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[HowTo]: Anleitungen, Tutorials, Techniken  » nicht erledigt Guten Morgen — oder wie man Etymologie betreibt

28.12.2011, 09:03:51
Beitrag #1
Guten Morgen — oder wie man Etymologie betreibt
Viele gute Grüße, an alle.

Die Nacht beginnt doch am Abend und geht entsprechend alten überlieferten Vorstellungen dem Tag voran.

Wäre demnach der Morgen deutschsprachig auch bekannt als moyen etwa die Mitte zwischen Nacht und Tag?

janwo bearbeitete 12.01.2012 11:00:53 diesen Beitrag. Grund:

Threadtitel aktualisiert.


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28.12.2011, 10:28:57
Beitrag #2
RE: Guten Morgen
Ich würde eher sagen, der Morgen ist ein Teil des Tages im Kontrast zur Nacht:
[Kalendertag [Tag [Morgen] [Mittag] [Nachmittag] [Abend]] [Nacht]] Crazy


Starfleet Yeah
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28.12.2011, 13:08:22
Beitrag #3
RE: Guten Morgen
(28.12.2011 10:28:57)LeaRebecca schrieb:  Ich würde eher sagen, der Morgen ist ein Teil des Tages im Kontrast zur Nacht:
[Kalendertag [Tag [Morgen] [Mittag] [Nachmittag] [Abend]] [Nacht]] Crazy
Schön. Gäbe es hier noch mehr fachliche Antworten, beispielsweise zur Themafrage?

Schon Tacitus schrieb in der Germania über die Germanen:
Zitat:Sie rechnen nicht nach Tagen, sondern nach Nächten. Nach Nächten setzten sie die Termine für Versammlungen und Verabredungen fest; denn nach ihrer Auffassung geht die Nacht dem Tage voran.
An dem Wort "Weihnachten" ist das beispielsweise noch deutlich zu erkennen.

Zur vermutlich früheren 8 Tage-Woche, die zusammen gefasst anders als jeder einzelne Tag auf Kalendern symbolisch besonders markiert wurde, beispielsweise durch einen runden Kreis oder vormaligem Achteck, anstatt Strich:
Zitat:Daher werden auch Aussagen wie „Acht geben“ oder be„acht“en im tatsächlichen Wortsinn verständlich. Besondere Bedeutung erhält hierbei das Zahlwort Neun, das in allen indoeuropäischen Sprachen den Wortstamm „neu“ beinhaltet und somit die Zahl 8 als Ende einer Zählreihe definiert.
http://www.weltwunder-himmelsscheibe.de/...zezeit.pdf

Nacht und Tag sind also zumindest kalendarisch als ein Ganzes zu betrachten.
Ergäben also beide Worte, Nacht und Tag, wieder in der ursprünglichen Reihenfolge aneinander gefügt N„acht“ag, N„acht“eck oder auch N„acht“egg?

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28.12.2011, 14:17:37
Beitrag #4
RE: Guten Morgen
(28.12.2011 13:08:22)Alarich schrieb:  
(28.12.2011 10:28:57)LeaRebecca schrieb:  Ich würde eher sagen, der Morgen ist ein Teil des Tages im Kontrast zur Nacht:
[Kalendertag [Tag [Morgen] [Mittag] [Nachmittag] [Abend]] [Nacht]] Crazy
Schön. Gäbe es hier noch mehr fachliche Antworten, beispielsweise zur Themafrage?

Nanana. Nono Das war durchaus eine themenbezogene Antwort, nämlich die, dass Deine Vermutung
(28.12.2011 09:03:51)Alarich schrieb:  Wäre demnach der Morgen deutschsprachig auch bekannt als moyen etwa die Mitte zwischen Nacht und Tag?
daneben liegt. Das germanische Erbwort, aus dem nhd. Morgen geworden ist, hat keine romanischen Entsprechungen und ist auch nicht von dort her beeinflusst.
Moyen ist mir zumindest nicht als deutsches Wort geläufig. Allenfalls der niederdeutsche Gruß Moin, der aber auf ein Wort für 'gut, schön' zurück geht und auch keine etymologische Verwandtschaft zur Tageszeit hat.

