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 » nicht erledigt Ontologie und verbal/nominal event nominals
▶ Zwei Fragen zu einem Textausschnitt

20.09.2013, 15:20:57
Beitrag #1
Ontologie und verbal/nominal event nominals
Hallo zusammen,

Es gibt so ein paar Begriffe, mit denen ich nicht wirklich etwas anfangen kann - und Ontologie ist einer davon. Ich kann mir grob etwas darunter vorstellen, könnte es aber nicht definieren/erklären und wenn es in Texten vorkommt, kann ich es nicht genau zuordnen. Die Verwendung, um die es mir hier gerade geht, ist in einem Aufsatz zu referentiellen Argumenten und Argumentvererbung* (S. 155):

Zitat:The identification (or spatiotemporal individuation) of a particular event thus depends on the identification of the participants involved. I assume that this dependency has an ontological consequence, namely, that there is no given domain of individual events from which the referent of a verbal expression can be chosen. [...] Depending on whether an event nominalization is categorized as verbal or nominal, it is subject to the ontological conditions that hold for this category. [in darauf folgender Fußnote:] Given that in the real world there is no difference between events referred to by verbal or nominal event nominals, the distinction is conceptually motivated rather than ontologically, as far as event nominals are concerned. However, since the ontological differences between the referents of nouns and verbs motivate the distinction, I will keep the term."

Wie könnte man ontological hier jeweils paraphrasieren?

Zweite Frage zu diesem Ausschnitt: verbal bzw. nominal event nominals - mag sich das auf die Wortart der Basis des Derivats beziehen?

Herzlich bedankt.

*Kaufmann, Ingrid. 2005. Referential arguments of nouns and verbs. In Claudia Maienborn & Angelika Wöllstein-Leisten (eds.), Event arguments: Foundations and applications (Linguistische Arbeiten 501), 153-173.Tübingen: M. Niemeyer.


Starfleet Yeah
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20.09.2013, 19:27:22
Beitrag #2
RE: Ontologie und verbal/nominal event nominals
Hallo Lea,

"Ontologie" ist der Teilbereich der Philosophie, der sich mit der "wirklichen Welt" beschäftigt. Die Autorin diskutiert also das Verhältnis von Wirklichkeit und Sprache. Die erste Verwendung von "ontological" bezieht sich darauf, dass ein Ereignis in der "wirklichen" Welt nicht ohne Teilnehmer stattfindet. Die Schlussfolgerung ist, dass Ereignisse (z.B. das "Werfen" eines Balls) nicht in dem selben Maße "wirklich" sind wie die an Ereignissen Beteiligten (z.B. der Werfer und der Ball). Werfer und Ball sind beständige Objekte in Zeit und Raum, während "werfen" nur eine spezifische Interaktion zwischen beiden beschreibt.

Darauf bezieht sich auch der Satz über die "ontological differences between the referents of nouns and verbs". Nomina beschreiben Kategorien, oder "domains" - jeder individuelle Ball gehört zur Kategorie "Ball". Verben hingegen bilden keine Kategorien, zumindest in Kaufmanns Auffassung.

Zu deiner zweiten Frage: Ich vermute, du liegst da ganz richtig, aber ich müsste mehr Kontext haben, um das beantworten zu können.

Tobias

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03.10.2013, 16:44:29
Beitrag #3
RE: Ontologie und verbal/nominal event nominals
Vielen Dank Tobias!


Starfleet Yeah
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