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| » Schwierige Namen in Le Morte d'Arthur▶ Aussprache |
| 15.12.2011, 22:21:03 Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.12.2011 von 22:40:27 Triptychon Beitrag #1 | |||
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| Schwierige Namen in Le Morte d'Arthur Hallo, ich habe hier den Text von Le Morte d'Arthur in der deutschen Übertragung von Hedwig Lachmann. Darin kommen sehr viele Namen vor, von denen ich beim Vorlesen nicht weiß, wie ich sie aussprechen soll. Zum Beispiel: Meliodas, Bleoberis von Ganis, Dodinas le Savage, Sagramore le Desirous; Ich würde gerne wissen, ob es irgendwelche Empfehlungen gibt, wie man mit solchen Namen umzugehen hat. Ich könnte sie alle konsequent deutsch aussprechen (es ist immerhin ein deutscher Text), aber das würde oft seltsam und holprig klingen. Bei einigen bietet sich die englische Aussprache an, andere kommen mir französisch oder walisisch vor, kurzum: totale Verwirrung. Was würdet ihr vorschlagen? | |||
| 16.12.2011, 10:02:32 Beitrag #2 | |||
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| RE: Schwierige Namen in Le Morte d'Arthur Le Morte d'Arthur wurde ja 1485 von Sir Thomas Malory zusammengestellt - in Mittelenglisch. Die Phonem-Graphem-Korrelation im Mittelenglischen ist näher als die im Modernen Englisch. Ich habe es mir bei meinen Dozenten an der Uni abgeguckt und spreche es aus wie es geschrieben wird, plus ein bisschen nasal für den französischen Einfluss und mit rollendem r wie im Altenglischen. Wie nah am Original das nun ist weiß ich nicht - zum Beispiel unterscheidet sich die Aussprache der deutschen Dozenten auch sehr von der meiner irischen Professorin. ...lange lange her habe ich auch mal was auf Altfranzösisch gehört. Die klang fast wie Altenglisch, noch ohne Nasale, und soweit ich das einschätzen konnte auch recht nah an den Graphemen. Wann das Französische nun Nasale entwickelt hat etc müsste ein Romanist Auskunft geben Dass z.B. ʤ und ʒ schon gab weiß ich, weil das ein Einfluss des Mittelfranzösischen auf das Englische war.Also, um auf den Punkt zu kommen, ich würde: - die finalen [s] aussprechen - die finalen <e> als ə aussprechen - ʤ und ʒ --> savaʒə | |||
| 17.12.2011, 13:53:20 Beitrag #3 | |||
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| RE: Schwierige Namen in Le Morte d'Arthur Nur mal aus Interesse: Wie wurde denn im Mittelenglischen mit fremden Namen umgegangen? Wurden die beibehalten, oder "eingemittelenglischt"? (16.12.2011 10:02:32)LeaRebecca schrieb: Ich habe es mir bei meinen Dozenten an der Uni abgeguckt und spreche es aus wie es geschrieben wird, plus ein bisschen nasal für den französischen Einfluss und mit rollendem r wie im Altenglischen. Wie nah am Original das nun ist weiß ich nicht - zum Beispiel unterscheidet sich die Aussprache der deutschen Dozenten auch sehr von der meiner irischen Professorin.Wie meinst du das mit "aussprechen wie man's schreibt"? Gibt es da evtl. verschiedene Konventionen, das auszusprechen? Mir schwirrt im Kopf rum, dass etwa <knight> [kʰnɪçtʰ] ausgesprochen wurde, (was so aus den Graphemen ja nicht hervor geht) oder macht das jeder etwas anders? | |||
| 17.12.2011, 15:21:48 Beitrag #4 | |||
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| RE: Schwierige Namen in Le Morte d'Arthur Danke für die Antworten! Das hilft mir schon mal ein wenig weiter. Mir würde dann wohl letztendlich leider nichts anderes übrig bleiben, als dass ich mir über die Aussprache jedes neuen Namens Gedanken machen muss. Für einen Nichtexperten ist das ziemlich viel Aufwand. Wahrscheinlich bin ich da ein wenig pedantisch oder nehm's einfach zu genau. Ich sollte wohl doch besser etwas deutsches lesen. | |||
| 17.12.2011, 20:59:47 Beitrag #5 | |||
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RE: Schwierige Namen in Le Morte d'Arthur (17.12.2011 13:53:20)thf schrieb: "eingemittelenglischt"?Der Fachmann nennt dies sprachneutral nativiert. ![]() (17.12.2011 15:21:48)Triptychon schrieb: Wahrscheinlich bin ich da ein wenig pedantisch oder nehm's einfach zu genau.Man kann's aber nicht genauer machen, als man's weiß. Bis zur Erfindung der preisgünstigen Zeitreise zwecks historischer Feldforschung werden wir ohnehin nicht mit letzter Sicherheit genau wissen können, wie ältere Sprachstufen exakt ausgesprochen wurden. Für das Lesevergnügen sllte dies aber eigentlich unerheblich sein. Für das Vorlesen dürfte es normalerweise reichen, wenn man sich bloß auf eine Aussprache je Namen festlegt... | |||
| 17.12.2011, 21:41:45 Beitrag #6 | |||
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RE: Schwierige Namen in Le Morte d'Arthur (17.12.2011 20:59:47)janwo schrieb:Ah, das war mir nicht geläufig. Werde es in meinen Fundus aufnehmen. Danke sehr(17.12.2011 13:53:20)thf schrieb: "eingemittelenglischt"?Der Fachmann nennt dies sprachneutral nativiert. ![]() (17.12.2011 20:59:47)janwo schrieb: Bis zur Erfindung der preisgünstigen Zeitreise zwecks historischer Feldforschung werden wir ohnehin nicht mit letzter Sicherheit genau wissen können, wie ältere Sprachstufen exakt ausgesprochen wurden.Außer man hat Schriften wie den ersten grammatischen Traktat. Wenngleich der Autor sowas wie Phonologie avant la lettre betreibt, kann man da schon einiges zur Aussprache ableiten. Dass trotzdem jeder spricht, wie er meint, ist dann 'ne andere Sache. | |||
| 27.12.2011, 15:42:06 Beitrag #7 | |||
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| RE: Schwierige Namen in Le Morte d'Arthur Etwas spät, aber besser als nie, nicht wahr! Zitat:Wie meinst du das mit "aussprechen wie man's schreibt"? Gibt es da evtl. verschiedene Konventionen, das auszusprechen? Mir schwirrt im Kopf rum, dass etwa <knight> [kʰnɪçtʰ] ausgesprochen wurde, (was so aus den Graphemen ja nicht hervor geht) oder macht das jeder etwas anders? Damit meinte ich die enge Phonem-Graphem-Korrelation. Im Altenglischen wurde jeder Buchstabe ausgesprochen. ... [kʰnɪçtʰ] ist übrigens richtig. | |||
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Schwierige Namen in Le Morte d'Arthur



Dass z.B. ʤ und ʒ schon gab weiß ich, weil das ein Einfluss des Mittelfranzösischen auf das Englische war.




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