Je nach verwendetem etymologischen Wörterbuch wird eine Anlehnung von Morgen an eine indogermanische Form für 'Dunkelheit' vorgeschlagen oder eben auch nicht. Wenn nicht, liegt die genaue Herkunft quasi im Dunkeln. (sorry for the bad pun)

(28.12.2011 13:08:22)Alarich schrieb:  Schon Tacitus schrieb in der Germania über die Germanen:
Zitat:Sie rechnen nicht nach Tagen, sondern nach Nächten. Nach Nächten setzten sie die Termine für Versammlungen und Verabredungen fest; denn nach ihrer Auffassung geht die Nacht dem Tage voran.
An dem Wort "Weihnachten" ist das beispielsweise noch deutlich zu erkennen.
Ja. Das ist aber auch nicht ungewöhnlich Das findet sich in vielen, z.B. den orientalischen, Kulturen auch heute noch, so auch in der jüdischen und islamischen Zeitrechnung (siehe nur Sabbatbeginn oder Fastenzeiten).

(28.12.2011 13:08:22)Alarich schrieb:  Zur vermutlich früheren 8 Tage-Woche, die zusammen gefasst anders als jeder einzelne Tag auf Kalendern symbolisch besonders markiert wurde, beispielsweise durch einen runden Kreis oder vormaligem Achteck, anstatt Strich:
Zitat:Daher werden auch Aussagen wie „Acht geben“ oder be„acht“en im tatsächlichen Wortsinn verständlich. Besondere Bedeutung erhält hierbei das Zahlwort Neun, das in allen indoeuropäischen Sprachen den Wortstamm „neu“ beinhaltet und somit die Zahl 8 als Ende einer Zählreihe definiert.
http://www.weltwunder-himmelsscheibe.de/...zezeit.pdf
Das Zitat stimmt so nur eventuell und garantiert nicht uneingeschränkt. In manchen Sprachen, vor allem der slawischen Unterfamilie, ist das Wort für '9' nicht auf 'neu' basiert sondern eine Ableitung von '1' (i.S.v. 'eins weniger als 10') oder '10'.
Zum Zusammenhang von Zahlwort und 'Achtung' u.ä. siehe unten.

(28.12.2011 13:08:22)Alarich schrieb:  Nacht und Tag sind also zumindest kalendarisch als ein Ganzes zu betrachten.
Ja. Mir ist keine Zeitrechnung bekannt, die beides als alternierende, selbstständige Entitäten behandelt.

(28.12.2011 13:08:22)Alarich schrieb:  Ergäben also beide Worte, Nacht und Tag, wieder in der ursprünglichen Reihenfolge aneinander gefügt N„acht“ag, N„acht“eck oder auch N„acht“egg?
Nö. Das ist Volksetymologie oder Etymogelei an der Grenze zum Unsinn. Die Wörter Nacht, acht und Acht (weder i.S.v. 'Aufmerksamkeit'; noch i.S.v. 'Ächtung') stehen in keinem etymologischen Zusammenhang sondern haben sich mehr oder minder zufällig zu derart ähnlich bis gleich klingenden Wörtern entwickelt.


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02.01.2012, 10:50:18
Beitrag #5
RE: Guten Morgen
Viele gute Grüße, an alle.

Zum obigen Begrüßungs-Rüffel von "janwo": Die Antwort von "LeaRebecca" sah und sehe ich als eine respektable Bauchantwort. Deshalb bleibt dazu meine kurze und knappe Antwort "schön" von mir auch wirklich gut und nicht etwa ironisch schlecht gemeint. Mir sind alle fachlichen Antworten wichtig. Vor allem freue ich mich grundsätzlich darüber und respektiere sie erstmal auch kommentarlos. Da dies nicht mein Fach-, jedoch nebenbei zu einem meiner Interessengebiete gehört, würde ich mich gern hin und wieder mit Fragen an dieses Fachforum wenden dürfen, eventuell weiterhin im "Guten Morgen" Thread? Einige weitere Fragen hätten sich bereits bei mir angesammelt, z.B.:

