (die Angeborenheit von Sprache), egal wie abstrakt diese sein mögen. Angeboren (und genetisch progammiert) ist der Drang zur sozialen Interaktion, der Aufbau der Artikulationsorgane und ebenso die Flexibilität des Gehirns, insobesondere seine "Programmierbarkeit" in den ersten Lebensjahren. Mehr nicht. Alles andere ergibt sich aus praktischen Gründen nahezu zwangsläufig, ist aber letztendlich erworben und konventionsbasiert.

Zum Babygebrabbel: Menschen tendieren dazu (und das ist genetisch angelegt), in ein Chaos (ob nun optisch oder akustisch) Strukturen und Muster hineinzuinterpretiern. Das gilt umso mehr, wenn wir den oben erwähnten Drang zur Interaktion unterstellen und meinen, das Baby wolle uns gezielt etwas mitteilen. Will es aber zumeist noch gar nicht. Es probiert nach Herzenslust seinen Artikulationsapparat aus, genauso wie es auch seine Arme, Finger, Beine, Augen usw. ausprobiert.


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30.10.2011, 11:21:54   Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.10.2011 von 11:50:23 thf
Beitrag #7
RE: Genetische Universalsprache vorhanden?
(30.10.2011 10:34:31)janwo schrieb:  Ich würde mal behaupten, abgesehen von einigen (dogmatisch-ignoranten) Theoretikern, die unbedingt ihre urmelalten Hypothesen aufrecht erhalten wollen, glaubt heutzutage kaum mehr jemand an eine genetisch angelegte Universalgrammatik oder "Innateness" (die Angeborenheit von Sprache), egal wie abstrakt diese sein mögen.
[...]
Oh, und das gilt auch für die zeitgenössische generative Grammatik?
Oder zählen die zu den erwähnten Theorektikern? Zwinker

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30.10.2011, 12:58:08
Beitrag #8
RE: Genetische Universalsprache vorhanden?
Ich würde auch sagen, dass die Denkstrukturen noch sehr stark zur Innateness tendieren. Nicht unbedingt in der krassesten Form, aber in der Denkweise ist doch ein großer Teil der Linguistik immer noch damit beschäftigt, die Universalien der angeborenen Grammatik zu belegen: Man sucht nach (syntaktischen) Gemeinsamkeiten, statt die Unterschiede festzustellen. Man gibt dort ja auch nicht die entsprechende Terminologie auf.

Ich bin in einer fast a-theoretischen Linguistik groß geworden (aber funktional im Geiste), dann kam die kognitive Linguistik - und ich dachte, das habe den Generativismus längst abgelöst. Dann war ich auf Konferenzen und merkte, dass dem gar nicht so ist. Ich hab mir dann im Frühjahr eine Einführung in die Generative Linguistik zugelegt, weil ich wissen wollte, ob nicht vielleicht die "andere Seite" dem Generativismus unrecht tut, indem sie generativer Grammatik Annahmen unterstellt, die dort gar nicht (mehr) gemacht werden. Aber schon im ersten Kapitel wurde die Grundannahme der Angeborenheit zementiert. Auflösung dieser Denkstrukturen sähe für mich anders aus. (Schon allein daran festzumachen, dass ganz viele Einführungen in Linguistik das Malen von Bäumchen und die Diskussion von Bewegung für so zentral halten, dass es nicht ohne geht.)

Ist aber eine spannende Diskussion und von meiner Seite aus auch noch etwas unerfahren Lächel

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01.03.2012, 17:40:21
Beitrag #9
RE: Genetische Universalsprache vorhanden?
(30.10.2011 10:34:31)janwo schrieb:  Ich würde mal behaupten, abgesehen von einigen (dogmatisch-ignoranten) Theoretikern, die unbedingt ihre urmelalten Hypothesen aufrecht erhalten wollen, glaubt heutzutage kaum mehr jemand an eine genetisch angelegte Universalgrammatik oder "Innateness" (die Angeborenheit von Sprache), egal wie abstrakt diese sein mögen.

Hey, auch wenn dieser Beitrag schon einige Monate alt ist: Mich würde interessieren, was dich zu dieser Annahme führt - also dass niemand mehr daran "glauben" würde. An vielen Unis, unter anderem der Uni Köln, ist die generative Grammatik und die UG doch noch ganz vorne mit dabei.

Ich stelle nicht in Frage, dass das Problem des geringen Inputs beim Spracherwerb auch anders gelöst werden kann als über die UG. Nur habe ich bislang keinesfalls wahrgenommen, dass ausschließlich Ewiggestrige an dieser Idee festhalten.

Würde mich natürlich auch über Beiträge anderer User freuen.


Hallo, ich bin Ibby und seit 01.03.2012 15:31 hier angemeldet.
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01.03.2012, 18:21:21   Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.03.2012 von 18:34:45 thf
Beitrag #10
RE: Genetische Universalsprache vorhanden?
(01.03.2012 17:40:21)Ibby schrieb:  An vielen Unis, unter anderem der Uni Köln, ist die generative Grammatik und die UG doch noch ganz vorne mit dabei.

Ja, in der Anglistik und der Germanistik Zwinker

Aber es gibt ja - gerade in Köln - noch viele andere Fächer, in denen Linguistik betrieben wird. Und da stellt sich die Lage schon wesentlich differenzierter dar. In manchen Fächern befasst man durchaus auch etwas damit (etwa Phonetik oder sprachliche Informationsverarbeitung), in anderen werden so wie ich das mitbekommen habe alternative Ansätze verfolgt (etwa funktionale in der Niederlandistik) und in der allgemeinen Sprachwissenschaft gibt man sich theorieneutral, da nehmen generative Ansätze keine herausgehobene Position ein, und sind nur eines von vielen Theoriegebäuden.

