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[Sem]: Semantik, Etymologie, Semiotik  » Erledigt: 11.07.2012, 21:19:56 11.07.2012, 21:19:56Lyons' Merkmalsemantik

29.05.2012, 21:00:20,
Beitrag #1
Lyons' Merkmalsemantik
Kann mir jemand erklären, was mit der folgenden Aussage gemeint ist? Vorher ging es um die Kombination von Bedeutungskomponenten im Sinne von human & male & ~adult = boy, illustriert mit einer Grafik.

Zitat:The figure illustrates that the sense of a lexeme is a compositional function of its sense components. This implies that its value is fully determined by the value of the components and the definition of the operations by means of which they are combined.

Jetzt der Part, den ich nicht komplett verstehe:
Zitat:Lyons illustrates sense components by means of set theory. The features can be expressed in terms of sets and their complements and of the intersection of sets.

Ist mit "set" die Liste an features gemeint, wie human & male & ~adult = boy? Wenn ja, was sind die complements? Die "intersection" ist denke ich ein Bezug auf die Grafik, ein Kreis pro feature und boy steht in der Mitte, in der Schnittstelle der drei Kreise.

Danke!

PS.: Quelle: Storjohann, Petra. 2003. A diachronic contrastive lexical field analysis of verbs of human locomotion in German and English. Frankfurt am Main; New York: P. Lang.


Starfleet Yeah
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29.05.2012, 23:06:03,
Beitrag #2
RE: Lyons' Merkmalsemantik
Sind das nicht in der Tat schlichtweg Mengen und Elemente bzw. Komplemente?
http://en.wikipedia.org/wiki/Set_differe...complement


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30.05.2012, 11:11:42,
Beitrag #3
RE: Lyons' Merkmalsemantik
Oh wow. Da merkt man, dass ich kein Allgemeinlinguistiker bin Eek!

Ich glaube, ich habe es aber verstanden. Ich werde heute Abend nochmal mit dem neuen Hintergrundwissen über den Text schauen, und melde mich im Falle weiterer Rückfragen. Dankeschön!


Starfleet Yeah
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30.05.2012, 11:43:08,
Beitrag #4
RE: Lyons' Merkmalsemantik
(30.05.2012, 11:11:42)LeaRebecca schrieb: Oh wow. Da merkt man, dass ich kein Allgemeinlinguistiker bin Eek!

Das mit der Mengenlehre weiß ich aber nicht aus'm Studium. Es gab Zeiten, da war Mengenlehre in der (Grund-)Schulmathematik extrem en vogue. Forenopa


Bei den Komplementen ist halt wichtig, dass sie eben nicht zur Menge der definitorischen (oder definitorisch notwendigen) Merkmalen gehören:
  • entweder weil sie implizit sind: [±Mammal]
  • oder weil sie irrelevant sind: [±Wearing a green hat]
  • oder weil sie zur konkreten Unterscheidung, z.B. von man, boy, girl nicht taugen: [±alive] (wäre aber nötig, um z.B. corpse o.ä. abzugrenzen)


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30.05.2012, 12:38:33,
Beitrag #5
RE: Lyons' Merkmalsemantik
Aaah das leuchtet ein. Merci :-)


PS.: Mathematik war bei mir immer sowas, wo ich fleißig gelernt habe um möglichst gute Noten rauszuschlagen - und heute halte ich mir meinen persönlichen promovierten Mathematiker im Freundeskreis für solche Fragen ;-)


Starfleet Yeah
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30.05.2012, 15:01:05,
Beitrag #6
RE: Lyons' Merkmalsemantik
(30.05.2012, 12:38:33)LeaRebecca schrieb: Aaah das leuchtet ein. Merci :-)


PS.: Mathematik war bei mir immer sowas, wo ich fleißig gelernt habe um möglichst gute Noten rauszuschlagen - und heute halte ich mir meinen persönlichen promovierten Mathematiker im Freundeskreis für solche Fragen ;-)

Bei tiefergehendem Interesse (insb. an Semantik) bietet es sich evtl. an mal Bei barbara Partee et.al "Mathematical Methods in Linguistics" nachzusehen. Glaube, gleich das erste Kapitel war Mengenlehre.

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02.06.2012, 15:55:47,
Beitrag #7
RE: Lyons' Merkmalsemantik
Ähem, und ich merke gerade, in welcher linguistischen Ecke ich groß geworden bin. *tüdelü*

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