Bei meinen Betrachtungen zu Erklärungen urspünglicher Herkunft und Bedeutung der Worte Scham und schämen bin ich vor einiger Zeit auf das bekannte polnische Wort Zemia mit der aktuellen Bedeutung Erde gestoßen, obwohl das Wort Scham laut Gebrüder Grimm ausserhalb des Germanischen im Dunkeln läge. Jedenfalls erkläre ich seither vielen Menschen, die mir begegnen, dass das Wort Scham vom polnisch/westslavischen Wort Zemia abstammt und ursprünglich eigentlich nichts anderes als Erde bedeutet. Dazu erkläre ich, dass das Wort Zemia (ausgesprochen Schemia) mit der Bedeutung Erde in verkürzter Form auch in Schmutz "Scham-utz" (Utz=Hände?) und im neuzeitlichen Wort schminken "scham-inken" erkennbar enthalten ist. Desweiteren erkläre ich den Menschen, was demzufolge "sich schämen" ursprünglich bedeutet: Man nehme alttraditionell (oder schamanistisch) Erde oder auch Erdfarben (z.B. Ocker) und verziere damit Teile des menschlichen Körpers, etwa mit Respekt und Liebe der Erde verbunden, ihr insbesondere innerlich zugewandt. Die Worte Scham und schämen hätten demnach etwa über die Jahrhunderte der Missionierungen zielgerichtet negative Bedeutungswandlungen bekommen. Ebenso erkläre ich z.B., dass das Wort Sonne wie auch im Wort Sonntag ebenfalls im Wort sonderbar enthalten ist. Ganz ähnlich wie Sonntag der Tag der Sonne und nicht der Tag irgend eines Herrn ist, ist auch ein sonniger Tag eben ein sonderbarer Tag und nicht ein herrlicher Tag. Dazu gebe ich gewöhnlich (mit möglichst allseitigem Respekt, nicht herabwürdigend) noch eine Reihe weitere Betrachtungen. Die Menschen scheinen dazu weit überwiegend nahezu ehrfurchtsvoll erstaunt zu sein, auch über weitere Ausführungen, auf die ich an dieser Stelle vielleicht guter vezichte.

Welche fachlichen Antworten gäbe es dazu?

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02.01.2012, 15:19:49
Beitrag #6
RE: Guten Morgen
(02.01.2012 10:50:18)Alarich schrieb:  Deshalb bleibt dazu meine kurze und knappe Antwort "schön" von mir auch wirklich gut und nicht etwa ironisch schlecht gemeint.
OK. Das kam bei mir etwas ruppiger an, als Du es wohl gemeint hattest.

Und ansonsten: Zum Fragen beantworten ist dieses Forum ja da. Eventuell landen manche Themen dann nur in der "Etymologiesprechstunde", wohin ich dieses Thread jetzt auch mal verschiebe.

(02.01.2012 10:50:18)Alarich schrieb:  Bei meinen Betrachtungen zu Erklärungen urspünglicher Herkunft und Bedeutung der Worte Scham und schämen bin ich vor einiger Zeit auf das bekannte polnische Wort Zemia mit der aktuellen Bedeutung Erde gestoßen, obwohl das Wort Scham laut Gebrüder Grimm ausserhalb des Germanischen im Dunkeln läge. (...)

Welche fachlichen Antworten gäbe es dazu?

Uff. Meine erste Reaktion ist keine fachliche Antwort, tut mir Leid, sondern eine Gegenfrage: Hast Du schon mal in einem guten etymologischen Wörterbuch nachgeschaut? Vor allem im "Kluge" und im "Pfeifer" stehen oft auch Angaben zu vergleichbaren Wörtern in den verwandten Sprachen. Die Grimms in allen Ehren, aber seit deren Wörterbuch hat es auch schon einige Fortschritte im Wissensstand gegeben, z.B. dass schämen letztlich wohl auf die indoeuropäische Wurzel *kem- 'verhüllen, verbergen' zurück geht, der wir auch das Hemd verdanken.

Ein häufiger Fehler der Volksetymologien ist es, vom heutigen Lautbestand ausgehend Assoziationen mit anderen Wörtern bzw. Wörtern anderer Sprachen herzustellen und dabei Jahrhunderte bis Jahrtausende lautlich-semantischen Wandels außer Acht zu lassen. Das /i/ in zemia beispielsweise war sprachhistorisch ziemlich sicher mal ein [l] (vergleiche die korrespondierenden Wörter in anderen slaw. Sprachen), und schon passt das schöne gezeichnete Bild nicht mehr.


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02.01.2012, 22:44:14
Beitrag #7
RE: Guten Morgen
(02.01.2012 15:19:49)janwo schrieb:  Das /i/ in zemia beispielsweise war sprachhistorisch ziemlich sicher mal ein /l/ (vergleiche die korrespondierenden Wörter in anderen slaw. Sprachen), und schon passt das schöne gezeichnete Bild nicht mehr.