Prinzipiell gilt doch: Man sollte das Werkzeug wählen, das am Besten für den Untersuchungsgegenstand und die Aufgabenstellung passt; nicht alle Sprachen lassen sich mit allen Ansätzen gleich gut beschreiben. Entsprechend gibt es eben auch unterschiedliche Fachtraditionen, und an verschiedenen Standorten sind unterschiedliche Theorien prominent. Da muss die Wahl nicht zwangsweise auf eine generative Theorie fallen Lächel

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01.03.2012, 18:41:40
Beitrag #11
RE: Genetische Universalsprache vorhanden?
(01.03.2012 18:21:21)thf schrieb:  
(01.03.2012 17:40:21)Ibby schrieb:  An vielen Unis, unter anderem der Uni Köln, ist die generative Grammatik und die UG doch noch ganz vorne mit dabei.

Ja, in der Anglistik und der Germanistik Zwinker

Eben. Und das sind nun einmal nicht diejenigen, die sich (auch) mit Genetik und/oder Sprachevolution befassen, sondern eher diejenigen, die diese Theorien auf ihre Einzelsprachen anwenden.


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01.03.2012, 19:52:15
Beitrag #12
RE: Genetische Universalsprache vorhanden?
Also in Hamburg hatte ich Allgemeine Linguistik studiert und wir hatten ganze Kurse darüber. Und auch in Bremen in der Allgemeinen Linguistik wird gelehrt, dass es noch eine Universalgrammatik gibt, die angeboren ist. Kritik daran habe ich als armer Student bisher noch nie vernommen. Ich dachte, das sei mittlerweile allgemeine Lehrmeinung. Anscheinend ist das bei den Dozenten noch nicht angekommen.


Hawaiiereieraueraueeuter [ha.'vaɪ̯.eɐ̯.aɪ̯.eɐ̯.aʊ.eɐ̯.aʊ.ə.ˌɔʏ̯teɐ̯] ist kein Hexadeziphthong.

Komm doch mal vorbei und besuche den Verein der gotischen Sprache n. e. V. Uns gibt es auch bei Facebook. Wir würden uns freuen.
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01.03.2012, 21:08:44
Beitrag #13
RE: Genetische Universalsprache vorhanden?
(01.03.2012 19:52:15)Kevin schrieb:  Also in Hamburg hatte ich Allgemeine Linguistik studiert

Das kann nicht sein. der Studiengang Allgemeine Sprachwissenschaft dort ist seit Ende der 1980er geschlossen. Und dass Stolz & Stolz in Bremen an UG glauben (oder dies jemals getan hätten), wäre mir wirklich neu.


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01.03.2012, 23:30:09
Beitrag #14
RE: Genetische Universalsprache vorhanden?
Es stimmt schon, dass viele Linguisten (noch) UG-Anhänger sind. Das ist halt die althergebrachte Lehrmeinung, das hat man selbst schon so gelernt und Chomsky hat sowieso recht. Zunge

Wenn man allerdings mal einen Schritt weiter geht und fragt, ob es überhaupt psychologisch und evolutionsbiologisch plausibel ist, dass es eine angeborene Universalgrammatik gibt, dann wird die Luft für deren Verteidiger schon dünner. Damit ein Language Acquisition Device, und damit eine UG, überhaupt evolutionär selektiert und damit genetisch fixiert werden kann, muss es ja erstmal entstehen und einen evolutionären Vorteil bieten (zumindest um aktiv selektiert zu werden). Wenn es aber noch überhaupt keine Sprache gibt, für die man es gebrauchen könnte, wie soll das LAD dann selektiert werden?

Christianson & Chater (2008) argumentieren sehr überzeugend, dass sich Sprache an das Gehirn anpasst (bessere Lernbarkeit z.B.) und sich nicht das Gehirn an Sprache angepasst hat (wie man das bei einer UG erwarten würde). Chater et al. (2009) zeigen auch, dass sich Sprache viel zu schnell wandelt um ein stabiles genetisches Ziel darzustellen. Evans & Levinson (2009) schließlich zeigen, dass es für (absolute) Sprachuniversalien keine Evidenz gibt. Und Tomasello (1999, 2003) liefert mit seiner Spracherwerbstheorie auch den Rahmen, wie man gut ohne UG auskommt.

Also zumindest mich überzeugt die Evidenz ganz gut, dass es keine UG gibt.

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02.03.2012, 01:13:22
Beitrag #15
RE: Genetische Universalsprache vorhanden?
Ich hatte in Hamburg doch Französisch als Nebenfach und da den Schwerpunkt Linguistik. Und der war dermaßen gut ausgelegt, dass ich in dem einen Jahr mehr gelernt habe als in meinen 3. Semestern hier in Bremen. Und da hatten wir auch eben einen Kurs über generative Grammatik und Universalgrammatik und jeder Dozent hat uns das eingetrichtert, irgendwie war das deren Steckenpferd dort.
Und doch, die Stolzes lehren das zumindest. Herr Stolz spricht darüber in seinen Kursen wie Typologie und Sprachuniversalien und Frau Stolz in ihren Einführungsveranstaltungen und darüber hinaus.

Für mich reicht als Gegenbeweis der UG-Theorie, dass sprechende Papageien Formen benutzen, die sie vorher nicht gehört haben. So kamen Formen vor wie: He writed. anstelle von He wrote. Entweder hätten Papageien dann auch eine UG oder niemand eine.


Hawaiiereieraueraueeuter [ha.'vaɪ̯.eɐ̯.aɪ̯.eɐ̯.aʊ.eɐ̯.aʊ.ə.ˌɔʏ̯teɐ̯] ist kein Hexadeziphthong.

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