Das polnische Wort schreibt sich übrigens ziemia und stammt aus urslav. *zemlja (aksl. zemlja, dieses wiederum aus baltoslavisch *žem(i)jā (lit. žemė). Die Folge /mj/ entwickelt sich zu /mlj/ im Slavischen, im westslavischen schwindet das /l/ hier wieder. Da ich Alarich aber so verstehe, dass die beiden Wörter nicht "urverwandt" sein sollen, sondern das germanische Etymon für Scham aus dem Slavischen entlehnt, tut das nichts zur Sache, denn es könnte ja vor der l-Epenthese entlehnt worden sein. Wenn Polnisch aber wieder /ʒ/ hat, ist dies neu entstanden.

Unwahrscheinlich ist es aber allein deshalb, weil slav. /e/ hier als /a/ erscheinen soll, noch dazu bei j-haltigem Suffix, wo wir Umlaut erwarten müssten, da es ja schon in germanischer Zeit entlehnt sein müsste.

Ob "neun" wirklich "neu" enthält oder es sich um Homonymie handelt, ist meines Wissens nicht zufriedenstellend geklärt, eine These ist auch, dass man Finger gezählt hat, zwei mal vier Finger und dann wieder "neu".


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03.01.2012, 01:05:47
Beitrag #8
RE: Guten Morgen
(02.01.2012 22:44:14)Mindaugas schrieb:  Ob "neun" wirklich "neu" enthält oder es sich um Homonymie handelt, ist meines Wissens nicht zufriedenstellend geklärt, eine These ist auch, dass man Finger gezählt hat, zwei mal vier Finger und dann wieder "neu".

Ja, die Hypothese findet sich wohl auch bei Pfeifer erwähnt. Im etym. WB der französischen Sprache von Gamillscheg wird neuf als Homophon geführt mit zwei separaten Verweisen ('neun' aus lat. novem; 'neu' aus lat. novus) auf das Vergleichende etymologische Wörterbuch der romanischen Sprachen (Meyer-Lübke). Ein lateinisches etymologisches WB habe ich leider nicht zur Hand, ebensowenig wie entsprechende EWB anderer Unterfamilien. Traurig

Wenn man mal ganz allgemein-sprachvergleichend schaut, ist diese Hypothese nicht völlig unplausibel. Viele (körperzahlbasierte) Zählsysteme sind ja früher oder später "dezimalisiert" worden.


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03.01.2012, 14:03:50
Beitrag #9
RE: Guten Morgen
(03.01.2012 01:05:47)janwo schrieb:  Wenn man mal ganz allgemein-sprachvergleichend schaut, ist diese Hypothese nicht völlig unplausibel. Viele (körperzahlbasierte) Zählsysteme sind ja früher oder später "dezimalisiert" worden.
Meinst du mit körperzahlbasiert solche "Body-Part Counting" Systeme wie im Kobon?
Andernfalls läge hier ja sonst eine ziemlich ungewöhnliche Basis vor.

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03.01.2012, 14:39:12
Beitrag #10
RE: Guten Morgen
Viele gute Grüße, an alle.
(02.01.2012 15:19:49)janwo schrieb:  Vor allem im "Kluge" und im "Pfeifer" stehen oft auch Angaben zu vergleichbaren Wörtern in den verwandten Sprachen. Die Grimms in allen Ehren, aber seit deren Wörterbuch hat es auch schon einige Fortschritte im Wissensstand gegeben, z.B. dass schämen letztlich wohl auf die indoeuropäische Wurzel *kem- 'verhüllen, verbergen' zurück geht, der wir auch das Hemd verdanken.
Eure Beiträge entlocken mir Respekt und Symphatie, insbesondere weil darin kenntnisreich freiheitlich eigenes Bemühen und Forschen deutlich erkennbar sind. Selbständig nutze ich nur online und kostenlos verfügbare Quellen, wie beispielsweise wiktionary oder woerterbuchnetz. Zum polnischen Wort ziemia mit der aktuellen Bedeutung Erde und "dass schämen letztlich wohl auf die indoeuropäische Wurzel *kem- 'verhüllen, verbergen' zurück geht, der wir auch das Hemd" zu "verdanken" haben, kamen mir folgende Gedanken in den Sinn: Sinngemäß sind das Verhüllen und Verbergen (schämen - indoeuropäische Wurzel *kem-r) nicht so weit von Erde entfernt, Verbergen z.B. nicht nur bei Bestattungen unter, auch zum Schutz hinter, vor oder auf Berg-Erdhügel kommen. Auch Material für Kleidung kommt aus, unter und auf Erde daher und dahin. Welche fachliche Sicht gäbe es zu meinen obigen Ausführungen hinsichtlich dem Wort sonderbar?

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03.01.2012, 17:40:10
Beitrag #11
RE: Guten Morgen
(03.01.2012 01:05:47)janwo schrieb:  
(02.01.2012 22:44:14)Mindaugas schrieb:  Ob "neun" wirklich "neu" enthält oder es sich um Homonymie handelt, ist meines Wissens nicht zufriedenstellend geklärt, eine These ist auch, dass man Finger gezählt hat, zwei mal vier Finger und dann wieder "neu".

Ja, die Hypothese findet sich wohl auch bei Pfeifer erwähnt. Im etym. WB der französischen Sprache von Gamillscheg wird neuf als Homophon geführt mit zwei separaten Verweisen ('neun' aus lat. novem; 'neu' aus lat. novus) auf das Vergleichende etymologische Wörterbuch der romanischen Sprachen (Meyer-Lübke). Ein lateinisches etymologisches WB habe ich leider nicht zur Hand, ebensowenig wie entsprechende EWB anderer Unterfamilien. Traurig

Wenn man mal ganz allgemein-sprachvergleichend schaut, ist diese Hypothese nicht völlig unplausibel. Viele (körperzahlbasierte) Zählsysteme sind ja früher oder später "dezimalisiert" worden.

Die indogermanischen Bezeichnungen für "neun" bzw. "neu":

(1) Lat. novus, -a, -um, ai. nava-, gr. νέος, νέα, νέον / néos, néa, néon, got. niun, aksl. novъ, nova, novo gehen auf *newos, -a, -om zurück. Das wiederum kann eine Vrddhi-Bildung zu *nu "jetzt" sein, also "das, was zum Jetzt gehört".
Umgestaltet sind got. niujis, lit. naujas mit sekundärem -j- (*newyo-).

(2) Lat. novem, ai. náva, got. niun gehen auf *newm oder *newn zurück. (Die Frage ist, ob lat. novem oder nonus den älteren Auslaut bewahrt. -m wäre der Ausgang des Nom./Akk. Sg. n., eine Vereinfachung zu -n im Auslaut nicht ungewöhnlich, novem könnte dann sekundär nach anderen Akkusativen rückgebildet worden sein und so wäre "9" aus *newom "das neue" gekürzt:
**newom > *newm > *newn, nur lat. *newn > *nowennowem.)

Slav. *devętь (woraus russ. девять / devjat' u.a.) geht auf älteres *devinti zurück, dieses ist wohl aus *nevinti wegen des Reimwortes *desinti "10" (aus *deḱm in lat. decem u.a.) verändert.
Anlautübertragungen bei Zahlreihen sind nicht ungewöhnlich. Nach Aussage von altpreußisch newints ist dieser Prozess nicht Baltoslavisch, sondern im Ostbaltischen unabhängig verlaufen, vgl. lit. devynì.
*nevinti ist dann aus *newm + ti, ein häufiges Suffix bei slavischen Zahlwörtern, die Ähnlichkeit mit "10" unterdrückte dann auch die normale Entwicklung -ev- zu -ov-.

Unklar ist griech. ἐννέα / ennéa mit Gemination, es könnte aus *en newm kommen, "ins Neue", aber das ist sehr spekulativ.

Identität liegt nur vor in tocharisch A ñu.

Zu diesem Problemkomplex wird auch gerne ai. aṣṭā, griech. ὀκτώ, lat. octō angeführt. Idg. *-ō kann hier eine alte Dualendung sein, dann wäre *oḱtoh1 Dual eines nicht belegten Grundwortes, eventuell "vier Fingerspitzen" o.ä., wenn man ai. aśman- "Fels", hethitisch hēkur "dss." als Vergleich heranzieht und eine Grundform *h2eḱ- "spitz" rekonstruiert.

Das Material ist aber sehr dünn, damit sind diese Rekonstruktionen meiner Ansicht nach doch ziemlich spekulativ.


(03.01.2012 14:39:12)Alarich schrieb:  Zum polnischen Wort ziemia mit der aktuellen Bedeutung Erde und "dass schämen letztlich wohl auf die indoeuropäische Wurzel *kem- 'verhüllen, verbergen' zurück geht, der wir auch das Hemd" zu "verdanken" haben, kamen mir folgende Gedanken in den Sinn: Sinngemäß sind das Verhüllen und Verbergen (schämen - indoeuropäische Wurzel *kem-) nicht so weit von Erde entfernt, Verbergen z.B. nicht nur bei Bestattungen unter, auch zum Schutz hinter, vor oder auf Berg-Erdhügel kommen. Auch Material für Kleidung kommt aus, unter und auf Erde daher und dahin.

Polnisch ziemia kann nicht mit Hemd verwandt sein oder auf *kem- zurückgehen.
Die anderen slavischen und baltischen Formen weisen auf ein baltoslav. *žemijā, dieses kann nur auf ein anlautendes ǵ, nicht k zurückgehen (dieses hätte c = ts ergeben).

Andere Beispiele aus idg. Sprachen lassen eine Grundform *dhǵhem- annehmen, wie sie ai. kṣam-, griech. khthōn, heth. tēkan- zugrundeliegt.

"Besonders", "sonderbar" u.ä. gehen auf älteres "sonder" zurück, dessen Bedeutung in "sonder Zahl" noch fassbar ist, nämlich "außer, ohne", vgl. auch engl. asunder "auseinander", "gesondert" = "getrennt" etc. Mit "Sonne" ist es nicht verwandt.

Quellen:
Derksen, Etymological Dictionary of the Slavic Inherited Lexicon.
Kluge/Seebold, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache (24. Aufl.).
Mayrhofer, Etymologisches Wörterbuch des Altindoarischen.


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03.01.2012, 22:30:25
Beitrag #12
RE: Guten Morgen
(03.01.2012 14:03:50)thf schrieb:  Meinst du mit körperzahlbasiert solche "Body-Part Counting" Systeme wie im Kobon?
Andernfalls läge hier ja sonst eine ziemlich ungewöhnliche Basis vor.

Viele Sytseme mit Basen 4, 5 oder 10 sind in ihrem Ursprung wohl motiviert durch das Abzählen am Körper. Und, ja, das sind ungewöhnliche aber eben nicht unmögliche Basen. Ein Kollege von mir hat das mal "ön dem von mir hörausgögöönön Boche" Rethinking Universals How Rarities Affect Linguistic Theory. aufgelistet. Das hatte ich an anderer Stelle schon mal empfohlen. Zwinker


(03.01.2012 17:40:10)Mindaugas schrieb:  Das Material ist aber sehr dünn, damit sind diese Rekonstruktionen meiner Ansicht nach doch ziemlich spekulativ.
Genau zu diesem Schluss kommt auch Pfeifers etymologisches Wörterbuich.

Nun denn, da kann vielleicht noch mal ein junges Indogermanist drüber magistrieren oder promovieren. Lächel


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03.01.2012, 22:34:25
Beitrag #13
RE: Guten Morgen
Die Etymologie des Wortes "Sonne" ist nicht ganz einfach (Stichwort "Laryngalmetathese").

Noch im Germanischen gibt es ein Nebeneinander von n- und l-haltigen Formen:
Althochdeutsch, altsächsisch, altnordisch sunna, altenglisch, altfränkisch sunne, gotisch sunno weisen auf urgermanisch *sunnō.
Daneben haben gotisch sauil, altnordisch sól, altengl. sygil l und lassen sich schlecht auf eine einheitliche Vorform zurückführen.

Weitere Formen mit l sind klassisch griech. ἥλιος hēlios, episch ἠέλιος ēélios (urgriechisch hāwelios), litauisch sáulė, lateinisch sōl, altkirchenslavisch slъnьce, und, mit dem Wandel l zu r, altindisch sūrya- und suvar-.

Avestisch zeigt mit dem Nominativ huuarə und Genitiv xvəng, dass es sich ursprünglich um ein heteroklitisches Wurzelnomen gehandelt hat, also Nom. *suh2el, Genitiv *suh2en-s (vgl. Hoffmann/Forssman, Avestische Laut- und Flexionslehre 2. Aufl.)
Das Problem ist, dass manche Sprachen (Altindisch) auf *suh2l- weisen, andere (Griechisch, Baltisch) hingegen auf *sh2ul-, sich also keine klare Wurzel rekonstruieren lässt, ebensowenig wie die genaue Stammbildung.


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04.01.2012, 19:40:38
Beitrag #14
Salut, Sol, Luna, Sonne - jeweils im Wort geschwisterlich zusammen? Acht, Achtern
Viele gute Grüße an alle.
(03.01.2012 22:34:25)Mindaugas schrieb:  Die Etymologie des Wortes "Sonne" ist nicht ganz einfach (Stichwort "Laryngalmetathese").

Noch im Germanischen gibt es ein Nebeneinander von n- und l-haltigen Formen:
Althochdeutsch, altsächsisch, altnordisch sunna, altenglisch, altfränkisch sunne, gotisch sunno weisen auf urgermanisch *sunnō.
Daneben haben gotisch sauil, altnordisch sól, altengl. sygil l und lassen sich schlecht auf eine einheitliche Vorform zurückführen.

Weitere Formen mit l sind klassisch griech. ἥλιος hēlios, episch ἠέλιος ēélios (urgriechisch hāwelios), litauisch sáulė, lateinisch sōl, altkirchenslavisch slъnьce, und, mit dem Wandel l zu r, altindisch sūrya- und suvar-.

Avestisch zeigt mit dem Nominativ huuarə und Genitiv xvəng, dass es sich ursprünglich um ein heteroklitisches Wurzelnomen gehandelt hat, also Nom. *suh2el, Genitiv *suh2en-s (vgl. Hoffmann/Forssman, Avestische Laut- und Flexionslehre 2. Aufl.)
Das Problem ist, dass manche Sprachen (Altindisch) auf *suh2l- weisen, andere (Griechisch, Baltisch) hingegen auf *sh2ul-, sich also keine klare Wurzel rekonstruieren lässt, ebensowenig wie die genaue Stammbildung.

Bei mir hat sich seit längerer Zeit die Vorstellung von der etwaigen Möglichkeit herausgebildet, dass jede der unterschiedlichen Bezeichnungen für Luna (Mond, ...) und Sonne (sól, ...) ursprünglich und bis über den heutigen Tag hinaus sowohl Sonne als auch Luna in unterschiedlicher Weise jeweils in einem Wort gemeinsam enthalten, nur mit unterschiedlich gestaltetem Wortanteil, je nachdem welches von beiden "Gestirnen, Objekten" betont gemeint ist, wenn Menschen Mond und Sonne vormals etwa wie unzertrennliche Geschwister auch sprachlich umgesetzt haben. Darauf gekommen bin ich über das verschiedlich gesprochene Wort "Salut, Soliut, ...) darin ich naja sowohl "sól" als auch "luna" gewahre, die beide zugleich angesprochen b.z.w. begrüßt werden. Demnach würden also Worte für Sonne und Luna (Mond) hauptsächlich sowas wie Betonungsbezeichnungen darstellen, in denen beide mit unterschiedlichem Anteil enthalten geblieben sind, sozusagen geschwisterlich untrennbar beieinander. Mir ist klar, dass diese These von mir vielleicht eine sehr gewagte ist und vor allem fachlich als völliger Unsinn angesehen werden kann oder auch muss. Trotzdem meine Frage dazu: Was haltet ihr fachlich davon?

Zum Wort "Acht" als Zahlwort und möglicherweise vormaliges Ende der Acht Tage Kalenderwoche anzusehen, enthalten auch in der Redewendung Acht geben, ächten und Nacht, wäre da auch das Wort Achtern einzeln bis zugehörig mit zu berücksichtigen?
http://de.wikipedia.org/wiki/Achtern
Zitat:Das Wort achter stammt aus dem Niederdeutschen und entspricht dem englischen after („hinter“), das im Neuhochdeutschen untergegangen, aber mundartlich heute noch in vielen Verbindungen gebräuchlich ist.

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04.01.2012, 21:40:01
Beitrag #15
RE: Salut, Sol, Luna, Sonne - jeweils im Wort geschwisterlich zusammen? Acht, Achtern
(04.01.2012 19:40:38)Alarich schrieb:  Darauf gekommen bin ich über das verschiedlich gesprochene Wort "Salut, Soliut, ...) darin ich naja sowohl "sól" als auch "luna" gewahre, die beide zugleich angesprochen b.z.w. begrüßt werden.

Etymologie funktioniert nicht, indem man Wörter mit einander in Beziehung setzt, die sich irgendwie ähnlich anhören. Stattdessen ist es wichtig, systematische Beziehungen herzustellen, wobei vor allem regelmäßige lautliche Entwicklungen eine Rolle spielen.

Ein Standardbeispiel: Ein "Laie" könnte auf die Idee kommen, lateinisch deus "Gott" und griech. θεός / theós "dss." seien verwandt, d und t sind ja ähnlich. Genauere Betrachtung der lateinischen und griechischen Wortschatzes ergibt aber, dass einem griechischen θ im lateinischen immer ein f - in verwandten - bzw. ein th - in Lehnwörtern - entspricht. Θεός geht auf älteres dhesos zurück und gehört zu lat. festus und fānum, deus hingegen ist mit Ζεύς / Zeús verwandt.

Somit enthält salut aus lateinisch salūtāre weder sōl noch lūna, sondern ein Grundwort salūs "Gesundheit", verwandt mit salvus "heil". Dieses gehört zu altindisch sarva-, griechisch ὅλος / hólos "ganz".

Anderes Beispiel: Auch engl. whole und griech. ὅλος hólos klingen ähnlich und bedeuten dasselbe. Die Orthographie zeigt uns aber, dass Englisch hier wh hat, was auf *kw zurückgehen muss, während das griechische h aus einem s kommt.

Ich empfehle dir, nach Möglichkeit das Buch "Etymologie: Eine Einführung am Beispiel der deutschen Sprache" von E. Seebold (1981) auszuleihen und zu lesen.

Zitat:Zum Wort "Acht" als Zahlwort und möglicherweise vormaliges Ende der Acht Tage Kalenderwoche anzusehen, enthalten auch in der Redewendung Acht geben, ächten und Nacht, wäre da auch das Wort Achtern einzeln bis zugehörig mit zu berücksichtigen?
http://de.wikipedia.org/wiki/Achtern
Zitat:Das Wort achter stammt aus dem Niederdeutschen und entspricht dem englischen after („hinter“), das im Neuhochdeutschen untergegangen, aber mundartlich heute noch in vielen Verbindungen gebräuchlich ist.

Wie Janwo oben schon schrieb, weder "acht" noch "achten" noch "ächten" und auch nicht "Nacht" sind miteinander verwandt.

Es ist ein populärer Irrglaube, "Nacht" und "acht" hingen zusammen, weil die Nacht um acht anfängt, acht Stunden hat oder was auch immer (was allein deshalb schon Quatsch ist, weil die Stundenzählung und die modernen Uhrzeiten viel jünger sind als die Bezeichnungen), zumal sie in den meisten westeuropäischen Sprachen Quasi-Reimwörter bilden:
Dt. Nacht - acht
engl. night - eight
It. notte - otto
span. noche - ocho
frz. nuit - huit

Da hört es aber auch schon auf. Auch Litauisch z.B. heißt es naktìs und aštuonì, auf Russisch ночь noč’ und восемь vosem’. Das zeigt, dass das ch der beiden Wörter unterschiedlichen Ursprung hat.

"Nacht" geht auf *nokwts zurück, eine t-Bildung zu negw- "dunkel werden."
"Acht" liegt hingegen *oḱtoh1 zugrunde, vielleicht mit Anschluss wie von mir oben beschrieben an eine Grundbedeutung "spitz".

Die Ähnlichkeit der Wörter liegt daran, dass sich die Gruppen *kwt und *ḱt in den westlichen Sprachen gleich entwickeln, in den östlichen aber nicht.

Zu "Nacht" gehört:
Germ. *naht-
Lat. nox, Gen. noctis (aus dem Stamm nocte- die romanischen Formen)
Griech. νύξ nýx, Gen. νυκτός nyktós
altirisch nocht
altind. nakt-
litauisch naktìs
altkirchenslavisch noštь
hethitisch Gen. nekuz

Zu "acht"
Germ. *ahtau
Lat. octō
Griech. ὀκτώ oktō
altirisch ocht
altind. aṣṭā
litauisch aštuonì
altkirchenslavisch osmь

janwo bearbeitete 04.01.2012 22:09:21 diesen Beitrag. Grund:

fehlenden /quote-Tag ergänzt, um "verlorenen" Text sichtbar zu machen



Hallo, ich bin Mindaugas und seit 14.11.2011 19:21 hier angemeldet.
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